Deflamat 50 mg - Kapseln

Abbildung Deflamat 50 mg - Kapseln
Wirkstoff(e) Diclofenac
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Glenwood GmbH Pharmazeutische Erzeugnisse
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 07.07.1987
ATC Code M01AB05
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika

Zulassungsinhaber

Glenwood GmbH Pharmazeutische Erzeugnisse

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Deflamat 2 % - Gel Diclofenac Glenwood GmbH Pharmazeutische Erzeugnisse
Voltaren Emulgel - Gel Diclofenac Novartis Pharma GmbH
Diclofenac Genericon 50 mg Filmtabletten Diclofenac Genericon Pharma GmbH
Dolpasse retard 100 mg - Filmtabletten Diclofenac Fresenius Kabi Austria GmbH
Tratul 120 mg - Suppositorien Diclofenac G.L. Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Deflamat ist in Form von 50 mg - Kapseln erhältlich, und jede Kapsel enthält 50 mg Diclofenac-Natrium als Wirkstoff.

Diclofenac geh√∂rt zu einer Klasse von Arzneimitteln, die man als nicht-steroidale Anti-Rheumatika (NSAR) bezeichnet. Diclofenac wirkt entz√ľndungshemmend, schmerzlindernd und fiebersenkend. Dadurch kommt es zu einer deutlichen Besserung rheumatischer Beschwerden wie Ruheschmerz, Bewegungsschmerz, Morgensteifigkeit, Schwellungen der Gelenke und in der Zunahme der Funktionst√ľchtigkeit; sowie auch bei Schwellungen und Schmerzen nach operativen Eingriffen oder Verletzungen.

Deflamat 50 mg kann zur Behandlung der folgenden Schmerzzustände angewendet werden:

  • Schmerzhafte Entz√ľndungs- und Schwellungszust√§nde bei rheumatischen Erkrankungen der Gelenke
  • Schmerzen nach Verletzungen, wie z.B. nach Verstauchungen
  • schmerzhafte Entz√ľndungen und Schwellungen nach operativen Eingriffen, wie z.B. nach zahn√§rztlichen oder orthop√§dischen Eingriffen
  • Schmerzen bei Gichtanf√§llen
  • schmerzhafte Wirbels√§ulensyndrome
  • Weichteilrheumatismus
  • als unterst√ľtzende Therapie bei akuten Schmerzen durch Entz√ľndungen (z.B. Angina, Mittelohrentz√ľndung, Eierstockentz√ľndung), jedoch nur zus√§tzlich zu einer Behandlung der Grundkrankheit.

Fieber allein ist kein Anwendungsgrund.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Deflamat 50 mg darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch gegen Diclofenac-Natrium oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie glauben, dass Sie möglicherweise gegen Diclofenac- Natrium, Aspirin, Ibuprofen oder andere nichtsteroidale Antirheumatika oder gegen irgendwelche anderen Bestandteile von Deflamat 50 mg allergisch sind. Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion sind unter anderem Anschwellen von Gesicht und Mund (Angioödem), Atemprobleme, Schmerzen im Brustkorb, laufende Nase, Hautausschlag oder jede andere allergische Reaktion.
  • wenn Sie in der Vergangenheit mit Asthmaanf√§llen, Schwellung der Nasenschleimh√§ute oder Hautreaktionen nach der Einnahme von Acetylsalicyls√§ure oder anderen NSARs reagiert haben.
  • bei ungekl√§rten Blutbildungsst√∂rungen, Knochenmarkssch√§digungen.
  • bei bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen Magen/Zw√∂lffingerdarm- Geschw√ľren (peptischen Ulzera) oder Blutungen (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Geschw√ľre oder Blutungen).
  • wenn Sie eine Magen-Darm-Blutung oder einen Magen-Darm-Durchbruch (Perforation), hervorgerufen durch eine vorangegangene NSARs-Behandlung, in der Vorgeschichte haben.
  • wenn Sie unter Hirnblutungen (zerebrovaskul√§ren Blutungen) oder unter anderen akuten Blutungsst√∂rungen leiden.
  • bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsst√∂rungen.
  • wenn Sie an schwerer Herzschw√§che leiden.
  • wenn bei Ihnen eine Herzkrankheit und/oder Hirngef√§√ükrankheit festgestellt wurde, z. B. wenn Sie einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder einen kleinen Schlaganfall (transitorische isch√§mische Attacke, TIA) hatten oder wenn bei Ihnen Verstopfungen der Adern zum Herzen oder Gehirn vorliegen oder Sie sich einer Operation zur Beseitigung oder Umgehung dieser Verstopfungen unterziehen mussten.
  • wenn Sie Probleme mit Ihrem Blutkreislauf haben oder hatten (periphere arterielle Verschlusskrankheit).
  • wenn Sie sich in den letzten drei Monaten einer Schwangerschaft befinden.

Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren d√ľrfen Deflamat 50 mg nicht einnehmen, da der Wirkstoffgehalt zu hoch ist.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Deflamat 50 mg einnehmen.

Bevor Sie Diclofenac erhalten, informieren Sie Ihren Arzt,

Allgemein:

Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie Deflamat 50 mg nur unter bestimmten Bedingungen (d.h. in gr√∂√üeren Abst√§nden oder in verminderter Dosis oder unter √§rztlicher Kontrolle) mit besonderer Vorsicht einnehmen d√ľrfen. Befragen Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie nicht sicher sind. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen fr√ľher einmal zutrafen.

Da Deflamat 50 mg Zeichen und Beschwerden einer Infektion, einschlie√ülich Fieber, unterdr√ľcken kann, sollte es bei Patienten mit Infektionsrisiko vorsichtig angewendet werden. Sollten bei Ihnen Zeichen einer

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Infektion (z.B. Rötung, Schwellung, Hitze, Schmerz und Fieber) auftreten oder sich verschlechtern, informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt.

Nebenwirkungen k√∂nnen minimiert werden, wenn die niedrigste wirksame Dosis √ľber den k√ľrzesten notwendigen Zeitraum angewendet wird.

√Ąltere Patienten (ab 65 Jahren)

Aus allgemeinen medizinischen Gr√ľnden ist bei √§lteren Patienten Vorsicht geboten. Es wird empfohlen, dass bei √§lteren Patienten, die gebrechlich sind oder ein geringes K√∂rpergewicht haben, die niedrigste wirksame Dosis eingesetzt wird. √Ąltere Patienten haben eine erh√∂hte H√§ufigkeit von unerw√ľnschten Reaktionen auf NSARs, insbesondere von gastrointestinalen Blutungen und Durchbr√ľchen, die t√∂dlich verlaufen k√∂nnen.

Bei älteren Patienten ist eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich.

Magen-Darm-Trakt: Sicherheit

Die Verabreichung von Diclofenac in Kombination mit NSARs (nichtsteroidale entz√ľndungshemmende Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen oder arthritischen Zust√§nden) einschlie√ülich Zyklooxygenase- 2-selektiven Inhibitoren sollte vermieden werden.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich vor Kurzem einem operativen Eingriff des Magens oder des Darms unterzogen haben oder vorhaben, sich einem operativen Eingriff des Magens oder des Darms zu unterziehen, bevor Sie Deflamat 50 mg einnehmen, da Deflamat 50 mg in manchen Fällen die Wundheilung Ihres Darms nach einem operativen Eingriff verschlechtern kann.

Blutungen, Geschw√ľre, Durchbr√ľche

Es liegen Berichte √ľber Blutungen im Magen-Darm-Trakt, Geschw√ľre und Durchbr√ľche vor, die auch t√∂dlich verlaufen k√∂nnen; sie k√∂nnen jederzeit w√§hrend einer NSAR-Behandlung auftreten, mit Warnanzeichen oder ohne Warnanzeichen sowie mit oder ohne Vorgeschichte von schwerwiegenden Ereignissen im Magen-Darm-Trakt. Sie haben im Allgemeinen bei √§lteren Patienten schwerwiegendere Folgen. Daher ist bei diesen Patienten eine engmaschige medizinische √úberwachung unbedingt erforderlich und besondere Vorsicht geboten.

Das Risiko f√ľr das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen, Geschw√ľren und Durchbr√ľchen ist gr√∂√üer, je

h√∂her die NSAR-Dosis ist und bei Patienten mit Geschw√ľren in der Vorgeschichte, insbesondere mit

Komplikationen, die Blutung oder Durchbruch mit sich bringen (siehe unter Abschnitt 2 ‚ÄěDeflamat 50 mg d√ľrfen nicht eingenommen werden‚Äú), sowie bei √§lteren Patienten. Um das Risiko von Nebenwirkungen im

Magen-Darm-Trakt zu verringern, sollten Sie die niedrigste wirksame Dosis einnehmen. In diesem Fall oder wenn Sie Acetylsalicyls√§ure in einer niedrigen Dosis oder andere Arzneimittel mit Risiko f√ľr den Magen-Darm-Trakt einnehmen, sollte eine Kombinationsbehandlung mit Magenschutzpr√§paraten (z.B. Misoprostol und Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen und die Behandlung mit der niedrigsten verf√ľgbaren Dosierung begonnen werden.

Wenn Sie bereits Schädigungen im Magen-Darm-Trakt in der Vorgeschichte haben, insbesondere wenn Sie bereits älter sind, sollten Sie jede außergewöhnliche Beschwerde im Magen Ihrem Arzt berichten, insbesondere am Anfang der Behandlung.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Ihr Risiko f√ľr Geschw√ľre oder Blutungen erh√∂hen k√∂nnten, wie z.B. systemische Corticosteroide, Antikoagulantien wie Warfarin, Marcoumar, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, die unter anderem zur Behandlung von

depressiven Verstimmungen eingesetzt werden oder Acetylsalicylsäure zur Vorbeugung einer Thrombose

(Blutgerinnsel in einem Gef√§√ü) (siehe Abschnitt 2 ‚ÄěEinnahme von Deflamat 50 mg zusammen mit anderen

Arzneimitteln“).

Wenn bei Patienten unter einer Diclofenac-Behandlung Blutungen oder Geschw√ľre im Magen-Darm-Trakt auftreten, sollte die Behandlung abgebrochen werden.

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Wenn Sie Magen-Darm-Erkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) in der Vorgeschichte haben, sollten NSARs mit Vorsicht angewendet werden, sodass es zu keiner Verschlechterung der Erkrankung kommt. Eine engmaschige medizinische √úberwachung ist notwendig.

Herz und Gefäße: Sicherheit

Wenn Sie einen hohen Blutdruck haben und/oder unter einer leichten bis schweren Herzschw√§che leiden, sollten Sie mit Ihrem Arzt R√ľcksprache halten und angemessen kontrolliert werden, da Fl√ľssigkeitseinlagerungen und √Ėdeme in Verbindung mit einer NSAR-Therapie berichtet wurden.

Die Anwendung von Arzneimitteln wie Deflamat 50 mg k√∂nnte mit einem geringf√ľgig erh√∂hten Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein. Jedes Risiko steigt mit der H√∂he der Dosierung und Dauer der Anwendung. Steigern Sie daher nicht die Ihnen empfohlene Dosierung und/oder Behandlungsdauer.

Wenn Sie Probleme mit dem Herzen haben, schon einen Schlaganfall hatten oder denken, dass bei Ihnen ein erh√∂htes Risiko f√ľr diese Umst√§nde vorliegt (wie z.B.: Bluthochdruck, Diabetes, erh√∂hte Cholesterinwerte oder wenn Sie Raucher sind), sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker √ľber diese Behandlung sprechen.

Hautreaktionen

Es liegen Berichte √ľber sehr seltene F√§lle von schweren, mitunter auch t√∂dlich verlaufenden Hautreaktionen

mit R√∂tung und Blasenbildung, einschlie√ülich der exfoliativen Dermatitis, Stevens-Johnson Syndrom und toxischer epidermaler Nekrolyse (Lyell‚Äôs Syndrom) vor. Das Risiko f√ľr derartige Reaktionen ist zu Beginn

der Behandlung am höchsten, da diese Reaktionen in der Mehrzahl der Fälle im ersten Behandlungsmonat auftraten. Deflamat 50 mg sollte beim ersten Anzeichen von Hautreaktionen, Schleimhautschädigung oder irgendwelchen Überempfindlichkeitsreaktionen abgesetzt und der Arzt muss sofort aufgesucht werden.

Hepatische Wirkungen

Vorsicht ist besonders geboten (Besprechung mit dem Arzt oder Apotheker) vor Beginn einer Behandlung von Patienten mit Leberfunktionsst√∂rungen, da sich ihr Zustand unter der Behandlung mit Diclofenac verschlechtern k√∂nnte. Sollten Deflamat 50 mg √ľber einen l√§ngeren Zeitraum oder wiederholt eingenommen werden, ist als Vorsichtsma√ünahme eine regelm√§√üige √úberwachung der Leberfunktion angebracht. Wenn klinisch Anzeichen f√ľr eine Lebererkrankung festgestellt werden, sollten Deflamat 50 mg sofort abgesetzt werden.

Falls Sie unter einer hepatischen Porphyrie (einer Störung bei der Bildung des roten Blutfarbstoffs) leiden, kann die Einnahme von Deflamat 50 mg eine Attacke auslösen.

Eingeschränkte Herz- und Nierenfunktion

Besondere Vorsicht ist geboten,

  • wenn Sie unter einer eingeschr√§nkten Herz- und Nierenfunktion leiden,
  • einen erh√∂hten Blutdruck haben,
  • wenn Sie mit Diuretika behandelt werden,
  • wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die die Nierenfunktion beeintr√§chtigen,
  • wenn Sie vor oder nach einer gro√üen Operation stehen,
  • und bei √§lteren Patienten.

Deflamat 50 mg kann vor√ľbergehend die Anlagerung der Blutpl√§ttchen im Rahmen der Blutgerinnung hemmen. Patienten mit einer Gerinnungsst√∂rung sollten daher sorgf√§ltig √ľberwacht werden.

Bei Einnahme von Deflamat 50 mg vor operativen Eingriffen ist der Arzt oder Zahnarzt zu befragen bzw. zu informieren.

Wenn Sie gleichzeitig mit Deflamat 50 mg auch Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung oder zur Senkung des Blutzuckers einnehmen, sollten vorsichtshalber der Gerinnungsstatus bzw. die Blutzuckerwerte kontrolliert werden.

Atemwegserkrankungen und Allergien

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Wenn Sie fr√ľher unter Atemwegserkrankungen, Allergien oder Schwellungen der Nasenschleimhaut gelitten haben, ist die Gefahr von Asthmaanf√§llen oder Fl√ľssigkeitseinlagerungen (√Ėdeme) h√∂her als bei anderen Patienten. In diesem Fall werden besondere Vorsichtsma√ünahmen (Notfallbereitschaft) empfohlen.

Dies gilt auch, wenn Sie auf andere Arzneimittel allergisch reagieren, z.B. mit Hautbeschwerden, Juckreiz oder Nesselsucht.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Diclofenac Patienten, die unter Bronchialasthma leiden verabreicht wird, da sich die Beschwerden verschlechtern können.

Sonstige Vorsichtsmaßnahmen

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Deflamat 50 mg ist erforderlich

  • bei bestimmten angeborenen Blutbildungsst√∂rungen (induzierbaren Porphyrien)
  • bei bestimmten Krankheiten, die durch Reaktion des Immunsystems gegen k√∂rpereigenes Gewebe bedingt sind (systemischem Lupus erythematodes und Mischkollagenosen)

Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich

  • bei vorgesch√§digter Niere
  • bei schweren Leberfunktionsst√∂rungen
  • direkt nach gr√∂√üeren chirurgischen Eingriffen
  • bei Allergien (wie Hautreaktionen auf andere Arzneimittel, Asthma, Heuschnupfen), chronischer Schwellung der Nasenschleimhaut, chronischen Atemwegserkrankungen mit Einengung der Atemwege

Schwere akute √úberempfindlichkeitsreaktionen (zum Beispiel anaphylaktischer Schock) werden sehr selten beobachtet. Bei ersten Anzeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion nach Einnahme von Deflamat 50 mg muss die Behandlung abgebrochen werden. Dem Beschwerdebild entsprechende, medizinisch erforderliche Ma√ünahmen m√ľssen durch fachkundige Personen eingeleitet werden.

Sonstige Hinweise

Bei länger dauernder Gabe von Deflamat 50 mg ist eine regelmäßige Kontrolle der Leberwerte, der Nierenfunktion sowie des Blutbildes erforderlich.

Bei l√§ngerem Gebrauch von Schmerzmitteln k√∂nnen Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erh√∂hte Dosen des Arzneimittels behandelt werden d√ľrfen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie trotz der Einnahme von Deflamat 50 mg h√§ufig unter Kopfschmerzen leiden!

Die gewohnheitsm√§√üige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere solche, bei denen mehrere schmerzstillende Wirkstoffe kombiniert sind, kann zu einer dauerhaften Nierensch√§digung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) f√ľhren.

Einnahme von Deflamat 50 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Arzneistoffgruppen kann bei gleichzeitiger Einnahme von Deflamat 50 mg beeinflusst werden.

Andere NSARs einschließlich Salicylate:

Die gleichzeitige Anwendung von Diclofenac mit anderen NSARs wird nicht empfohlen, da das Risiko f√ľr Geschw√ľre oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt erh√∂ht sein kann.

Digoxin, Phenytoin, Lithium:

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Die gleichzeitige Anwendung von Deflamat 50 mg und Digoxin (Arzneimittel zur Stärkung der Herzkraft), Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen) oder Lithium (Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Störungen) kann die Konzentration dieser Arzneimittel im Blut erhöhen. Eine Kontrolle der Serum-Lithium-Spiegel ist nötig. Die Überwachung der Serum-Digoxin- und Serum-Phenytoin-Spiegel wird empfohlen.

Diuretika, ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Antagonisten:

NSARs können die Wirkung von Diuretika (entwässernden Arzneimitteln) und anderen Antihypertonika (blutdrucksenkenden Arzneimitteln) abschwächen.

Bei gleichzeitiger Anwendung kann weiterhin das Risiko f√ľr das Auftreten einer Nierenfunktionsst√∂rung erh√∂ht sein.

Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschr√§nkt ist (z.B. bei dehydrierten Patienten oder bei √§lteren Patienten mit beeintr√§chtigter Nierenfunktion), kann die gleichzeitige Verabreichung eines ACE-Hemmers oder von Angiotensin-II-Antagonisten (Arzneimittel zur Behandlung von Herzschw√§che und zur Blutdrucksenkung) und Substanzen, welche die Cyclooxygenase hemmen, eine weitere Verschlechterung der Nierenfunktion bewirken, einschlie√ülich eines m√∂glichen akuten Nierenversagens, das meist reversibel ist. Aus diesem Grunde sollte eine derartige Kombination, insbesondere bei √§lteren Patienten, mit Vorsicht verabreicht werden. Die Patienten sollten ausreichend mit Fl√ľssigkeit versorgt werden. Au√üerdem sollte die Kontrolle der Nierenfunktion und des Blutdruckes nach Beginn der Begleitbehandlung und danach in regelm√§√üigen Abst√§nden in Betracht gezogen werden.

Die gleichzeitige Gabe von Deflamat 50 mg und kaliumsparenden Diuretika (bestimmten Arzneimitteln zur Entw√§sserung) kann zu einer Erh√∂hung der Kaliumkonzentration im Blut f√ľhren. Eine Kontrolle des Kalium-Spiegels wird daher empfohlen.

Corticosteroide:

Die gleichzeitige Verabreichung kann das Risiko von Geschw√ľren oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt erh√∂hen.

Bestimmte Antidepressiva (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs)):

Die gleichzeitige Verabreichung kann das Risiko von Blutungen im Magen-Darm-Trakt erhöhen.

Antidiabetika:

Vereinzelt wurde √ľber eine Beeinflussung des Blutzuckerspiegels nach Gabe von Diclofenac berichtet, die bei Diabetikern eine Dosisanpassung der blutzuckersenkenden (antidiabetischen) Medikation erforderte. Daher wird bei einer gleichzeitigen Einnahme dieser Arzneimittel empfohlen, den Blutzuckerspiegel genau zu kontrollieren.

Methotrexat:

Die Gabe von Deflamat 50 mg innerhalb von 24 Stunden vor oder nach der Gabe von Methotrexat kann zu einer erh√∂hten Konzentration von Methotrexat und einer Verst√§rkung seiner unerw√ľnschten Wirkungen f√ľhren.

Cyclosporin

Nichtsteroidale entz√ľndungshemmende Arzneimittel (wie Diclofenac) k√∂nnen die nierensch√§digende Wirkung von Cyclosporin (Mittel, das zur Verhinderung von Transplantatabsto√üungen, das aber auch in der Rheumabehandlung eingesetzt wird) verst√§rken.

Thrombozytenaggregationshemmer und Antikoagulantien:

NSARs k√∂nnen die Wirkung von Gerinnungshemmern, wie zum Beispiel Warfarin, Marcoumar und Thrombozytenaggregationshemmern, wie Acetylsalicyls√§ure, verst√§rken. Die gleichzeitige Einnahme kann das Risiko von Magen-Darm-Blutungen erh√∂hen. Es wird empfohlen, Patienten, die gleichzeitig Diclofenac und Antikoagulantien erhalten, engmaschig zu √ľberwachen.

Probenecid:

Arzneimittel, die Probenecid (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht) enthalten, k√∂nnen die Ausscheidung des Wirkstoffes von Deflamat 50 mg verz√∂gern. Dadurch kann es zu einer Anreicherung des Wirkstoffes von Deflamat 50 mg im K√∂rper mit einer Verst√§rkung seiner unerw√ľnschten Wirkungen kommen.

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Chinolon-Antibiotika:

Vereinzelt wurde √ľber Kr√§mpfe berichtet, die m√∂glicherweise auf die gleichzeitige Einnahme von Chinolon-Antibiotika und Diclofenac zur√ľckzuf√ľhren sind.

Colestipol und Cholestyramin:

Diese Arzneimittel k√∂nnen zu einer verz√∂gerten und verminderten Aufnahme von Diclofenac f√ľhren. Diclofenac sollte deshalb mindestens eine Stunde vor oder 4 bis 6 Stunden nach Colestipol oder Cholestyramin eingenommen werden.

Zidovudine:

Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung virusbedingter Infektionen wie HIV (Zidovudine) können das Risiko einer Blutbildveränderung erhöhen.

Bisphosphonate:

Diese Arzneimittel (Behandlung der Osteoporose) könnten das Risiko einer gastrointestinalen Blutung erhöhen bzw. die Nierenfunktion beeinträchtigen, daher wird eine entsprechende Überwachung empfohlen.

Moclobemid:

Moclobemid, ein Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, kann die Wirkung von Diclofenac verstärken.

Tacrolimus:

Tacrolimus, ein Arzneimittel, das verwendet wird, um eine Organabsto√üung nach Transplantationen zu verhindern, kann zu Nierenversagen f√ľhren. Eine Kombination mit Diclofenac ist daher zu vermeiden.

Sulfinpyrazon und Voriconazol:

Wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Voriconazol oder Sulfinpyrazon (sogenannte CYP2C9 Inhibitoren) enthalten, kann es zu einer Anreicherung von Diclofenac im K√∂rper und damit zu einer Verst√§rkung der unerw√ľnschten Wirkungen kommen.

Einnahme von Deflamat 50 mg zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Deflamat 50 mg sollte vorzugsweise vor den Mahlzeiten eingenommen werden.

Während der Anwendung von Deflamat 50 mg sollten Sie keinen Alkohol trinken, da das Zusammenwirken die Verträglichkeit im Magen-Darm-Trakt vermindern kann.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie w√§hrend der Anwendung von Deflamat 50 mg schwanger werden. Nehmen Sie Deflamat 50 mg nicht ein, wenn Sie sich in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft befinden, da dies Ihr ungeborenes Kind sch√§digen oder Probleme bei der Geburt verursachen k√∂nnte. Es kann Nieren- und Herzprobleme bei Ihrem ungeborenen Kind verursachen. Es kann Ihre Blutungsneigung und die Ihres Kindes beeinflussen und dazu f√ľhren, dass der Geburtsvorgang sp√§ter einsetzt oder l√§nger andauert als erwartet. Sie sollten Deflamat 50 mg w√§hrend der ersten 6 Monate der Schwangerschaft nicht einnehmen, sofern es nicht absolut notwendig ist und von Ihrem Arzt empfohlen wird. Wenn Sie w√§hrend dieses Zeitraums behandelt werden m√ľssen oder w√§hrend Sie versuchen

schwanger zu werden, sollte die Dosierung so niedrig wie m√∂glich und √ľber einen so kurzen Zeitraum wie m√∂glich erfolgen. Wenn Sie Deflamat 50 mg ab der 20. Schwangerschaftswoche f√ľr mehr als ein paar Tage einnehmen, kann dies bei Ihrem ungeborenen Kind Nierenprobleme verursachen, was zu einer verringerten Menge des Fruchtwassers, welches Ihr Kind umgibt, f√ľhren kann (Oligohydramnion) oder es kann zur Verengung eines Blutgef√§√ües (Ductus arteriosus) im Herzen Ihres Kindes kommen. Wenn Sie

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l√§nger als ein paar Tage behandelt werden m√ľssen, kann Ihr Arzt eine zus√§tzliche √úberwachung empfehlen.

Stillzeit:

Um unerw√ľnschte Wirkungen auf den S√§ugling zu vermeiden, sollte Diclofenac nicht w√§hrend der Stillzeit eingenommen werden, da Diclofenac und seine Abbauprodukte in geringen Mengen in die Muttermilch √ľbergehen.

Zeugungs-/Gebärfähigkeit:

Wie andere Arzneimittel, die die Prostaglandinsynthese hemmen, kann Deflamat 50 mg es Ihnen erschweren, schwanger zu werden. Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie planen schwanger zu werden oder wenn Sie Probleme haben, schwanger zu werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Deflamat 50 mg enthält Saccharose (67,68 mg)

Bitte nehmen Sie Deflamat 50 mg Kapseln erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter Einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

Deflamat 50 mg Kapseln enthalten Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Kapsel, d.h. es ist nahezu

‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Kapseln werden unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit vor den Mahlzeiten eingenommen.

Da die Dosierung nach Schwere und Art der Erkrankung unterschiedlich ist, muss den Anweisungen des Arztes genau Folge geleistet werden.

Wenn Ihnen Ihr Arzt nichts Anderes empfohlen hat, dann soll die Dosis so niedrig wie möglich und die Einnahmedauer so kurz wie möglich gewählt werden.

Die Tagesdosis wird im Allgemeinen auf zwei Einzelgaben verteilt. Die gew√§hlte Tagesdosis kann je nach Bedarf in verschiedenen Darreichungsformen (z.B. Deflamat Z√§pfchen oder Kapseln) und St√§rken (mit z.B. 50, 75 oder 100 mg Diclofenac) angewendet werden ‚Äď ev. auch mit h√∂herer Dosierung am Abend zur Linderung von n√§chtlichen Schmerzen und Morgensteifigkeit (bis zu einer Gesamttagesdosis an Diclofenac von maximal 150 mg).

Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren:

Die empfohlene Dosis zu Behandlungsbeginn betr√§gt 100-150 mg t√§glich (2 - 3 Deflamat 50 mg ‚Äď Kapseln). In leichteren F√§llen, bei Jugendlichen oder bei l√§ngerer Anwendung sind in der Regel 50 - 100 mg pro Tag (1-2 Deflamat 50 mg ‚Äď Kapseln) ausreichend.

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√Ąltere Personen (ab 65 Jahren):

Bei √§lteren Personen ist wegen eventueller Begleiterkrankungen bzw. Untergewicht besondere Vorsicht angezeigt (siehe auch Abschnitt ‚ÄěDeflamat 50 mg darf nicht eingenommen werden...‚Äú und ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú ).

Insbesondere wird empfohlen, bei älteren und untergewichtigen Personen die niedrigste wirksame Dosis zu verwenden.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren:

Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre sollen keine Deflamat 50 mg ‚Äď Kapseln erhalten.

Ab dem vollendeten 16. Lebensjahr soll Diclofenac m√∂glichst gering dosiert werden. Diclofenac ist daf√ľr in verschiedenen Dosisst√§rken und Darreichungsformen erh√§ltlich.

Leberfunktionsstörungen:

Spezielle Dosierungsempfehlungen wurden nicht untersucht; bei schweren Leberfunktionsstörungen darf

Diclofenac nicht eingenommen werden (siehe Abschnitt ‚ÄěDeflamat 50 mg darf nicht eingenommen werden‚Äú und Abschnitt ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú).

Nierenfunktionsstörungen:

Spezielle Dosierungsempfehlungen wurden nicht untersucht; bei schweren Nierenfunktionsstörungen darf

Diclofenac nicht eingenommen werden (siehe Abschnitt ‚ÄěDeflamat 50 mg darf nicht eingenommen werden‚Äú und Abschnitt ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú).

Wenn Sie eine größere Menge von Deflamat 50 mg eingenommen haben, als Sie sollten:

Als Anzeichen einer Überdosierung können Störungen des Nervensystems wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit bis zur Bewusstlosigkeit und Krampfanfälle auftreten. Des Weiteren kann es zu Ohrensausen, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen kommen. Ferner sind das Auftreten von Magen- /Darmblutungen sowie Funktionsstörungen der Leber und der Nieren, zu niedriger Blutdruck, Störungen der Atmung und bläuliche Hautfärbung durch Sauerstoffmangel möglich.

Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit Diclofenac benachrichtigen Sie bitte sofort einen Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere der √úberdosierung √ľber die gegebenenfalls erforderlichen Ma√ünahmen entscheiden.

Hinweis f√ľr den Arzt: Informationen zur Behandlung einer √úberdosierung mit Diclofenac sind am Ende dieser Gebrauchsinformation zu finden!

Wenn Sie die Einnahme von Deflamat 50 mg vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.Wenn Sie einmal eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese sobald Sie sich daran erinnern. Wenn jedoch fast die Zeit f√ľr die n√§chste Dosis erreicht ist, nehmen Sie einfach diese Dosis zur gewohnten Zeit.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein.

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Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden √ľblicherweise folgende H√§ufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: betrifft mehr als 1 Behandelten von 10

Häufig: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1000

Selten: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Bei den folgenden unerw√ľnschten Arzneimittelwirkungen muss ber√ľcksichtigt werden, dass sie √ľberwiegend dosisabh√§ngig und von Patient zu Patient unterschiedlich sind. Insbesondere das Risiko f√ľr das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen (Magenschleimhautentz√ľndungen, Schleimhautdefekten, Geschw√ľren) ist abh√§ngig vom Dosisbereich und der Anwendungsdauer.

Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Verdauungstrakt.

Magen/Zw√∂lffingerdarm-Geschw√ľre (peptische Ulzera), Durchbr√ľche (Perforationen) oder Blutungen, manchmal t√∂dlich, k√∂nnen auftreten, insbesondere bei √§lteren Patienten (siehe Abschnitt 2: ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú). √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bl√§hungen, Verstopfung,

Verdauungsbeschwerden, Bauchschmerzen, Teerstuhl, Bluterbrechen, geschw√ľrige Entz√ľndung der

Mundschleimhaut (ulzerative Stomatitis), Verschlimmerung von Colitis und Morbus Crohn sind nach

Anwendung berichtet worden (siehe Abschnitt 2: ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú). Weniger h√§ufig wurden Magenschleimhautentz√ľndungen beobachtet.

Wassereinlagerungen (√Ėdeme), Bluthochdruck und Herzinsuffizienz wurden im Zusammenhang mit einer NSAR-Behandlung berichtet.

Die Anwendung von Arzneimitteln wie Deflamat 50 mg k√∂nnte mit einem geringf√ľgig erh√∂hten Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein.

Wenn Sie folgende Nebenwirkung bemerken, informieren Sie sofort Ihren Arzt:

Schmerzen im Brustkorb, die ein Anzeichen f√ľr eine m√∂glicherweise schwerwiegende allergische Reaktion namens Kounis-Syndrom sein k√∂nnen.

Herzerkrankungen

Sehr selten: Herzklopfen, Brustschmerz, Herzschw√§che, Wassereinlagerung (√Ėdeme) und Herzinfarkt.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten: Störungen der Blutbildung (haemolytische und aplastische Anämie, Leukopenie, Agranulozytose, Thrombozytopenie, Panzytopenie).

Erste Anzeichen können sein: Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen. In diesen Fällen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen. Jegliche Selbstbehandlung mit schmerz- oder fiebersenkenden Arzneimitteln sollte unterbleiben. Bei der Langzeitbehandlung sollte das Blutbild regelmäßig kontrolliert werden.

Erkrankungen des Nervensystems

H√§ufig: zentralnerv√∂se St√∂rungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Unruhe. Selten: M√ľdigkeit.

Sehr selten: Schlaganfall, Sensibilitätsstörungen, Störungen der Geschmacksempfindung, Gedächtnisstörungen, Krämpfe und Zittern.

Augenerkrankungen

Sehr selten: Sehstörungen (Verschwommen- oder Doppeltsehen).

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Häufig: Schwindel.

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Sehr selten: Ohrensausen (Tinnitus) und vor√ľbergehende H√∂rst√∂rungen.

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts

Insbesondere bei √§lteren Patienten kann es zu Geschw√ľren, Durchbr√ľchen (Perforationen) oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt kommen, die in manchen F√§llen sogar t√∂dlich sein k√∂nnen.

Häufig: Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, Verdauungsstörungen, Blähungen, Bauchschmerzen, Appetitverlust.

Selten: Gastritis, sowie geringf√ľgige Magen-Darm-Blutverluste, blutiges Erbrechen, Blut im Stuhl oder blutiger Durchfall, Magen- oder Darmgeschw√ľre (unter Umst√§nden mit Blutung und Durchbruch).

Sehr selten: Entz√ľndung der Mundschleimhaut, Entz√ľndung der Zunge, Sch√§digung der Speiser√∂hre (√Ėsophagusl√§sionen), Verstopfung, blutende Dickdarmentz√ľndungen, Verschlechterung eines Morbus Crohn und/oder einer Colitis ulcerosa (bestimmte, mit Geschw√ľren einhergehende Dickdarmentz√ľndungen), Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse, Darmverengung (intestinale Striktur).

Beenden Sie die Anwendung von Deflamat 50 mg ‚Äď Kapseln und sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt, wenn Sie Folgendes beobachten:

  • St√§rkere Schmerzen im Oberbauch, eine Schwarzf√§rbung des Stuhls oder Blut im Stuhl.
  • Leichte Kr√§mpfe und Schmerzempfindlichkeit im Bauch, die kurz nach Beginn der Behandlung mit Deflamat 50 mg ‚Äď Kapseln auftreten, gefolgt von rektalen Blutungen oder blutigem Durchfall, in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach Einsetzen der Bauchschmerzen (H√§ufigkeit nicht bekannt, H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar).

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Selten: √Ėdeme (Wassereinlagerung im K√∂rper), insbesondere bei Patienten mit Bluthochdruck oder eingeschr√§nkter Nierenfunktion.

Sehr selten: Nierengewebssch√§digungen (interstitielle Nephritis, Papillennekrose), die mit akuter Nierenfunktionsst√∂rung (Niereninsuffizienz), Eiwei√ü im Harn (Proteinurie) und/oder Blut im Harn (H√§maturie), nephrotischem Syndrom (Wasseransammlung im K√∂rper [√Ėdeme] und starke Eiwei√üausscheidung im Harn) einhergehen k√∂nnen.

Verminderung der Harnausscheidung, Ansammlung von Wasser im K√∂rper (√Ėdeme) sowie allgemeines Unwohlsein k√∂nnen Ausdruck einer Nierenerkrankung bis hin zum Nierenversagen sein.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Hautausschlag. Selten: Nesselsucht (Urticaria).

Sehr selten: Haarausfall, Juckreiz der Haut, Abschuppung der Haut, Hautausschl√§ge mit R√∂tung (Erytheme, Ekzeme, Exantheme), Licht√ľberempfindlichkeit, kleinfleckige Hautblutungen (Purpura) und schwere Verlaufsformen von Hautreaktionen, einschlie√ülich des Stevens-Johnson-Syndroms und der toxischen epidermalen Nekrolyse (Lyell-Syndrom).

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Sehr selten: Verschlechterung infektionsbedingter Entz√ľndungen (z.B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis) im Zusammenhang mit der Anwendung spezieller entz√ľndungshemmender Arzneimittel (nichtsteroidale antiinflammatorische Arzneimittel), wie Deflamat 50 mg.

Wenn w√§hrend der Anwendung von Deflamat 50 mg Zeichen einer Infektion (z.B. R√∂tung, Schwellung, Hitze, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte daher unverz√ľglich der Arzt zu Rate gezogen werden.

Sehr selten: starke Kopfschmerzen, √úbelkeit, Erbrechen, Fieber, steifer Nacken oder Bewusstseinstr√ľbung (Anzeichen einer aseptischen Meningitis). Ein erh√∂htes Risiko scheint f√ľr Patienten zu bestehen, die bereits an bestimmten Autoimmunerkrankungen (systemischer Lupus erythematodes, Mischkollagenosen) leiden.

Gefäßerkrankungen

Sehr selten: Bluthochdruck, Entz√ľndungen der Blutgef√§√üe (Vaskulitis).

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Atemwegserkrankungen

Selten: Asthma.

Sehr selten: Entz√ľndung der Lunge (Pneumonitis).

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen sind möglich und können sich äußern als Herzjagen, Blutdruckabfall bis zum lebensbedrohlichen Schock.

Sehr selten: √Ėdeme, die sich √§u√üern k√∂nnen als Schwellungen von Gesicht, Zunge und innerem Kehlkopf mit Einengung der Luftwege, Atemnot bis zum Asthmaanfall.

Bei Auftreten einer dieser Beschwerden, die schon bei Erstanwendung des Arzneimittels vorkommen können, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.

In diesen Fällen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen.

Achtung: Wenn w√§hrend der Anwendung von Deflamat 50 mg die oben beschriebenen Beschwerden neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte die Einnahme sofort beendet und unverz√ľglich der Arzt zu Rate gezogen werden.

Leber- und Gallenerkrankungen

Häufig: Erhöhung der Leberenzymwerte im Blut (Serumtransaminasen)

Selten: Leberentz√ľndung [Hepatitis] mit oder ohne Gelbsucht (in Einzelf√§llen sehr schwer verlaufend, auch ohne Voranzeichen).

Sehr selten: Lebernekrose, Leberschäden, insbesondere bei Langzeittherapie. Die Leberwerte sollten daher regelmäßig kontrolliert werden.

Psychiatrische Erkrankungen

Sehr selten: psychotische Reaktionen, Desorientierung, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Depressionen, Angstgef√ľhle, Albtr√§ume.

Wenn w√§hrend der Anwendung von Deflamat 50 mg die oben beschriebenen Anzeichen/Beschwerden auftreten oder sich verschlimmern, sollte die Einnahme sofort beendet und unverz√ľglich ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

√Ėsterreich

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

A-1200 Wien

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25¬į C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

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Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung als ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Deflamat 50 mg ‚Äď Kapseln enthalten

Der Wirkstoff ist Diclofenac-Natrium.

1 Kapsel enthält 50 mg Diclofenac-Natrium. Die sonstigen Bestandteile sind:

Kapselinhalt:

Mikrokristalline Cellulose, Povidon K 25, hochdisperses Siliziumdioxid, Methacrylsäure Ethylacrylat copolymer (1:1), Propylenglycol, Talkum, Saccharose, Maisstärke

Kapselh√ľlle:

Gelatine, Natriumdodecylsulfat, Indigotin (E132), Erythrosin (E127), Titandioxid (E171)

Drucktinte:

Shellack, Propylenglycol und Titandioxid (E171)

Wie Deflamat aussieht und Inhalt der Packung

Deflamat 50 mg ‚Äď Kapseln sind Hartkapseln der Gr√∂√üe 2 zum Einnehmen (dunkelblaues Kapseloberteil, transparentes Kapselunterteil, mit wei√üem Aufdruck ‚ÄěD50‚Äú).

Sie sind in Packungen zu 30 und 50 St√ľck erh√§ltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Zulassungsinhaber:

GLENWOOD GMBH Pharmazeutische Erzeugnisse

Arabellastraße 17

81925 M√ľnchen, Deutschland

Hersteller:

Swiss Caps GmbH

Grassingerstraő≤e 9

83043 Bad Aibling, Deutschland

Z. Nr.: 1-18302

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im September 2022.

Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Informationen zur √úberdosierung von Diclofenac:

Symptome

Es gibt kein charakteristisches klinisches Bild, das aus einer Diclofenac Überdosierung resultiert. Als Symptome einer Überdosierung können Erbrechen, gastrointestinale Blutungen, Diarrhoe, Schwindel,

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Tinnitus oder Konvulsionen auftreten. Bei einer signifikanten Intoxikation sind akutes Nierenversagen und Leberschädigung möglich.

Therapiemaßnahmen

Die Behandlung einer akuten Vergiftung mit NSARs, einschlie√ülich Diclofenac, besteht im Wesentlichen aus unterst√ľtzenden Ma√ünahmen und einer symptomatischen Therapie. Die Behandlung von Komplikationen wie Hypotonie, Niereninsuffizienz, Konvulsionen, gastrointestinalen Reizungen und Atemdepression ist unterst√ľtzend und symptomatisch.

Spezifische Ma√ünahmen wie forcierte Diurese, Dialyse oder H√§moperfusion sind f√ľr die Elimination von NSARs, einschlie√ülich Diclofenac, wegen ihrer hohen Proteinbindung und des extensiven Metabolismus wahrscheinlich nicht hilfreich.

Nach der Einnahme einer potenziell toxischen √úberdosierung kann Aktivkohle als Therapie in Erw√§gung gezogen werden. Bei einer potenziell lebensbedrohlichen √úberdosierung sollte eine Magenentgiftung (z. B. Erbrechen, Magensp√ľlung) durchgef√ľhrt werden.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Deflamat 50 mg - Kapseln - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Diclofenac
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Glenwood GmbH Pharmazeutische Erzeugnisse
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 07.07.1987
ATC Code M01AB05
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden