Gemedac 38 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

Abbildung Gemedac 38 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
Wirkstoff(e) Gemcitabin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Medac Gesellschaft f√ľr klinische Spezialpr√§parate m.b.H.
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 03.02.2009
ATC Code L01BC05
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Antimetaboliten

Zulassungsinhaber

Medac Gesellschaft f√ľr klinische Spezialpr√§parate m.b.H.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Gemedac geh√∂rt zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die ‚ÄěZytostatika‚Äú genannt werden. Diese

Arzneimittel zerstören sich teilende Zellen, einschließlich Krebszellen.

Gemedac kann abhängig von der Krebsart alleine oder in Kombination mit anderen Zytostatika gegeben werden.

Gemedac wird bei Erwachsenen zur Behandlung von folgenden Krebsarten angewendet:

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Gemedac darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Gemcitabin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Gemedac anwenden. Bei Ihnen werden vor der ersten Infusion Blutuntersuchungen durchgef√ľhrt um zu √ľberpr√ľfen, ob Ihre Nieren- und Leberfunktion ausreichend sind. Vor jeder Infusion werden Blutuntersuchungen durchgef√ľhrt um zu √ľberpr√ľfen, ob Sie gen√ľgend Blutzellen haben, um Gemedac zu erhalten. Ihr Arzt wird m√∂glicherweise die Dosis √§ndern oder die Behandlung unterbrechen, sofern es Ihr Allgemeinzustand erfordert und wenn Ihre Blutzellwerte zu niedrig sind. Es werden regelm√§√üig Blutuntersuchungen durchgef√ľhrt, um Ihre Nieren- und Leberfunktion zu √ľberpr√ľfen.

Bitte teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie

  • eine Lebererkrankung, Herz- oder Gef√§√üerkrankung haben oder zuvor hatten.
  • k√ľrzlich eine Strahlentherapie hatten oder eine solche Therapie bei Ihnen geplant ist.
  • k√ľrzlich geimpft wurden.
  • w√§hrend der Behandlung mit diesem Arzneimittel Symptome, wie etwa Kopfschmerzen mit Verwirrtheit, Kr√§mpfen oder Sehst√∂rungen, entwickeln. Dies k√∂nnte auf eine sehr seltene Nebenwirkung auf das Nervensystem zur√ľckzuf√ľhren sein, die als posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom bezeichnet wird.
  • Atemprobleme bekommen, sich sehr schwach f√ľhlen oder sehr blass werden. Dies k√∂nnen Anzeichen f√ľr Nierenversagen oder Lungenprobleme sein.
  • eine allgemeine Schwellung, Kurzatmigkeit oder Gewichtszunahme entwickeln, da diese Anzeichen f√ľr das Austreten von Fl√ľssigkeit aus den Blutgef√§√üen in das umliegende Gewebe sein k√∂nnten.

Kinder und Jugendliche

Dieses Arzneimittel ist nicht zur Anwendung bei Kindern unter 18 Jahren empfohlen, da f√ľr diese Altersgruppe unzureichende Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen.

Anwendung von Gemedac zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Die Anwendung von Gemedac sollte während der Schwangerschaft vermieden werden. Ihr Arzt wird mit Ihnen das mögliche Risiko einer Anwendung von Gemedac während der Schwangerschaft besprechen.

Stillzeit
Wenn Sie stillen, sagen Sie es Ihrem Arzt.

Wenn Sie mit Gemedac behandelt werden, d√ľrfen Sie nicht stillen.

Fortpflanzungsfähigkeit
M√§nnern wird empfohlen, w√§hrend der Behandlung mit Gemedac und bis zu 6 Monate danach kein Kind zu zeugen. Wenn Sie w√§hrend der Behandlung oder bis zu 6 Monaten danach ein Kind zeugen wollen, lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. M√∂glicherweise sollten Sie sich vor Behandlungsbeginn √ľber die M√∂glichkeit der Spermaeinlagerung beraten lassen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Gemedac kann dazu f√ľhren, dass Sie sich m√ľde f√ľhlen, insbesondere im Zusammenwirken mit Alkohol. F√ľhren Sie kein Fahrzeug oder bedienen Sie keine Maschinen, bis Sie sicher sind, dass Sie die Behandlung mit Gemedac nicht m√ľde macht.

Gemedac enthält Natrium

200 mg und 1.000 mg Durchstechflasche

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Durchstechflasche, d.h., es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

1.500 mg Durchstechflasche

Dieses Arzneimittel enth√§lt 26,3 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Durchstechflasche. Dies entspricht 1,3 % der f√ľr einen Erwachsenen empfohlenen maximalen t√§glichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

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Wie wird es angewendet?

Die empfohlene Dosis Gemedac betr√§gt 1.000 ‚Äď 1.250 mg pro Quadratmeter Ihrer K√∂rperoberfl√§che. Ihre K√∂rpergr√∂√üe und Gewicht werden gemessen, um Ihre K√∂rperoberfl√§che zu berechnen. Ihr Arzt wird die K√∂rperoberfl√§che verwenden, um die richtige Dosis f√ľr Sie zu berechnen. Die Dosis wird m√∂glicherweise in Abh√§ngigkeit von Ihren Blutzellzahlen und Ihrem Allgemeinzustand angepasst oder die Behandlung verschoben.

Wie h√§ufig Sie Ihre Gemedac-Infusion erhalten, h√§ngt von der Krebsart ab, f√ľr die Sie behandelt werden.

Ein Krankenhausapotheker oder ein Arzt wird das Gemedac-Pulver auflösen, bevor es Ihnen gegeben wird.

Sie werden Gemedac immer als Infusion in eine Ihrer Venen erhalten. Die Infusion dauert etwa 30 Minuten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Sie m√ľssen Ihren Arzt sofort informieren, wenn Sie Folgendes bei sich bemerken:

  • Eine K√∂rpertemperatur von 38¬į C oder h√∂her, Schwitzen oder andere Anzeichen einer Infektion (weil Sie dann m√∂glicherweise weniger wei√üe Blutzellen als normal haben, in Zusammenhang mit Fieber wird dies als febrile Neutropenie bezeichnet) (h√§ufig).
  • Bluten des Zahnfleisches, aus der Nase oder des Mundes oder eine andere Blutung, die nicht zum
    Stillstand kommt, einen r√∂tlichen oder rosafarbenen Urin oder unerwartete Bluterg√ľsse (weil Sie dann m√∂glicherweise weniger Blutpl√§ttchen haben als normal ‚Äď auch als Thrombozytopenie bekannt) (sehr h√§ufig).
  • Atemnot (Dyspnoe). Eine leichte Atemnot unmittelbar nach der Gemedac-Infusion ist sehr h√§ufig, die aber rasch abklingt, allerdings kann dies gelegentlich oder selten ein Anzeichen f√ľr schwerere Lungenprobleme sein (Lungen√∂dem/interstitielle Pneumonitis/Atemnotsyndrom beim Erwachsenen).
  • Kurzatmigkeit, √ľberm√§√üige M√ľdigkeit, Schwellungen an den Beinen (k√∂nnen Anzeichen f√ľr Herzversagen sein) (gelegentlich).
  • Extreme M√ľdigkeit und Schw√§che, Purpura oder kleine Blutungen in der Haut (Bluterg√ľsse), geringe Urinausscheidung oder keine Urinausscheidung (akute Niereninsuffizienz) und Anzeichen einer Infektion. Dabei kann es sich um Merkmale einer thrombotischen Mikroangiopathie

(Gerinnsel, die sich in kleinen Blutgefäßen bilden) und eines hämatolytisch-urämischen Syndroms handeln, die tödlich sein können (sehr selten).

  • L√§hmungen im Gesicht und den Gliedma√üen (meist einseitig), Sehst√∂rungen, Sprechst√∂rungen, Taubheitsgef√ľhl (k√∂nnen Anzeichen f√ľr einen Schlaganfall sein) (gelegentlich).
  • Gelbf√§rbung der Haut/des wei√üen Teils des Auges, √úbelkeit, Erm√ľdung, Durchfall, Orientierungslosigkeit (k√∂nnen Anzeichen f√ľr schweren Leberschaden, einschlie√ülich Leberversagen sein) (gelegentlich).
  • Schwere Brustschmerzen, Herzattacke (Herzinfarkt) (selten).
  • Schwere √úberempfindlichkeitsreaktion/allergische Reaktion mit Hautausschlag, einschlie√ülich R√∂tung und Jucken der Haut, Anschwellen von H√§nden, F√ľ√üen, Kn√∂cheln, Gesicht, Lippen, Mund und Rachen (was zu Schluck- oder Atembeschwerden f√ľhren kann), Pfeifatmung, schnellem Herzschlag und dem Gef√ľhl, in Ohnmacht zu fallen (anaphylaktoide Reaktion) (sehr selten).
  • Allgemeine Schwellung, Kurzatmigkeit oder Gewichtszunahme, da diese ein Anzeichen f√ľr das Austreten von Fl√ľssigkeit aus den Blutgef√§√üen in das umliegende Gewebe sein k√∂nnte (Kapillarlecksyndrom) (sehr selten).
  • Kopfschmerzen mit Sehst√∂rungen, Verwirrtheit oder Kr√§mpfen (k√∂nnen Anzeichen f√ľr ein posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom sein) (sehr selten).

Nebenwirkungen von Gemedac können sein:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • M√ľdigkeit, wenn Sie sich schwach f√ľhlen, rasch in Atemnot geraten oder blass aussehen (k√∂nnen Anzeichen f√ľr An√§mie sein)
  • Niedrige Anzahl wei√üer Blutzellen (Leukopenie)
  • Erbrechen
  • √úbelkeit
  • Allergischer Hautauschlag, h√§ufig juckend
  • Haarausfall (Alopezie)
  • Ver√§nderung von Leberwerten: Blutwerte au√üerhalb des Normbereichs
  • Blut im Urin (H√§maturie)
  • Von der Norm abweichender Urintest: Protein im Urin (Proteinurie)
  • Grippe√§hnliche Symptome einschlie√ülich Fieber. Die h√§ufigsten Symptome sind Fieber, Kopfschmerzen, Sch√ľttelfrost, Muskelschmerzen, Schw√§che und Appetitlosigkeit. Von Husten, laufender Nase, Unwohlsein, Schwitzen und Schlafst√∂rungen wurde ebenfalls berichtet.
  • Schwellung der Kn√∂chel, Finger, F√ľ√üe, des Gesichts (√Ėdeme)

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Verminderter Appetit (Anorexie)
  • Kopfschmerzen
  • Schlaflosigkeit
  • Schl√§frigkeit
  • Husten
  • Laufende Nase (Rhinitis)
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Schmerzen, R√∂tung, Schwellung oder Wundsein im Mund (Stomatitis)
  • Juckreiz
  • Schwitzen
  • Muskelschmerzen (Myalgie)
  • R√ľckenschmerzen
  • Fieber
  • Schw√§che (Asthenie)
  • Sch√ľttelfrost

Infektionen

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • Keuchen (Bronchospasmen)
  • Von der Norm abweichende R√∂ntgenaufnahme/Computertomographie der Brust (Vernarbung der Lunge)
  • Unregelm√§√üiger Herzschlag (Arrhythmie)
  • Schw√§che, Kurzatmigkeit, Verwirrtheit, Lethargie (k√∂nnen Anzeichen f√ľr Nierenversagen sein)

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Schwere Hautreaktionen, einschlie√ülich Abschuppung und Blasenbildung
  • Hautgeschw√ľre
  • Blasenbildung und wunde Stellen auf der Haut
  • Abschuppung der Haut
  • Reaktionen an der Injektionsstelle, haupts√§chlich leichten Grades
  • Probleme mit der Durchblutung der Gliedma√üen. Wenn dies schwer ist und lange andauert, k√∂nnen die H√§nde oder F√ľ√üe absterben und schwarz werden (Gangr√§n)
  • Entz√ľndung der Blutgef√§√üe (periphere Vaskulitis)
  • Hautausschlag √§hnlich einem schweren Sonnenbrand, der auf der Haut auftreten kann, die vorher einer Strahlentherapie ausgesetzt war (Radiation Recall)
  • Vernarbung der Lungenbl√§schen, verbunden mit einer Strahlentherapie (Strahlentoxizit√§t)

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

  • Erh√∂hte Anzahl von Blutpl√§ttchen (Thrombozytose)
  • Schwerer Hautausschlag mit Juckreiz, Blasenbildung oder Absch√§len der Haut (Stevens-Johnson- Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse)
  • Entz√ľndung der inneren Auskleidung des Dickdarms, verursacht durch eine verminderte Blutversorgung (isch√§mische Kolitis)
  • Gerinnsel, die sich in kleinen Blutgef√§√üen bilden (thrombotische Mikroangiopathie)

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

  • Wenn Bakterien und ihre Giftstoffe im Blut zirkulieren und beginnen, die Organe zu sch√§digen (Sepsis)
  • Hautr√∂tung mit Schwellungen (Pseudocellulitis)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden.

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Zubereitete Lösung:

Das Produkt sollte unverz√ľglich verwendet werden. Wenn es, wie angegeben, zubereitet wird, ist die chemische und physikalische Stabilit√§t der zubereiteten Gemcitabin-L√∂sung f√ľr 35 Tage bei 25 ¬įC belegt. Weitere Verd√ľnnungen durch medizinisches Fachpersonal k√∂nnen vorgenommen werden. Zubereitete Gemcitabin-L√∂sungen d√ľrfen nicht gek√ľhlt aufbewahrt werden, da eine Ausf√§llung auftreten kann.

Das Arzneimittel ist zur Einmalanwendung bestimmt. Nicht verwendete Lösung ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.

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Weitere Informationen

Was Gemedac enthält

  • Der Wirkstoff ist Gemcitabin. Jede Durchstechflasche enth√§lt 200, 1.000 oder 1.500 mg Gemcitabin (als Gemcitabinhydrochlorid).
  • Die sonstigen Bestandteile sind Mannitol (E421), Natriumacetat-Trihydrat, Salzs√§ure und Natriumhydroxid.

Wie Gemedac aussieht und Inhalt der Packung

Gemedac ist ein weißes bis weißliches Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung in einer Durchstechflasche. Jede Durchstechflasche enthält 200, 1.000 oder 1.500 mg Gemcitabin. Jede Packung von Gemedac enthält 1 Durchstechflasche.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

medac

Gesellschaft f√ľr klinische Spezialpr√§parate mbH Theaterstr. 6

22880 Wedel

Deutschland

Tel.: +49 (0)4103 8006-0 Fax: +49 (0)4103 8006-100

Mitvertrieb:

medipolis Produktion GmbH & Co. KG Spitzweidenweg 17 ‚Äď 19

07743 Jena

Deutschland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

DeutschlandGemedac 38 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
LitauenGemcitabine medac 38 mg/ml milteliai infuziniam tirpalui
SlowakeiGemcitabine medac 38 mg/ml pr√°sok na inf√ļzny roztok
Vereinigtes KönigreichGemcitabine medac 38 mg/ml powder for solution for infusion

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Dezember 2018.

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Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Besondere Vorsichtsma√ünahmen f√ľr die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Rekonstitution:

Nur zum einmaligen Gebrauch.

F√ľr dieses Arzneimittel wurde nur die Kompatibilit√§t mit 0,9%iger (9 mg/ml) Natriumchlorid- Injektionsl√∂sung nachgewiesen. Demnach sollte nur dieses L√∂sungsmittel zur Rekonstitution verwendet werden. Die Kompatibilit√§t mit anderen Wirkstoffen wurde nicht untersucht. Daher wird empfohlen, dieses Arzneimittel nach der Rekonstitution nicht mit anderen Wirkstoffen zu mischen.

Die Rekonstitution von Konzentrationen von mehr als 38 mg/ml kann dazu f√ľhren, dass sich das Pulver nicht vollst√§ndig aufl√∂st, und sollte daher vermieden werden.

Zur Rekonstitution langsam das entsprechende Volumen 0,9%ige (9 mg/ml) Natriumchlorid- Injektionsl√∂sung hinzugeben (wie in der untenstehenden Tabelle angegeben) und sch√ľtteln, damit sich das Pulver aufl√∂st.

Packungsgr√∂√üeHinzuzuf√ľgende Menge 0,9%ige (9 mg/ml) Natriumchlorid- Injektionsl√∂sungRekonstituierte MengeEndkonzentration
200 mg5 ml5,26 ml38 mg/ml
1.000 mg25 ml26,3 ml38 mg/ml
1.500 mg37,5 ml39,5 ml38 mg/ml

Die entsprechende Menge dieses Arzneimittels kann mit 0,9%iger (9 mg/ml) Natriumchlorid- Injektionsl√∂sung weiter verd√ľnnt werden.

Parenterale Arzneimittel sollten vor der Anwendung visuell auf Schwebstoffe und Verf√§rbung √ľberpr√ľft werden, sofern L√∂sung und Beh√§ltnis dies erlauben.

Nicht verbrauchte Lösung ist, wie unten beschrieben, zu entsorgen.

Richtlinien zur sicheren Handhabung zytotoxischer Arzneimittel:

Die nationalen Richtlinien √ľber die sichere Zubereitung und Handhabung zytotoxischer Arzneimittel sind zu befolgen. Schwangere Mitarbeiterinnen m√ľssen den Umgang mit zytotoxischen Zubereitungen vermeiden. Die Zubereitung von injizierbaren L√∂sungen zytotoxischer Substanzen muss durch speziell ausgebildetes Personal mit Kenntnis der verwendeten Arzneimittel erfolgen. Dies sollte in einem daf√ľr vorgesehenen Bereich geschehen. Die Arbeitsoberfl√§che muss mit saugf√§higem, einseitig kunststoffbeschichtetem Einwegpapier abgedeckt sein.

Es muss geeignete Schutzkleidung getragen werden, d.h. Schutzbrillen, Einmal-Handschuhe, Schutzmaske und Einmal-Sch√ľrze. Es ist darauf zu achten, dass das Produkt nicht versehentlich mit den Augen in Kontakt kommt. Im Falle einer versehentlichen Kontamination sind die Augen sofort gr√ľndlich mit Wasser zu sp√ľlen.

Spritzen und Infusionsbestecke sollten sorgf√§ltig zusammengesetzt werden, um ein Auslaufen zu verhindern (die Verwendung von Luer-Lock-Anschl√ľssen wird empfohlen). Es wird empfohlen, Nadeln mit gro√üem Durchmesser zu verwenden, um den Druck zu vermindern und die m√∂gliche Bildung von Aerosolen zu verhindern. Die Gefahr f√ľr Letzteres kann auch durch die Verwendung einer Entl√ľftungsnadel verringert werden.

F√ľr das Aufwischen von versch√ľttetem oder ausgelaufenem Produkt sind Schutzhandschuhe zu tragen. Exkremente und Erbrochenes m√ľssen mit Vorsicht behandelt werden.

Entsorgung:

Materialien, die zur Rekonstitution dieses Arzneimittels verwendet wurden, m√ľssen mit angemessener Sorgfalt und Vorsicht entsorgt werden. Nicht verwendete Trockensubstanz oder kontaminiertes Material ist in einem Beutel f√ľr Hochrisikoabf√§lle zu entsorgen. Scharfe Gegenst√§nde (Nadeln, Spritzen, Durchstechflaschen usw.) sind in einem geeigneten festen Beh√§ltnis zu entsorgen. Mitarbeiter, die f√ľr das Sammeln und Entsorgen dieses Abfalls zust√§ndig sind, m√ľssen sich der Gefahren bewusst sein. Abfallmaterial ist zu verbrennen. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

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Wirkstoff(e) Gemcitabin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Medac Gesellschaft f√ľr klinische Spezialpr√§parate m.b.H.
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 03.02.2009
ATC Code L01BC05
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Antimetaboliten

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden