Wirkstoff(e) Ethinylestradiol Levonorgestrel
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Pfizer Pharma PFE GmbH
BetÀubungsmittel Nein
ATC Code G03AA07
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Hormonelle Kontrazeptiva zur systemischen Anwendung

Zulassungsinhaber

Pfizer Pharma PFE GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Femigoa ist ein Arzneimittel zur SchwangerschaftsverhĂŒtung („Pille“). Jede Tablette enthĂ€lt eine geringe Menge zweier verschiedener weiblicher Geschlechtshormone, und zwar Levonorgestrel und Ethinylestradiol.

„Pillen“, die zwei Hormone enthalten, werden als „Kombinationspillen“ bezeichnet. Femigoa wird auch als niedrigdosierte „Pille“ bezeichnet, weil sie nur eine geringe Menge von Hormonen enthĂ€lt.

Was ist zu beachten, wenn keine Blutung wÀhrend der 7-tÀgigen Einnahmepause auftritt?

Wenn Sie alle Tabletten ordnungsgemĂ€ĂŸ eingenommen haben, nicht erbrochen oder schweren

Durchfall gehabt und keine anderen Arzneimittel eingenommen haben, ist eine Schwangerschaft sehr unwahrscheinlich.

Wenn die Einnahme jedoch vor der ersten ausgebliebenen Abbruchblutung nicht vorschriftsmĂ€ĂŸig erfolgt ist oder wenn die Blutung in zwei aufeinanderfolgenden Zyklen ausbleibt, kann es sein, dass Sie schwanger sind. Sie sollten dann unverzĂŒglich Ihren Arzt aufsuchen, da vor einer weiteren Einnahme der „Pille“ eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden muss.

Beginnen Sie erst mit einer neuen Blisterpackung, wenn Sie sicher sind, dass Sie nicht schwanger sind.

Einnahme von Femigoa zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/ angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/ anzuwenden. Informieren Sie auch jeden anderen Arzt oder Zahnarzt, der Ihnen andere Arzneimittel verschreibt (oder den Apotheker), dass Sie Femigoa einnehmen. Diese können Ihnen sagen, ob Sie zusĂ€tzliche nicht-hormonale empfĂ€ngnisverhĂŒtende Vorsichtsmaßnahmen anwenden mĂŒssen (z. B. ein Kondome) und, falls ja, wie lange.

Einige Arzneimittel können einen Einfluss auf die Blutspiegel von Femigoa haben und zu einer Minderung der empfĂ€ngnisverhĂŒtenden Wirksamkeit von Femigoa oder zu unerwarteten Blutungen fĂŒhren.

Dazu gehören

  • Arzneimittel zur Behandlung von:

    • gastrointestinalen Bewegungsstörungen (z. B. Metoclopramid)
    • Epilepsie (z. B. Primidon, Phenytoin, Barbiturate, Carbamazepin, Oxcarbazepin, Topiramat oder Felbamat)
    • Tuberkulose (z. B. Rifampicin, Rifabutin)
    • HIV- und Hepatitis C-Virus-Infektionen (sog. Proteaseinhibitoren und nicht- nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren wie Ritonavir, Nevirapin, Indinavir)
    • Pilzinfektionen (z. B. Griseofulvin, Azolantimykotika z. B. Itraconazol, Voriconazol, Fluconazol)
    • bakteriellen Infektionen (Makrolidantibiotika, z. B. Clarithromycin, Erythromycin)
    • bestimmten Herzerkrankungen, hohem Blutdruck (z. B. Atorvastatin und Kalziumkanalblocker wie Verapamil, Diltiazem)
    • Arthritis, Arthrosis (Etoricoxib)
    • Störung des Nervensystems (Narkolepsie, z. B. Modafinil)
    • Schmerzen und Fieber (Paracetamol)
  • AscorbinsĂ€ure (ein Konservierungsmittel, auch bekannt als Vitamin C)
  • das pflanzliche Heilmittel Johanniskraut

Die gleichzeitige Einnahme der „Pille“ und des Antibiotikums Troleandomycin kann das Risiko eines Gallenstaus (Cholestase) erhöhen.

Femigoa kann die Wirksamkeit oder die VertrÀglichkeit bestimmter anderer Arzneimittel beeinflussen, z. B.

  • Arzneimittel, die Ciclosporin enthalten
  • das Antiepileptikum Lamotrigin (dies könnte zu einer erhöhten HĂ€ufigkeit von KrampfanfĂ€llen fĂŒhren)
  • Melatonin
  • Tizanidin
  • bestimmte Benzodiazepine (Beruhigungsmittel, z. B. Lorazepam, Diazepam)
  • Theophyllin (ein Mittel zur Behandlung von Asthma)
  • Glukokortikoide (z. B. Cortison)
  • Clofibrat (ein Mittel zur Senkung der Blutfette)
  • Paracetamol (ein Mittel gegen Schmerzen und Fieber)
  • Morphin (ein sehr starkes Schmerzmittel)

Bei Diabetikerinnen (Frauen mit Zuckerkrankheit) kann sich der Bedarf an blutzuckersenkenden Mitteln (z. B. Insulin) verÀndern.

Wenden Sie Femigoa nicht an, wenn Sie Hepatitis C haben und Arzneimittel einnehmen, die Ombitasvir/ Paritaprevir/ Ritonavir, Dasabuvir, Glecaprevir/ Pibrentasvir und Sofosbuvir/ Velpatasvir/ Voxilaprevir enthalten, da diese Arzneimittel zu erhöhten Leberfunktionswerten bei Bluttests fĂŒhren können (erhöhte ALT-Leberenzyme).

Ihr Arzt wird Ihnen eine andere Art der VerhĂŒtung empfehlen, bevor die Therapie mit diesen Arzneimitteln gestartet wird.

Ca. 2 Wochen nach Behandlungsende kann Femigoa wieder angewendet werden (siehe Abschnitt „Femigoa darf nicht angewendet werden“).

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Einnahme von Femigoa zusammen mit Nahrungsmitteln und GetrÀnken

Femigoa kann zusammen mit oder ohne Nahrungsmittel eingenommen werden, wenn notwendig mit etwas Wasser. Femigoa sollte nicht zusammen mit Grapefruitsaft eingenommen werden.

Labortests

Hormonale VerhĂŒtungsmittel können die Ergebnisse bestimmter Labortests beeinflussen. Informieren Sie daher Ihren Arzt oder das Laborpersonal, dass Sie die „Pille“ einnehmen, wenn bei Ihnen ein Bluttest durchgefĂŒhrt werden muss.

Schwangerschaft und Stillzeit

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Allgemeine Hinweise

Bitte lesen Sie die Informationen zu Blutgerinnseln in Abschnitt 2, bevor Sie mit der Anwendung von Femigoa beginnen. Es ist besonders wichtig, die Informationen zu den Symptomen eines Blutgerinnsels zu lesen (siehe Abschnitt 2, „Blutgerinnsel“).

Bevor Sie Femigoa anwenden, wird Ihr behandelnder Arzt Sie sorgfĂ€ltig zu Ihrer Krankengeschichte und zu der Ihrer nahen Verwandten befragen. Der Arzt wird Ihren Blutdruck messen und, abhĂ€ngig von Ihrer persönlichen Situation, weitere Untersuchungen durchfĂŒhren.

In dieser Gebrauchsinformation sind verschiedene FĂ€lle beschrieben, bei deren Auftreten Sie Femigoa absetzen sollten oder bei denen die ZuverlĂ€ssigkeit von Femigoa herabgesetzt sein kann. In diesen FĂ€llen sollten Sie entweder keinen Geschlechtsverkehr haben oder zusĂ€tzliche nicht-hormonale VerhĂŒtungsmethoden anwenden (z. B. ein Kondom) oder eine andere Barrieremethode. Wenden Sie aber keine Kalender- oder Temperaturmethoden an. Diese Methoden können versagen, weil Femigoa die monatlichen Schwankungen der Körpertemperatur und des GebĂ€rmutterhalsschleims verĂ€ndert.

Sie sollten sich alle 6 Monate, mindestens aber einmal jÀhrlich, allgemeinÀrztlich und frauenÀrztlich untersuchen lassen.

Wie alle hormonalen EmpfĂ€ngnisverhĂŒtungsmittel bietet Femigoa keinerlei Schutz vor einer HIV-Infektion (AIDS) oder anderen sexuell ĂŒbertragbaren Krankheiten.

Femigoa darf nicht angewendet werden

Femigoa darf nicht angewendet werden, wenn einer der nachstehend aufgefĂŒhrten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn einer der nachstehend aufgefĂŒhrten Punkte auf Sie zutrifft, mĂŒssen Sie dies Ihrem Arzt mitteilen. Ihr Arzt wird dann mit Ihnen besprechen, welche andere Form der EmpfĂ€ngnisverhĂŒtung fĂŒr Sie besser geeignet ist.

  • wenn Sie den Verdacht oder die Gewissheit haben, schwanger zu sein
  • wenn Sie ein Blutgerinnsel in einem BlutgefĂ€ĂŸ der Beine (tiefe Beinvenenthrombose), der Lunge (Lungenembolie) oder eines anderen Organs haben (oder in der Vergangenheit hatten)
  • wenn bei Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Störung der Blutgerinnung leiden – beispielsweise Protein-C-Mangel, Protein-S-Mangel, Antithrombin-III-Mangel, Faktor-V- Leiden oder Antiphospholipid-Antikörper oder andere mit Thromboseneigung einhergehende Gerinnungsstörungen des Blutes, Herzklappenerkrankung oder Herzrhythmusstörung
  • wenn Sie operiert werden mĂŒssen oder lĂ€ngere Zeit bettlĂ€gerig sind (siehe Abschnitt „Blutgerinnsel“)
  • wenn mehrere Risikofaktoren auf Sie zutreffen ist das Risiko fĂŒr die Ausbildung eines Blutgerinnsels hoch (siehe Abschnitt „Blutgerinnsel“)
  • wenn Sie jemals einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten
  • wenn Sie eine Angina pectoris (eine Erkrankung, die schwere Brustschmerzen verursacht und ein erstes Anzeichen auf einen Herzinfarkt sein kann) oder eine transitorische ischĂ€mische Attacke (vorĂŒbergehende Symptome eines Schlaganfalls wie Sehstörungen oder MuskellĂ€hmung) haben (oder in der Vergangenheit hatten)
  • wenn Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden, die das Risiko fĂŒr ein Blutgerinnselin einer Arterie erhöhen können:

    • schwerer Diabetes mellitus mit SchĂ€digung der BlutgefĂ€ĂŸe
    • sehr hoher Bluthochdruck (stĂ€ndig ĂŒber 140/90 mmHg)
    • sehr hoher Blutfettspiegel (Cholesterin oder Triglyceride)
    • eine Krankheit, die als HyperhomocysteinĂ€mie bekannt ist
  • wenn Sie rauchen (siehe auch Abschnitt 2 „Blutgerinnsel“)
  • wenn Sie an einer bestimmten Form von MigrĂ€ne (sog. „MigrĂ€ne mit Aura“) leiden (oder in der Vergangenheit gelitten haben)
  • wenn Kopfschmerzen ungewohnt hĂ€ufig, anhaltend oder stark auftreten, bzw. Sie plötzliche Empfindungs-, Wahrnehmungs- (Seh-, Hörstörungen) oder Bewegungsstörungen, insbesondere LĂ€hmungen haben (mögliche erste Anzeichen eines Schlaganfalls)
  • bei bestehender oder vorausgegangener EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse, wenn diese mit einer schweren Fettstoffwechselstörung einhergeht
  • bei schweren bestehenden oder vorausgegangenen Lebererkrankungen, solange sich Ihre Leberwerte im Blut nicht wieder normalisiert haben oder wenn bei Ihnen ein erhöhter Blutgehalt an gelbbraunem Gallenfarbstoff (Bilirubin) durch Störung der Ausscheidung in die Galle (Dubin-Johnson- oder Rotor-Syndrom) festgestellt wurde
  • wenn sich Ihre Haut oder das Augenweiß gelb verfĂ€rben, Ihr Urin braun und Ihr Stuhlgang sehr hell wird (sog. Gelbsucht)
  • bei bestehenden oder vorausgegangenen LebergeschwĂŒlsten (gutartig oder bösartig)
  • bei bestehendem oder vorausgegangenem Brustkrebs oder Krebs der GebĂ€rmutterschleimhaut oder des GebĂ€rmutterhalses bzw. Verdacht darauf
  • bei jeglichen ungeklĂ€rten Blutungen aus der Scheide
  • wenn Ihre Monatsblutung ausbleibt, möglicherweise durch ErnĂ€hrung oder körperliche BetĂ€tigung bedingt
  • wenn Sie Hepatitis C haben und Arzneimittel einnehmen, die Ombitasvir/ Paritaprevir/ Ritonavir, Dasabuvir, Glecaprevir/ Pibrentasvir und Sofosbuvir/ Velpatasvir/ Voxilaprevir enthalten (siehe auch Abschnitt „Einnahme von Femigoa zusammen mit anderen Arzneimitteln“)
  • wenn Sie allergisch gegen Levonorgestrel, Ethinylestradiol oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Dies kann Jucken, Ausschlag oder Schwellungen verursachen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Femigoa einnehmen.

Wann besondere Vorsicht bei der Einnahme von Femigoa erforderlich ist

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind, dĂŒrfen Sie Femigoa nicht einnehmen. Falls Sie wĂ€hrend der Einnahme von Femigoa schwanger werden, mĂŒssen Sie die Einnahme von Femigoa sofort beenden und Ihren Arzt aufsuchen. Wenn Sie schwanger werden möchten, können Sie Femigoa jederzeit absetzen (siehe auch Abschnitt 3 „Wenn Sie die Einnahme von Femigoa abbrechen wollen“).

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Stillzeit

Frauen sollten Femigoa nicht in der Stillzeit anwenden, außer nach Anweisung des Arztes. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen und die „Pille“ einnehmen möchten.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Es gibt keine Hinweise, dass die Einnahme von Femigoa einen Einfluss auf die VerkehrstĂŒchtigkeit und das Bedienen von Maschinen hat.

Femigoa enthÀlt Lactose und Sucrose

Bitte nehmen Sie Femigoa erst nach RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer UnvertrĂ€glichkeit gegenĂŒber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Femigoa einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Bei bekannter oder vermuteter Schwangerschaft darf die Einnahme von Femigoa nicht begonnen oder fortgesetzt werden.

Jede Blisterpackung enthÀlt 21 Tabletten. Nehmen Sie die Tabletten in der auf der Folie vorgegebenen Reihenfolge ein.

Nehmen Sie 1 Tablette Femigoa tĂ€glich fĂŒr 21 Tage, ggf. zusammen mit etwas Wasser ein. DrĂŒcken Sie die erste Tablette an der Stelle der Blisterpackung heraus, die mit dem entsprechenden Wochentag gekennzeichnet ist (z. B. „So” fĂŒr Sonntag). Die Einnahme der Tabletten sollte jeden Tag etwa zur gleichen Zeit erfolgen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie die Tabletten nĂŒchtern oder zu den Mahlzeiten einnehmen. Durch den Aufdruck der Wochentage auf der Blisterpackung kann jeden Tag kontrolliert werden, ob die Tablette fĂŒr diesen Tag bereits eingenommen wurde.

Nachdem Sie alle 21 Tabletten eingenommen haben, folgt eine 7-tÀgige Einnahmepause. Ihre Monatsblutung (Abbruchblutung) wird wÀhrend dieser 7 Tage beginnen, normalerweise 2 bis 3 Tage nach Einnahme der letzten Femigoa Tablette.

Beginnen Sie mit der Einnahme aus der nÀchsten Blisterpackung am Tag nach der 7-tÀgigen Einnahmepause, auch dann, wenn Ihre Blutung anhÀlt. Dies bedeutet zum einen, dass Sie immer am gleichen Wochentag mit der neuen Blisterpackung beginnen, und zum anderen, dass Ihre Entzugsblutung jeden Monat an den gleichen Tagen auftreten sollte.

Holen Sie die Einnahme der letzten vergessenen Tablette so schnell wie möglich nach, auch wenn dies bedeutet, dass Sie 2 Tabletten zur gleichen Zeit einnehmen mĂŒssen. Die folgenden Tabletten nehmen Sie dann wieder zur gewohnten Zeit ein. Anstatt danach mit der Einnahmepause fortzufahren, beginnen Sie direkt mit der Einnahme der Tabletten aus der nĂ€chsten Blisterpackung. Höchstwahrscheinlich kommt es dann erst am Ende der zweiten Blisterpackung zu einer Abbruchblutung, jedoch treten möglicherweise leichte oder menstruationsĂ€hnliche Blutungen wĂ€hrend der Einnahme aus der zweiten Blisterpackung auf.

Oder

Sie können die Einnahme der Tabletten aus der aktuellen Blisterpackung auch sofort abbrechen und nach einer einnahmefreien Pause von nicht mehr als 7 Tagen (der Tag, an dem die „Pille“ vergessen wurde, muss mitgezĂ€hlt werden!) direkt mit der Einnahme aus der nĂ€chsten Blisterpackung beginnen. Wenn Sie mit der Einnahme aus der neuen Blisterpackung an Ihrem gewohnten Wochentag beginnen möchten, können Sie die einnahmefreie Pause entsprechend verkĂŒrzen.

Sie haben mehr als 1 Tablette in der aktuellen Blisterpackung vergessen:

Wenn Sie die Einnahme von mehr als 1 Tablette Femigoa in der aktuellen Blisterpackung vergessen haben, ist der EmpfÀngnisschutz nicht mehr sicher gegeben.

Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft ist umso höher, je mehr Tabletten Sie vergessen haben und je nÀher dies zeitlich an der normalen einnahmefreien Pause liegt. Bis zum Auftreten

der nĂ€chsten ĂŒblichen Entzugsblutung sollte eine zusĂ€tzliche nicht-hormonale Methode zur EmpfĂ€ngnisverhĂŒtung angewendet werden (z. B. ein Kondom). Wenn nach Aufbrauchen der aktuellen Blisterpackung in der ersten normalen einnahmefreien Pause keine Blutung auftritt, sind Sie möglicherweise schwanger. In diesem Fall mĂŒssen Sie Ihren Arzt aufsuchen, bevor Sie eine neue Blisterpackung anfangen.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Wenn bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten, insbesondere wenn diese schwerwiegend und anhaltend sind, oder wenn sich Ihr Gesundheitszustand verĂ€ndert, und Sie dieses auf Femigoa zurĂŒckfĂŒhren, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

Alle Frauen, die kombinierte hormonale Kontrazeptiva anwenden, haben ein erhöhtes Risiko fĂŒr Blutgerinnsel in den Venen (venöse Thromboembolie) oder Arterien (arterielle Thromboembolie), gutartige Lebertumoren, zellulĂ€re VerĂ€nderungen des GebĂ€rmutterhalses, GebĂ€rmutterhalskrebs und Brustkrebs. Weitere Einzelheiten zu den verschiedenen Risiken im Zusammenhang mit der Anwendung kombinierter hormonaler Kontrazeptiva siehe Abschnitt 2 „Was sollten Sie vor der Einnahme von Femigoa beachten?“.

Sie sollten umgehend Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie eines der folgenden Symptome eines Angioödems an sich bemerken: Schwellungen von Gesicht, Zunge und/ oder Rachen und/ oder Schluckbeschwerden oder Hautausschlag möglicherweise zusammen mit Atembeschwerden (siehe auch den Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Die Anwendung von „Pillen“, die die gleichen Wirkstoffe wie Femigoa enthalten, ist am hĂ€ufigsten mit den Nebenwirkungen Kopfschmerzen (einschließlich MigrĂ€ne), Schmier- und Zwischenblutungen verbunden.

Sehr hÀufige Nebenwirkungen (mehr als 1 von 10 Anwenderinnen kann betroffen sein):

Weitere mögliche Nebenwirkungen, die bei Anwendung dieser „Pillen“ auftreten können, sind:

HĂ€ufige Nebenwirkungen (bis zu 1 von 10 Anwenderinnen kann betroffen sein):

  • Stimmungsschwankungen, depressive Stimmungslage
  • Änderung des Geschlechtstriebs
  • NervositĂ€t, Benommenheit, Schwindel
  • Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen
  • Akne
  • Brustschmerzen, Empfindlichkeit der Brust, BrustdrĂŒsensekretion, schmerzhafte Monatsblutungen, Änderungen der StĂ€rke der Monatsblutung, vermehrter Ausfluss aus der Scheide, Ausbleiben der Monatsblutung
  • FlĂŒssigkeitseinlagerung im Gewebe
  • GewichtsverĂ€nderungen (Zunahme oder Abnahme)
  • EntzĂŒndungen der Scheide, einschließlich Pilzbefall (Candidiasis)

Gelegentliche Nebenwirkungen (bis zu 1 von 100 Anwenderinnen kann betroffen sein):

  • Änderung des Appetits (Zunahme oder Abnahme), verminderte FĂ€higkeit zum Abbau von Traubenzucker (Glucoseintoleranz)
  • BauchkrĂ€mpfe, BlĂ€hungen, Durchfall
  • Hautausschlag, gelblich braune Flecken auf der Haut (Chloasma) möglicherweise bleibend, vermehrte Körper- und Gesichtsbehaarung, Haarausfall, Nesselsucht (Juckreiz)
  • BrustvergrĂ¶ĂŸerung
  • Blutdruckerhöhung, VerĂ€nderungen der Blutfettspiegel

Seltene Nebenwirkungen (bis zu 1 von 1.000 Anwenderinnen kann betroffen sein):

  • Allergische Reaktionen, auch sehr schwere mit Atem- und Kreislaufsymptomen, schmerzhafte Haut- und Schleimhautschwellungen (Angioödem)
  • KontaktlinsenunvertrĂ€glichkeit
  • GesundheitsschĂ€dliche Blutgerinnselin einer Vene oder Arterie, z. B.:

  • durch Gallestau verursachte Gelbsucht
  • Knotenrose (Erythema nodosum), schwerer Hautausschlag (Erythema multiforme)
  • Abnahme der FolsĂ€urespiegel im Blut (die FolsĂ€urespiegel können durch die „Pille“ vermindert sein. Im Falle einer Schwangerschaft, die kurz nach Absetzen der „Pille“ eintritt, können erniedrigte FolsĂ€urespiegel von Bedeutung sein).

Sehr seltene Nebenwirkungen (weniger als 1 von 10.000 Anwenderinnen kann betroffen sein):

Leberzellkrebs

Die Wahrscheinlichkeit fĂŒr ein Blutgerinnsel kann erhöht sein, wenn Sie an anderen Erkrankungen leiden, die dieses Risiko erhöhen (weitere Informationen zu den Erkrankungen,

die das Risiko fĂŒr ein Blutgerinnsel erhöhen und die Symptome eines Blutgerinnsels siehe Abschnitt 2).

Die folgenden schweren Nebenwirkungen wurden etwas hĂ€ufiger bei Frauen, die die „Pille“ einnehmen, berichtet, allerdings ist ungeklĂ€rt, ob diese Erhöhung der HĂ€ufigkeit durch die Anwendung ausgelöst wird (siehe auch Abschnitt 2 „Wann besondere Vorsicht bei der Einnahme von Femigoa erforderlich ist“).

Auch die nachfolgenden Erkrankungen wurden mit der „Pille“ in Verbindung gebracht:

  • SehnerventzĂŒndung (kann zu teilweisem oder vollstĂ€ndigem Verlust des Sehvermögens fĂŒhren)
  • Blutgerinnselbildung in den NetzhautgefĂ€ĂŸen des Auges
  • vermehrte Krampfaderbildung
  • BauchspeicheldrĂŒsenentzĂŒndung mit einer schweren Fettstoffwechselstörung
  • EntzĂŒndung des Dickdarms
  • Gallenblasenerkrankung (Verschlechterung einer bestehenden Erkrankung oder erstmaliges Auftreten), einschließlich Gallensteine
  • Verschlechterung einer Depression
  • Chronisch-entzĂŒndliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Epilepsie
  • MigrĂ€ne
  • Endometriose (mit Symptomen sehr schmerzhafter Monatsblutungen)
  • gutartige GebĂ€rmuttertumore
  • Porphyrie (eine Stoffwechselerkrankung, die Bauchschmerzen und neurologische Störungen hervorruft)
  • systemischer Lupus erythematodes (bei dem körpereigene Organe und Gewebe vom Immunsystem angegriffen und geschĂ€digt werden)
  • Herpes in der spĂ€ten Schwangerschaft
  • Chorea Minor (Sydenham’sche Chorea; schnelle, unwillkĂŒrliche zuckende oder ruckartige Bewegungen)
  • hĂ€molytisch-urĂ€misches Syndrom (eine Erkrankung, die nach durch E. coli-Bakterien ausgelösten Durchfall auftritt)
  • Gelbsucht, z. B. durch Leberprobleme ausgelöst
  • eine Form der Schwerhörigkeit (Otosklerose).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht ĂŒber 25 °C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals ĂŒber das Abwasser (z. B. nicht ĂŒber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Femigoa enthÀlt

Die Wirkstoffe sind Levonorgestrel und Ethinylestradiol.

Jede ĂŒberzogene Tablette enthĂ€lt 150 Mikrogramm Levonorgestrel und 30 Mikrogramm Ethinylestradiol.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose-Monohydrat, MaisstÀrke, Povidon K25, Povidon K90, Magnesiumstearat, Talkum, Sucrose (Saccharose), Macrogol 6000, Calciumcarbonat, Glycerol 85 %, Montanglycolwachs, Titandioxid (E 171), Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172).

Wie Femigoa aussieht und Inhalt der Packung

Femigoa ist in Packungen mit 1 x 21, 3 x 21 und 6 x 21 beigefarbenen ĂŒberzogenen Tabletten erhĂ€ltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

PFIZER PHARMA PFE GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 0800 8535555

Fax: 0800 8545555

Pfizer Ireland Pharmaceuticals

Little Connell

Newbridge, Co. Kildare

Irland

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im MĂ€rz 2020.

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Zuletzt aktualisiert: 11.01.2023

Quelle: Femigoa - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Ethinylestradiol Levonorgestrel
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden