Xylocitin-loc 1 % 10 ml

Abbildung Xylocitin-loc 1 % 10 ml
Wirkstoff(e) Lidocain
Zulassungsland Deutschland
Hersteller mibe GmbH Arzneimittel
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 03.12.1999
ATC Code N01BB02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Lokalanästhetika

Zulassungsinhaber

mibe GmbH Arzneimittel

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Lidocain-"Welk" 0,5 % K Lidocain Combustin Pharmazeutische Präparate GmbH
Xyloneural forte 2 % - Ampullen Lidocain Gebro Pharma GmbH
XYLOCAIN PUMPSPRAY dental Lidocain Aspen Pharma Trading Limited
Xylocain 1 % Lidocain Aspen Pharma Trading Limited
Acoin - Lidocainhydrochlorid 40 mg/ml Lösung Lidocain Combustin Pharmazeutische Präparate GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Xylocitin-loc 1 % 10 ml ist ein Arzneimittel zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetikum vom Säureamid-Typ).

Xylocitin-loc 1 % 10 ml wird angewendet zur lokalen und regionalen Nervenblockade.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Xylocitin-loc 1 % 10 ml darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Lidocainhydrochlorid 1 H2O, Lokalan√§sthetika vom S√§ureamid-Typ oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • bei schweren St√∂rungen des Herz-Reizleitungssystems
  • bei akutem Versagen der Herzleistung
  • bei kardiogenem oder hypovol√§mischem Schock
  • in der Geburtshilfe bei einer drohenden oder bereits bestehenden Blutung zur Epiduralan√§sthesie (Periduralan√§sthesie).

Zus√§tzlich sind die speziellen Gegenanzeigen f√ľr die Spinal- und Epiduralan√§sthesie (Periduralan√§sthesie) zu beachten, wie z. B.

  • nicht korrigierter Mangel an Blutvolumen
  • erhebliche St√∂rungen der Blutgerinnung
  • erh√∂hter Hirndruck.

Zur Durchf√ľhrung einer r√ľckenmarksnahen An√§sthesie unter den Bedingungen einer Blutgerinnungsprophylaxe siehe im nachfolgenden Abschnitt ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú.

Hinweis:

Das Risiko postspinaler Kopfschmerzen, das bei Jugendlichen und Erwachsenen bis ca. 30 Jahren bei der Durchf√ľhrung der Spinalan√§sthesie gegeben ist, l√§sst sich durch die Wahl geeigneter d√ľnner Injektionskan√ľlen deutlich senken.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Xylocitin-loc 1 % 10 ml anwenden.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Xylocitin-loc 1 % 10 ml ist erforderlich, falls

  • Sie Nieren- oder Lebererkrankungen haben
  • Sie an Myasthenia gravis leiden oder
  • die Injektion in ein entz√ľndetes Gebiet vorgenommen werden soll.

Der anwendende Arzt wird vor der Anwendung von Xylocitin-loc 1 % 10 ml

  • grunds√§tzlich auf eine gute Auff√ľllung des Kreislaufes achten
  • eine intraven√∂se Injektion oder Infusion nur unter sorgf√§ltiger Kreislauf√ľberwachung vornehmen und alle Ma√ünahmen zur Beatmung, Therapie von Krampfanf√§llen und zur Wiederbelebung zur Verf√ľgung haben.

Ferner wird der anwendende Arzt folgende Hinweise beachten:

Ist eine Allergie gegen Lidocainhydrochlorid 1 H2O bekannt, so muss mit einer Kreuzallergie gegen andere Säureamid-Lokalanästhetika gerechnet werden.

Bei Lösen der Blutsperre im Rahmen der intravenösen Regionalanästhesie ist das Risiko von Nebenwirkungen erhöht. Daher sollte das Lokalanästhetikum fraktioniert abgelassen werden.

Bei Anwendung im Hals-Kopf-Bereich besteht ein h√∂herer Gef√§hrdungsgrad, weil das Risiko f√ľr zentralnerv√∂se Vergiftungszeichen erh√∂ht ist.

Zur Vermeidung von Nebenwirkungen sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • bei Risikopatienten und bei Verwendung h√∂herer Dosierungen (mehr als 25 % der maximalen Einzeldosis bei einzeitiger Gabe) intraven√∂sen Zugang f√ľr Infusion anlegen (Volumensubstitution)
  • Dosierung so niedrig wie m√∂glich w√§hlen
  • in der Regel keinen gef√§√üverengenden Zusatz verwenden (siehe Abschnitt 3. ‚ÄěWie ist Xylocitin- loc 1 % 10 ml anzuwenden?‚Äú)
  • korrekte Lagerung des Patienten beachten
  • vor Injektion sorgf√§ltig in zwei Ebenen aspirieren (Drehung der Kan√ľle)
  • Vorsicht bei Injektion in infizierte Bereiche (aufgrund verst√§rkter Resorption bei herabgesetzter Wirksamkeit)
  • Injektion langsam vornehmen
  • Blutdruck, Puls und Pupillenweite kontrollieren
  • allgemeine und spezielle Gegenanzeigen sowie Wechselwirkungen mit anderen Mitteln beachten.

Es ist zu beachten, dass unter Behandlung mit Blutgerinnungshemmern (Antikoagulanzien, wie z. B. Heparin), nicht-steroidalen Antirheumatika oder Plasmaersatzmitteln nicht nur eine versehentliche Gef√§√üverletzung im Rahmen der Schmerzbehandlung zu ernsthaften Blutungen f√ľhren kann, sondern dass allgemein mit einer erh√∂hten Blutungsneigung gerechnet werden muss. Entsprechende Laboruntersuchungen sind vor der Anwendung von Xylocitin-loc 1 % 10 ml durchzuf√ľhren. Diese Untersuchungen sollten bei Risikopatienten auch im Falle einer Low-dose-Heparinprophylaxe

(vorsorgliche Behandlung mit dem Blutgerinnungshemmer Heparin in niedriger Dosis) vor der Anwendung von Xylocitin-loc 1 % 10 ml durchgef√ľhrt werden. Gegebenenfalls ist die Antikoagulanzientherapie zeitig genug abzusetzen.

Eine An√§sthesie bei gleichzeitiger Vorsorgetherapie zur Vermeidung von Thrombosen (Thromboseprophylaxe) mit niedermolekularem Heparin sollte nur unter besonderer Vorsicht durchgef√ľhrt werden.

Bei bestehender Behandlung mit nicht-steroidalen Antirheumatika (z. B. Acetylsalicyls√§ure) wird in den letzten f√ľnf Tagen vor der geplanten r√ľckenmarksnahen Injektion eine Bestimmung der Blutungszeit als notwendig angesehen.

Kinder und Jugendliche

F√ľr Kinder sind Dosierungen individuell unter Ber√ľcksichtigung von Alter und Gewicht zu berechnen. F√ľr die Anwendung zur An√§sthesie bei Kindern sollten niedrig konzentrierte Lidocainhydrochlorid-1- H2O-L√∂sungen (0,5 %) gew√§hlt werden. Zur Erreichung von vollst√§ndigen motorischen Blockaden kann die Verwendung von h√∂her konzentrierten Lidocainhydrochlorid-1-H2O-L√∂sungen (1 %) erforderlich sein.

√Ąltere Menschen

F√ľr √§ltere Menschen sind Dosierungen individuell unter Ber√ľcksichtigung von Alter und Gewicht zu berechnen.

Vornehmlich bei älteren Patienten kann eine plötzliche arterielle Hypotension als Komplikation bei Epiduralanästhesie (Periduralanästhesie) mit Xylocitin-loc 1 % 10 ml auftreten.

Anwendung von Xylocitin-loc 1 % 10 ml zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die gleichzeitige Gabe gef√§√üverengender Arzneimittel f√ľhrt zu einer l√§ngeren Wirkdauer von Xylocitin-loc 1 % 10 ml.

Bei gleichzeitiger Gabe von Xylocitin-loc 1 % 10 ml und Secale-Alkaloiden (wie z. B. Ergotamin) oder Epinephrin kann ein ausgeprägter Blutdruckabfall auftreten.

Vorsicht ist geboten bei Einsatz von Beruhigungsmitteln, die ebenfalls die Funktion des Zentralnervensystems (ZNS) beeinflussen und die schädigende Wirkung von Lokalanästhetika verändern können. Es besteht ein Wechselspiel zwischen Lokalanästhetika einerseits und Beruhigungsmitteln andererseits. Die letztgenannte Arzneimittelgruppe hebt die Krampfschwelle des ZNS an.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Aprindin und Xylocitin-loc 1 % 10 ml ist eine Verstärkung der Nebenwirkungen möglich. Aprindin hat aufgrund der chemischen Strukturähnlichkeit mit Lokalanästhetika ähnliche Nebenwirkungen.

Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Therapie mit bestimmten Herzmedikamenten (Propranolol, Diltiazem und Verapamil). Durch eine Abnahme der Lidocainhydrochlorid-1-H2O-Ausscheidung kommt es zu einer deutlichen Verlängerung der Ausscheidungszeit mit der Gefahr der Anreicherung von Lidocain im Körper.

Kombinationen verschiedener Lokalanästhetika rufen additive Wirkungen an Herz-Kreislauf-System und ZNS hervor.

Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Gabe des H2-Blockers Cimetidin. Durch eine Abnahme der Leberdurchblutung und Hemmung des Abbaus können bereits nach Interkostalblockade schädigende Lidocain-Blutkonzentrationen auftreten.

Die Wirkung nicht-depolarisierender Muskelrelaxanzien (bestimmte Arzneimittel zur Muskelerschlaffung) wird durch Xylocitin-loc 1 % 10 ml verlängert.

Wichtigste Inkompatibilitäten

Xylocitin-loc 1 % 10 ml ist inkompatibel mit alkalischen Lösungen, wie Natriumhydrogencarbonat- haltigen Lösungen, sowie mit Amphotericin B, Methohexital, Phenytoin und Sulfadiazinen und darf daher nicht mit diesen gemischt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Lidocain soll in der Schwangerschaft nur bei strenger Indikationsstellung angewendet werden.

Lidocain passiert die Plazenta rasch. Bei Neugeborenen mit hohen Plasmakonzentrationen kann Lidocain eine Dämpfung des ZNS und damit eine Senkung des Apgar-Scores bewirken.

Kontraindiziert ist die Epiduralanästhesie (Periduralanästhesie) mit Lidocain in der Geburtshilfe bei drohenden oder bestehenden Blutungen.

Die Anwendung von Lidocain zur √∂rtlichen Bet√§ubung im Bereich des Geb√§rmutterhalses (Parazervikalblockade) kann zu Herzrasen (Tachykardie) oder verlangsamtem Herzschlag (Bradykardie) beim Fetus f√ľhren. Eine versehentliche Injektion in die Unterhaut des Fetus w√§hrend einer √∂rtlichen Bet√§ubung im Bereich des Geb√§rmutterhalses oder des Dammes (Parazervikal- oder Perinealblockade) kann zu Atemnot (Apnoe), zu niedrigem Blutdruck und Krampfanf√§llen f√ľhren und stellt ein lebensbedrohendes Risiko f√ľr das Neugeborene dar.

Stillzeit

Lidocain geht in geringer Menge in die Muttermilch √ľber. Eine Gef√§hrdung des S√§uglings bei Anwendung von Lidocain in den empfohlenen Dosierungen in der Stillzeit erscheint unwahrscheinlich.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Bei operativer, zahn√§rztlicher oder gro√üfl√§chiger Anwendung von Xylocitin-loc 1 % 10 ml muss vom Arzt im Einzelfall entschieden werden, ob Sie aktiv am Stra√üenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen d√ľrfen.

Xylocitin-loc 1 % 10 ml enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt 26,8 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Ampulle (10 ml Injektionsl√∂sung). Dies entspricht 1,34 % der f√ľr einen Erwachsenen empfohlenen maximalen t√§glichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

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Wie wird es angewendet?

Xylocitin-loc 1 % 10 ml wird im Allgemeinen durch einen Arzt angewendet. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Grunds√§tzlich gilt, dass nur die kleinste Dosis verabreicht werden darf, mit der die gew√ľnschte ausreichende An√§sthesie erreicht wird. Die Dosierung ist entsprechend den Besonderheiten des Einzelfalles vorzunehmen.

Bei Applikation in Gewebe, aus denen eine schnelle Resorption von Wirkstoffen erfolgt, sollte eine Einzeldosierung von 300 mg Lidocainhydrochlorid 1 H2O ohne gef√§√üverengenden Zusatz oder 500 mg Lidocainhydrochlorid 1 H2O mit gef√§√üverengenden Zusatz nicht √ľberschritten werden.

F√ľr dieses Arzneimittel gelten die nachfolgenden Dosierungsempfehlungen:

F√ľr die einzelnen Anwendungsarten gelten als Einzeldosen f√ľr Jugendliche √ľber 15 Jahren und Erwachsene mit einer durchschnittlichen K√∂rpergr√∂√üe folgende Empfehlungen f√ľr die verschieden konzentrierten Lidocainhydrochlorid-1-H2O-haltigen Injektionsl√∂sungen:

Lidocainhydrochlorid1 H2O
Oberflächenanästhesiebis zu300 mg
Hautquaddeln pro Quaddelbis zu20 mg0,5 1%
Infiltrationbis zu300 mg0,5 2%
Periphere Nervenblockadebis zu300 mg1 2%
Stellatum-Blockadebis zu100 mg1%
Grenzstrang-Blockadebis zu300 mg1%
Paravertebralanästhesiebis zu300 mg1%
Epiduralanästhesie (Periduralanästhesie)bis zu300 mg0,5 - 2 % -
Feldblockbis zu500 mg0,5 2%
Intravenöse Regionalanästhesiebis zu300 mg0,5 %

F√ľr niedrigere Konzentrationen bei den entsprechenden Indikationen kann Xylocitin-loc 1 % 10 ml mit isotonischer Natriumchloridl√∂sung verd√ľnnt werden.

Bei der Epiduralanästhesie (Periduralanästhesie) ist altersabhängig zu dosieren.

F√ľr den Lumbalbereich gelten folgende Richtwerte: 5-J√§hrige: 0,5 ml pro Segment

10-Jährige: 0,9 ml pro Segment

15-Jährige: 1,3 ml pro Segment

20-Jährige: 1,5 ml pro Segment

40-Jährige: 1,3 ml pro Segment

60-Jährige: 1,0 ml pro Segment

80-Jährige: 0,7 ml pro Segment.

Lidocainhydrochlorid 1 H2O kann außer zur intravenösen Regionalanästhesie mit einem gefäßverengenden Zusatz, wie z. B. Epinephrin, zur Wirkungsverlängerung kombiniert werden; bewährt hat sich ein Epinephrin-Zusatz von 1 : 100 000 bis 1 : 200 000. Besonders im Bereich der Zahnheilkunde kann die Verwendung eines Lokalanästhetikums mit gefäßverengendem Zusatz bei Einsatz von kurz- bis mittellang wirkenden Wirkstoffen unverzichtbar sein.

Lidocainhydrochlorid 1 H2O mit Epinephrin-Zusatz sollte nur f√ľr An√§sthesien im Gesichtsbereich (Zahn, Mund, Kiefer) eingesetzt werden.

Bei Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand bzw. ver√§nderter Plasmaeiwei√übindung (z. B. Nieren- oder Lebererkrankungen, Tumorerkrankungen, Schwangerschaft) m√ľssen grunds√§tzlich kleinere Dosen angewendet werden.

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz wird eine verk√ľrzte Wirkzeit der Lokalan√§sthetika beobachtet. Dies wird auf einen beschleunigten Transport des Lokalan√§sthetikums in die Blutbahn, durch Blut√ľbers√§uerung und gesteigertes Herz-Zeit-Volumen, zur√ľckgef√ľhrt.

Bei Lebererkrankungen ist die Toleranz gegen S√§ureamid-Lokalan√§sthetika herabgesetzt. Verantwortlich hierf√ľr wird eine verminderte Stoffwechselleistung der Leber gemacht sowie eine verringerte Proteinsynthese mit einer daraus resultierenden niedrigeren Plasmaproteinbindung von Lokalan√§sthetika. In diesen F√§llen wird ebenfalls eine erniedrigte Dosis empfohlen.

Bei Patienten mit zerebralem Anfallsleiden muss verstärkt auf die Manifestation zentralnervöser Symptome geachtet werden. Auch bei nicht hohen Lidocainhydrochlorid-1-H2O-Dosen muss mit einer gesteigerten Krampfbereitschaft gerechnet werden. Beim Melkersson-Rosenthal-Syndrom können allergische und toxische Reaktionen des Nervensystems auf Lokalanästhetika vermehrt auftreten.

Bei Patienten mit Zeichen einer Herzinsuffizienz oder klinisch relevanten Störungen der Erregungsbildung und -ausbreitung im Herzen ist die Dosis zu reduzieren und eine stete Kontrolle der Funktionsparameter erforderlich, auch nach Wirkungsende des Lokalanästhetikums. Nichtsdestoweniger kann die lokale oder regionale Nervenblockade das anästhesiologische Verfahren der Wahl sein.

In der geburtshilflichen Epiduralanästhesie (Periduralanästhesie) ist wegen der veränderten anatomischen Verhältnisse eine Dosisreduktion um etwa ein Drittel erforderlich.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Xylocitin-loc 1 % 10 ml zu stark oder zu schwach ist.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Bei Kindern und Jugendlichen muss eine Dosisanpassung vorgenommen werden (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěWas sollten Sie vor der Anwendung von Xylocitin-loc 1 % 10 ml beachten?‚Äú).

Anwendung bei älteren Menschen

Bei √§lteren Patienten muss eine Dosisanpassung vorgenommen werden (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěWas sollten Sie vor der Anwendung von Xylocitin-loc 1 % 10 ml beachten?‚Äú).

Art der Anwendung

Xylocitin-loc 1 % 10 ml wird in Abh√§ngigkeit vom jeweiligen An√§sthesieverfahren intrakutan, subkutan, zur Regionalan√§sthesie intraven√∂s oder zur r√ľckenmarksnahen Leitungsan√§sthesie epidural (peridural) injiziert, in einem umschriebenen Bezirk in das Gewebe eingespritzt (Infiltration) oder in Abh√§ngigkeit von den anatomischen Verh√§ltnissen nach gezielter Punktion lokal appliziert.

Xylocitin-loc 1 % 10 ml sollte nur von Personen mit entsprechenden Kenntnissen zur erfolgreichen Durchf√ľhrung der jeweiligen An√§sthesieverfahren angewendet werden.

Grundsätzlich gilt, dass bei kontinuierlicher Anwendung nur niedrig konzentrierte Lösungen von Lidocainhydrochlorid 1 H2O appliziert werden.

Die Injektionsl√∂sung ist nur zur einmaligen Entnahme vorgesehen. Die Anwendung muss unmittelbar nach √Ėffnung des Beh√§ltnisses erfolgen. Nicht verbrauchte Reste sind zu verwerfen.

Parenterale Arzneimittel sind vor Gebrauch visuell zu pr√ľfen. Nur klare L√∂sungen ohne Partikel d√ľrfen verwendet werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Xylocitin-loc 1 % 10 ml angewendet haben als Sie sollten

Symptome einer √úberdosierung

Xylocitin-loc 1 % 10 ml wirkt in niedrigen schädigenden Dosierungen als zentrales Nervenstimulans, in hohen schädigenden Dosisbereichen kommt es zur Dämpfung der zentralen Funktionen.

Eine schwere Überdosierung verläuft in 2 Phasen:

Sie werden unruhig, klagen √ľber Schwindel, akustische und visuelle St√∂rungen sowie Kribbeln, vor allem an Zunge und Lippenbereich. Die Sprache ist verwaschen, Sch√ľttelfrost und Muskelzuckungen

sind Vorboten eines drohenden generalisierten Krampfanfalls. Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck ist erhöht und eine Rötung der Haut tritt auf.

Bei fortschreitender Überdosierung kommt es zu einer zunehmenden Funktionsstörung des Hirnstammes mit den Symptomen Atemdepression und Koma bis hin zum Tod.

Ein Blutdruckabfall ist häufig das erste Zeichen eines toxischen Effekts auf das kardiovaskuläre System. Die Hypotension wird hauptsächlich durch eine Hemmung bzw. Blockade der kardialen Reizleitung verursacht. Die toxischen Wirkungen sind jedoch klinisch von relativ untergeordneter Bedeutung.

Notfallmaßnahmen und Gegenmittel

werden durch den behandelnden Arzt entsprechend den Krankheitszeichen sofort eingeleitet werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Die möglichen Nebenwirkungen nach Anwendung von Xylocitin-loc 1 % 10 ml entsprechen weitgehend denen anderer Lokalanästhetika vom Säureamid-Typ.

Unerw√ľnschte Wirkungen f√ľr den gesamten K√∂rper k√∂nnen bei h√∂heren Blutspiegeln auftreten (√ľber 5 bis 10 ¬Ķg Lidocain pro ml) und betreffen das Zentralnerven- und das Herz-Kreislauf-System.

Bei Blutspiegeln, wie sie bei regelrechter Anwendung im Allgemeinen erreicht werden, wird der Blutdruck in der Regel nur gering von Xylocitin-loc 1 % 10 ml beeinflusst.

Ein Blutdruckabfall kann ein erstes Zeichen f√ľr eine relative √úberdosierung im Sinne einer herzsch√§digenden Wirkung sein.

Die Ausl√∂sung eines schweren Fieberanfalls (maligne Hyperthermie) ist, wie bei anderen Lokalan√§sthetika, auch f√ľr Lidocainhydrochlorid 1 H2O nicht auszuschlie√üen. Im Allgemeinen wird jedoch der Einsatz von Lidocainhydrochlorid 1 H2O bei Patienten mit einer solchen Erkrankung in der Vorgeschichte f√ľr sicher gehalten, auch wenn √ľber das Auftreten einer malignen Hyperthermie bei einem Patienten, der Lidocainhydrochlorid 1 H2O zur Epiduralan√§sthesie (Periduralan√§sthesie) erhalten hatte, berichtet wurde.

Allergische Reaktionen auf Xylocitin-loc 1 % 10 ml in Form von Juckreiz, Schwellung des Gewebes durch Wassereinlagerung, Verkrampfungen der Atemwege oder eines Atemnotsyndroms sowie Kreislaufreaktionen werden gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen) beschrieben.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Ampulle und dem Umkarton nach ‚Äěverw. bis:‚Äú bzw. ‚Äěverwendbar bis:‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Ampullen in der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z. B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Xylocitin-loc 1 % 10 ml enthält

  • Der Wirkstoff ist: Lidocainhydrochlorid 1 H2O. Eine Ampulle enth√§lt 10 ml Injektionsl√∂sung.
    1 ml Injektionslösung enthält 10 mg Lidocainhydrochlorid 1 H2O.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid, Natriumhydroxid, Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Wie Xylocitin-loc 1 % 10 ml aussieht und Inhalt der Packung

Xylocitin-loc 1 % 10 ml ist eine klare, farblose Fl√ľssigkeit (Injektionsl√∂sung) in 10-ml-Klarglas- Ampullen.

Xylocitin-loc 1 % 10 ml ist in Packungen mit 5 Ampullen zu je 10 ml Injektionslösung und 10 Ampullen zu je 10 ml Injektionslösung erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller mibe GmbH Arzneimittel

M√ľnchener Stra√üe 15 06796 Brehna

Tel.: 034954/247-0

Fax: 034954/247-100

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Februar 2020.

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Zuletzt aktualisiert: 04.07.2022

Quelle: Xylocitin-loc 1 % 10 ml - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Lidocain
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Zulassungsdatum 03.12.1999
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden