Wirkstoff(e) Diclofenac Thiamin (Vitamin B1) Pyridoxin (Vitamin B6)
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Merck Gesellschaft mbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 30.12.1988
ATC Code M01AB55
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Merck Gesellschaft mbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Diclofenac Sandoz 150 mg - Retardtabletten Diclofenac Sandoz GmbH
Diclofenac "S.Med" 75 mg/3 ml - Ampullen Diclofenac S.Med Handels GmbH
Diclofenac Genericon 50 mg Filmtabletten Diclofenac Genericon Pharma GmbH
Deflamat 50 mg - Kapseln Diclofenac Glenwood GmbH Pharmazeutische Erzeugnisse
Diclobene rapid 50 mg - Filmtabletten Diclofenac Teva B.V.

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Neurofenac ist ein Kombinationspräparat aus dem Wirkstoff Diclofenac und den Vitaminen B1 und B6. Neurofenac wird eingesetzt zur Behandlung von Schmerzzuständen bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises.

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bevor Sie Neurofenac zu sich nehmen, sprechen Sie bitte mit einem Arzt oder Apotheker. Falls Sie an einer der hier aufgelisteten Beschwerden leiden, darf das Arzneimittel nicht eingenommen werden.

Bevor Sie Neurofenac - Kapseln zu sich nehmen sprechen Sie bitte mit einem Arzt oder Apotheker. Falls Sie an einer der hier aufgelisteten Beschwerden leiden, darf das Arzneimittel nicht eingenommen werden.

Wie wird es angewendet?

Die Dosis beträgt 1-3 Tabletten täglich. Die Tabletten werden mit etwas Wasser, unzerkaut geschluckt.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Häufige Nebenwirkungen sind:

  • √úbelkeit und Erbrechen
  • Durchfall und Magen-Darm-Beschwerden

Hier finden Sie die genaue Auflistung aller Nebenwirkungen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Der Inhalt muss vor Licht gesch√ľtzt werden und darf nicht √ľber 25¬į C gelagert werden. Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Die Kurzinformation

Alle f√ľr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen √úberblick √ľber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus Gr√ľnden der Lesbarkeit bewusst verk√ľrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Neurofenac enthält eine Kombination der Wirkstoffe Diclofenac Natrium, Vitamin B1 und B6.

Diclofenacgehört zur Gruppe der sogenannten nicht steroidalenAnti-Rheumatika (NSAR).

Diclofenac wirkt entz√ľndungshemmend, schmerzlindernd und fiebersenkend.

Die Vitamine B1 und B6 haben f√ľr den geregelten Ablauf des Nervenstoffwechsels besondere Bedeutung. So wie alle Vitamine stellen sie unentbehrliche Nahrungsbestandteile dar, die vom Organismus nicht selbst gebildet werden k√∂nnen.

Die Wirkung der B-Vitamine bei Erkrankungen des Nervensystems beruht auf einem Ausgleich begleitender Vitamin B-Mangelzustände.

Neurofenac wird zur Behandlung folgender Schmerzzustände angewendet:

  • Schmerzhafte Entz√ľndungen und Schwellungen bei rheumatischen Erkrankungen von Gelenken bzw. Wirbels√§ule

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Neurofenac darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch gegen Diclofenac, Thiaminnitrat, Pyridoxinhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn nach der Anwendung von Acetylsalicyls√§ure oder anderen Arzneimitteln gegen Schmerzen oder Rheuma √úberempfindlichkeitsreaktionen wie z.B. juckende Hautausschl√§ge, allergischer Schnupfen oder asthmatische Beschwerden aufgetreten sind oder bei bestehendem Asthmaleiden Anf√§lle von Atemnot ausgel√∂st oder verst√§rkt worden sind.
  • bei aktivem Magen-oder Darmgeschw√ľr, -blutung oder ‚Äďdurchbruch
  • bei wiederkehrenden Magengeschw√ľren oder -blutungen (zwei- oder mehrmals ein/e Magen-oder Darmgeschw√ľr oder -blutung in der Vorgeschichte).
  • wenn nach der Einnahme eines NSAR-Schmerzmittels bzw. Arzneimittels gegen Rheuma bereitseinmal eine Blutung oder ein Durchbruch im Magen-Darmtrakt aufgetreten ist.
  • bei Erkrankungen des Blutes (Blutbildungsst√∂rungen, Knochenmarkssch√§digung, Bildungsst√∂rung des roten Blutfarbstoffes, erh√∂hte Blutungsneigung bzw. Blutgerinnungsst√∂rung)
  • bei Gehirnblutungen
  • bei anderen aktiven Blutungen
  • bei schwerer Leber- oder Nierenfunktionsst√∂rung
  • w√§hrend der gesamten Schwangerschaft (siehe Abschnitt 2. Schwangerschaft und Stillzeit)
  • von Kindern und Jugendlichen (Personen unter 18 Jahren)
  • wenn bei Ihnen eine Herzkrankheit und/oder Hirngef√§√ükrankheit festgestellt wurde, z. B. wenn Sie einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder einen kleinen Schlaganfall (transitorische isch√§mische Attacke, TIA) hatten oder wenn bei Ihnen Verstopfungen der Adern zum Herzen oder Gehirn vorliegen oder Sie sich einer Operation zur Beseitigung oder Umgehung dieser Verstopfungen unterziehen mussten
  • wenn Sie Probleme mit Ihrem Blutkreislauf haben oder hatten (periphere arterielle Verschlusskrankheit).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Neurofenac einnehmen,

  • wenn Sie an einer induzierbaren Porphyrie leiden (bestimmte Bildungsst√∂rung des roten Blutfarbstoffes) ist Neurofenac mit besonderer Vorsicht einzunehmen, da es einen Schub ausl√∂sen kann.
  • wenn Sie √§lter sind (√ľber 65 Jahre): Achten Sie bitte ‚Äď in Absprache mit Ihrem Arzt -besonders auf eine m√∂glichst niedrige Dosierung und kurze Anwendungsdauer, da die M√∂glichkeit, eine Nebenwirkung zu erleiden, mit steigender Dosis und Anwendungsdauer h√∂her wird, und bei √Ąlteren die eventuellen Nebenwirkungen schwerwiegender verlaufen k√∂nnen (siehe Abschnitt 3. Wie ist Neurofenac einzunehmen?).
  • wenn Sie eine Vorgeschichte mit Magen-Darm-Krankheiten haben: Blutungen des Magen-Darm- Traktes, Geschw√ľre und Durchbr√ľche, auch mit t√∂dlichem Ausgang, wurden unter allen NSAR berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende Ereignisse im Magen-Darm-Trakt in der Vorgeschichte zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf.
    Das Risiko f√ľr das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen, Geschw√ľren und Durchbr√ľchen ist h√∂her mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Geschw√ľren in der Vorgeschichte, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Durchbruch (siehe Abschnitt 2. Neurofenac darf nicht eingenommen werden), und bei √§lteren Patienten. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verf√ľgbaren Dosis beginnen. Ihr Arzt kann Ihnen in diesem Fall Arzneimittel verschreiben, die die Magenschleimhaut sch√ľtzen. Dies ist auch dann empfohlen, wenn Sie bereits niedrigdosierte Acetylsalicyls√§ure (ASS) zur ‚ÄěBlutverd√ľnnung‚Äú einnehmen.
    Wenn Sie, insbesondere in h√∂herem Alter, eine Vorgeschichte von Nebenwirkungen am Magen- Darm-Trakt aufweisen, sollten Sie jegliche ungew√∂hnlichen Beschwerden im Bauchraum (vor allem Magen-Darm-Blutungen) insbesondere am Anfang der Therapie melden. Vorsicht ist angeraten, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko f√ľr Geschw√ľre oder Blutungen erh√∂hen k√∂nnen, wie z.B. ‚ÄěKortison‚Äú, blutgerinnungshemmende Arzneimittel (z.B. Arzneimittel mit den Wirkstoffen Phenprocoumon und Acetylsalicyls√§ure), bestimmte Arzneimittel gegen depressive Verstimmungen (‚ÄěSSRI‚Äú) siehe auch Abschnitt 2. Einnahme von Neurofenac mit anderen Arzneimitteln.
    Wenn es bei Ihnen unter Neurofenac zu Magen-Darm-Blutungen oder Geschw√ľren kommt, ist die Behandlung sofort abzusetzen.
    NSAR sollten bei Patienten mit einer entz√ľndlichen Erkrankung des Magen-Darm-Traktes in der Vorgeschichte (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann (siehe Abschnitt 4 Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich).
  • bei einer Leberfunktionsst√∂rung:
    Es kann durch die Anwendung von Diclofenac zu einer Verschlechterung der Leberfunktion kommen. Teilen Sie deshalb Ihrem Arzt mit, falls Sie eine Erkrankung der Leber haben oder hatten und achten Sie auf gegebenenfalls von Ihrem Arzt angeordnete Kontrolluntersuchungen. In sehr seltenen F√§llen wurden Leberentz√ľndungen berichtet. Achten Sie daher auf eventuelle Anzeichen, wie z.B. eine Verschlechterung Ihres Allgemeinbefindens, Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit ‚Äď und wenden Sie sich gegebenenfalls unverz√ľglich an Ihren Arzt.
  • bei Nierenfunktionsst√∂rung, Herzschw√§che oder Bluthochdruck:
    Es kann zu einer vermehrten Speicherung von Wasser im Körper kommen (z.B. Schwellungen oder plötzliche Gewichtszunahme), was eine Erhöhung des Blutdruckes und/oder eine vermehrte Belastung des Herzens bewirken kann.
  • bei chirurgischen Eingriffen:
    Bei Einnahme von Diclofenac vor operativen Eingriffen ist der Arzt oder Zahnarzt zu befragen bzw. zu informieren. Diclofenac kann vor√ľbergehend die Blutpl√§ttchenaggregation hemmen und damit die Blutgerinnung beeintr√§chtigen. Wegen m√∂glicher Ver√§nderungen bestimmter Blutwerte sollte die Anwendung von Diclofenac nach gro√üen Operationen nur unter √úberwachung erfolgen.
  • wenn Sie unter einer Herzerkrankung, an Gef√§√üverengungen, Zuckerkrankheit oder einer Gehirnerkrankung leiden, erh√∂hte Blutfettwerte ("Cholesterin") haben oder rauchen: Die Anwendung von Arzneimitteln wie Neurofenac k√∂nnte mit einem geringf√ľgig erh√∂hten Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein. Jedes Risiko steigt mit der H√∂he der Dosierung und Dauer der Anwendung. Steigern Sie daher nicht die Ihnen empfohlene Dosierung und/oder Therapiedauer. Wenn Sie Probleme mit dem Herzen haben, schon einen Schlaganfall hatten oder denken, dass bei Ihnen ein erh√∂htes Risiko f√ľr diese Umst√§nde vorliegt (wie z.B.: Bluthochdruck, Diabetes, erh√∂hte Cholesterinwerte oder wenn Sie Raucher sind), sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker √ľber diese Behandlung.
  • wenn Sie unter der Behandlung mit Neurofenac Hautreaktionen bemerken:
    Unter der Anwendung von NSAR wie Diclofenac traten in sehr seltenen F√§llen schwere Hautreaktionen mit Blasenbildung und Absch√§lung auf. Dies gilt vor allem f√ľr den ersten Behandlungsmonat. Falls Sie einen Ausschlag oder Geschw√ľre an der Haut oder an Schleimh√§uten (z.B. im Mund) bemerken, wenden Sie sich unverz√ľglich an Ihren Arzt.
  • wenn Sie unter systemischem Lupus erythematodes oder einer Kollagenose (St√∂rungen des Immunsystems) leiden:
    Unter der Anwendung von NSAR wie Diclofenac wurden bei diesen Grunderkrankungen sehr selten √ľber Beschwerden einer Gehirnhautentz√ľndung berichtet (Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, √úbelkeit, Erbrechen, Fieber und Bewusstseinseintr√ľbung).
  • wenn Sie unter Epilepsie, Parkinsonismus oder schweren psychischen Erkrankungen leiden.
  • wenn Sie Angina pectoris, Blutgerinnsel, hohen Blutdruck oder erh√∂hte Triglyzeridwerte haben.

Beim Auftreten von Missempfindungen in Armen oder Beinen (als Anzeichen einer peripheren sensorischen Neuropathie) ist Neurofenac abzusetzen. Solche Nervensch√§digungen wurden bei langfristiger Einnahme (√ľber 6-12 Monate) von Tagesdosen √ľber 50 mg Vitamin B6 beobachtet.

Allgemeine Informationen

Eine gleichzeitige Anwendung von Diclofenac mit anderen NSAR einschließlich sogenannten COX- 2-Hemmern, sollte vermieden werden.

Nebenwirkungen k√∂nnen minimiert werden, wenn die niedrigste wirksame Dosis √ľber den k√ľrzesten notwendigen Zeitraum angewendet wird.

√úberempfindlichkeitsreaktionen

Bei ersten Anzeichen von Überempfindlichkeitsreaktionen wie z.B. Gesichtsschwellungen, Schwellungen in den Atemwegen (z.B. Kehlkopfschwellung), Luftnot, Asthma, Herzjagen, Hautreaktionen (z.B. Juckreiz, Rötung, Hautausschlag, Nesselausschlag) und/oder Blutdruckabfall ist die Anwendung des vermutlich auslösenden Arzneimittels zu beenden und sofort ein Arzt zu verständigen.

Bei Patienten mit Asthma, allergischem Schnupfen (z.B. Heuschnupfen), Schwellungen der Nasenschleimhaut (z.B. Nasenpolypen), bestimmten chronischen Atemwegserkrankungen mit Atemnot werden √úberempfindlichkeitsreaktionen auf NSAR h√§ufiger beobachtet als bei anderen Personen ‚Äď sie sind jedoch auch ohne entsprechende Vorgeschichte m√∂glich.

Schmerzbehandlung und Begleiterkrankungen

Wenn sich w√§hrend der Behandlung mit Diclofenac Ihr allgemeines Befinden nicht bessert, bzw. Sie weiterhin unter Schmerzen, Fieber, Abgeschlagenheit oder anderen Krankheitszeichen leiden sollten, fragen Sie bitte Ihren Arzt um Rat. Die Anwendung/Einnahme von Schmerzmitteln kann aufgrund der Schmerzlinderung und Hemmung der Entz√ľndungszeichen eventuelle Warnhinweise einer Erkrankung verschleiern. Es k√∂nnte sein, dass Sie au√üer der Schmerzbehandlung eine zus√§tzliche Therapie ben√∂tigen.

Kopfschmerz durch Schmerzmittel:

Bei l√§ngerem Gebrauch von Schmerzmitteln k√∂nnen Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erh√∂hte Dosen des Arzneimittels behandelt werden d√ľrfen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie trotz der Einnahme von Neurofenac h√§ufig unter Kopfschmerzen leiden!

Nierenschäden durch Schmerzmittel:

Die gewohnheitsm√§√üige Einnahme von bestimmten Schmerzmitteln √ľber l√§ngere Zeit kann zu einer dauerhaften Nierensch√§digung mit dem Risiko eines Nierenversagens f√ľhren.

Wenn einer dieser genannten Punkte auf Sie zutrifft bzw. in der Vergangenheit auf Sie zugetroffen hat, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt.

Laborkontrollen

√Ąrztlich angeordnete Kontrollen des Blutbildes, der Blutgerinnung sowie der Leber-und Nierenfunktion, sowie eventuelle weitere Kontrolluntersuchungen (z.B. Blutspiegelbestimmung bestimmter Arzneimittel) sind unbedingt einzuhalten.

Bei langfristiger Einnahme von Tagesdosen √ľber 50 mg Vitamin B6 sowie bei kurzfristiger Einnahme von Dosen √ľber 1 g Vitamin B6 wurden Kribbeln und Ameisenlaufen an H√§nden und F√ľ√üen (Anzeichen einer peripheren sensorischen Neuropathie bzw. von Par√§sthesien) beobachtet. Wenn Sie Kribbeln und Ameisenlaufen bei sich beobachten, wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt. Dieser wird die Dosierung √ľberpr√ľfen und das Arzneimittel ggf. absetzen.

Einnahme von Neurofenac zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Vor allem sollten Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel verwenden:

Kombination von Diclofenac: Folgende Reaktionen sind möglich:
andere Schmerz- bzw. Rheumamittel (‚ÄěNSAR‚Äú) Verst√§rkung der Nebenwirkungen, insbesondere
Erhöhung des Risikos von Magen-
/Darmgeschw√ľren oder -Blutung (Kombination
nicht empfohlen)
Acetylsalicylsäure (schmerz- und
entz√ľndungshemmendes Arzneimittel)
Erhöhtes Risiko einer Magen-/Darmschädigung
(Kombination nicht empfohlen)
‚ÄěDigitalis‚Äú (bestimmtes Arzneimittel gegen
Herzschwäche)
Wirkungsverst√§rkung m√∂glich ‚Äď entsprechende
Kontrolle und gegebenenfalls Dosisanpassung
von ‚ÄěDigitalis‚Äú empfohlen
bestimmte Arzneimittel gegen Infektionen
(Chinolone)
Es wurden Krämpfe berichtet (Kombination nicht
empfohlen).
bestimmte Arzneimittel zur Behandlung
virusbedingter Infektionen wie HIV (Zidovudine)
Erhöhung des Risikos einer Blutbildveränderung
‚ÄěKortison‚Äú Erh√∂hung des Risikos von Magen-
/Darmgeschw√ľren oder -Blutung
Blutgerinnungshemmer (wie Phenprocoumon),
Arzneimittel zur ‚ÄěBlutverd√ľnnung‚Äú
Erhöhung des Risikos einer Magen-
/Darmblutung
Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von
bestimmten Erkrankungen des
Zentralnervensystems)
Erh√∂hung des Phenytoin-Blutspiegels m√∂glich ‚Äď
entsprechende Kontrolle und gegebenenfalls
Dosisanpassung empfohlen
Bestimmte Arzneimittel gegen Angst bzw.
Depression (‚ÄěSSRI‚Äú)
Erhöhung des Risikos einer Magen-
/Darmblutung
Moclobemid (Arzneimittel zur Behandlung von
Depressionen)
Verstärkung der Diclofenac-Wirkung
Lithium (Arzneimittel zur Behandlung von
Depressionen)
Verst√§rkung der Lithium-Wirkung ‚Äď Kontrolle
und gegebenenfalls Dosisanpassung empfohlen
Arzneimittel gegen Gicht Verzögerung der Ausscheidung von Diclofenac
Entwässerungsmittel (harntreibende
Arzneimittel)
Abschwächung der Wirkung möglich und Gefahr
einer Störung der Zusammensetzung der
Blutfl√ľssigkeit, Nierensch√§digung m√∂glich (auf
ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr achten,
Blutdruck kontrollieren)
Arzneimittel zur Blutdrucksenkung Abschwächung von deren blutdrucksenkender
Wirkung (Blutdruckkontrollen empfohlen)
Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von
Krebs oder Gelenksentz√ľndungen)
Gabe von Diclofenac weniger als 24 Stunden vor
oder nach der Behandlung mit Methotrexat kann
zu einem Anstieg der Blutspiegel von
Methotrexat f√ľhren und in der Folge die
Nebenwirkungen dieser Substanz verstärken.
(Kombination ist zu vermeiden ‚Äď alternativ
strikte Kontrolle von Blutbild, Leber- und
Nierenfunktion empfohlen)
Cyclosporin (Arzneimittel zur Unterdr√ľckung
von Immunreaktionen)
Verstärkung des Risikos von Magen-
/Darmschäden, Schädigung der Nieren bzw. der
Leber
(Kombination vermeiden bzw. Diclofenac
niedriger dosieren; Kontrolle von Leber- und
Nierenfunktion empfohlen)
Tacrolimus (Arzneimittel gegen Organabstoßung
nach Transplantationen)
Nierenversagen (Kombination vermeiden)
Arzneimittel zur Behandlung der
Zuckerkrankheit
Blutzuckerschwankungen sind möglich
(vermehrte Blutzuckerkontrollen empfohlen)
Colestyramin, Colestipol (‚ÄěCholesterinsenker‚Äú) Verz√∂gerung oder Verminderung der Aufnahme
von Diclofenac; Diclofenac sollte 1 Stunde vor
oder 4-6 Stunden nach diesen Substanzen
angewendet werden

Vitamin B1 verliert bei gleichzeitiger Gabe des Zytostatikums 5-Fluorouracil (Mittel in der Behandlung von Tumorerkrankungen) seine Wirkung.

Magensäurehemmer (Antazida) vermindern die Aufnahme von Vitamin B1.

Bei Langzeitbehandlung mit bestimmten Entwässerungsmitteln, z.B. Furosemid, kann ein Vitamin B1- Mangel entstehen, weil vermehrt Vitamin B1 mit dem Urin ausgeschieden wird.

Vitamin B6 kann die Wirkung von L-Dopa (Arzneimittel gegen die Parkinson-Krankheit) herabsetzen. Die gleichzeitige Gabe von Pyridoxinantagonisten (Arzneimittel, die u.a. eine gegen Vitamin-B6 gerichtete Wirkung haben, wie z.B. Isoniazid (INH), Hydralazin, Cycloserin, D-Penicillamin) kann die Wirkung von Vitamin-B6 herabsetzen.

Einnahme von Neurofenac zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Der Konsum von alkoholischen Getränken während der Behandlung mit Diclofenac erhöht das Blutungsrisiko im Magen-Darm-Trakt und soll daher vermieden werden.

Alkohol und schwarzer Tee vermindern die Aufnahme von Vitamin B1.

Vitamin B1 kann bei gleichzeitigem Genuss sulfithaltiger Getränke (z.B. Wein) abgebaut und damit unwirksam werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Bei Einnahme von Diclofenac besteht die Gefahr von Fehlentwicklungen im Kreislaufsystem des Kindes und die Gefahr von Verzögerung und Verlängerung des Geburtsvorganges sowie verstärkter Blutungen bei der Geburt. Daher darf Neurofenac während der gesamten Schwangerschaft nicht eingenommen werden.

Stillzeit:

Der Wirkstoff Diclofenac geht in geringen Mengen in die Muttermilch √ľber. Obwohl nachteilige Folgen f√ľr den S√§ugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird bei kurzfristiger Anwendung eine Unterbrechung des Stillens empfohlen. Falls eine l√§ngere Anwendung beziehungsweise die Einnahme h√∂herer Dosen erforderlich ist, sollte jedoch Abstillen erwogen werden.

Obwohl die Vitamine B1 und B6 in die Muttermilch √ľbergehen, sind bisher keine nachteiligen Folgen f√ľr den S√§ugling bekannt. Hohe Dosen von Vitamin B6 k√∂nnen die Milchbildung hemmen. Daher ist die Anwendung von Neurofenac w√§hrend der Stillzeit nur dann empfohlen, wenn eine Behandlung mit NSAR unbedingt erforderlich ist.

Fortpflanzungsfähigkeit:

Diclofenac kann, so wie andere NSAR auch, die weibliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen und wird daher bei Frauen, die eine Schwangerschaft planen, nicht empfohlen. Bei Frauen die Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden oder sich einer Untersuchung auf mögliche Unfruchtbarkeit unterziehen, sollte ein Absetzen von Diclofenac in Erwägung gezogen werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Diclofenac hat keinen oder vernachl√§ssigbaren Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen.

Falls bei Ihnen jedoch Nebenwirkungen wie z.B. Sehst√∂rungen, Schwindel oder M√ľdigkeit auftreten, m√ľssen Sie T√§tigkeiten unterlassen, die erh√∂hte Aufmerksamkeit erfordern (z.B. die Teilnahme am Stra√üenverkehr sowie das Bedienen von Maschinen oder gef√§hrlichen Werkzeugen).

Neurofenac enthält Milchzucker und Saccharose.

Bitte nehmen Sie Neurofenac daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Da die Dosierung nach Schwere und Art der Erkrankung unterschiedlich ist, muss den Anweisungen des Arztes genau Folge geleistet werden.

Wenn Ihnen Ihr Arzt nichts Anderes empfohlen hat, dann ist die Dosis so niedrig wie möglich und die Anwendungsdauer so kurz wie möglich, jedenfalls nicht länger als 4 Wochen, zu wählen. Die Tagesdosis wird im Allgemeinen auf zwei bis drei Einzelgaben (im Abstand von 6 Stunden) verteilt.

Die Kapseln werden unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit vor den Mahlzeiten eingenommen.

Erwachsene (Personen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr)

Die H√∂chstdosis betr√§gt 3 Kapseln (150 mg) pro Tag. Die empfohlene Anfangsdosis betr√§gt 2 ‚Äď 3 Kapseln (100 ‚Äď 150 mg) t√§glich. In leichteren √§llen oder zur Langzeitbehandlung sind in der Regel 1

‚Äď 2 Kapseln (50 ‚Äď 100 mg) pro Tag ausreichend.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Spezielle Dosierungsempfehlungen wurden nicht untersucht; bei schweren Nierenfunktionsstörungen darf Diclofenac nicht angewendet werden (siehe 2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Neurofenac beachten?).

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Spezielle Dosierungsempfehlungen wurden nicht untersucht; bei schweren Leberfunktionsstörungen darf Diclofenac nicht angewendet werden (siehe 2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Neurofenac beachten?).

√Ąltere Personen (√ľber 65 Jahre)

Bei älteren Personen ist wegen eventueller Begleiterkrankungen bzw. Untergewicht besondere Vorsicht angezeigt. Insbesondere wird empfohlen, bei älteren und untergewichtigen Personen die niedrigste wirksame Dosis zu verwenden (siehe 2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Neurofenac beachten?).

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

F√ľr die Dosierung liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor, weshalb eine Anwendung von Diclofenac bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen wird (siehe Abschnitt 2. Neurofenac darf nicht eingenommen werden).

Wenn Sie eine größere Menge von Neurofenac eingenommen haben, als Sie sollten

Wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder an die Ambulanz eines Krankenhauses.

Anzeichen einer √úberdosierung:

Als Anzeichen einer √úberdosierung k√∂nnen St√∂rungen des Nervensystems wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit bis zur Bewusstlosigkeit und Krampfanf√§lle auftreten. Des Weiteren kann es zu Ohrensausen, Bauchschmerzen, Durchfall, √úbelkeit und Erbrechen kommen. Ferner sind das Auftreten von Magen-/Darmblutungen sowie Funktionsst√∂rungen der Leber und der Nieren, zu niedriger Blutdruck, St√∂rungen der Atmung und bl√§uliche Hautf√§rbung durch Sauerstoffmangel m√∂glich. Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit Diclofenac benachrichtigen Sie bitte sofort einen Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere einer √úberdosierung √ľber die gegebenenfalls erforderlichen Ma√ünahmen entscheiden.

F√ľr √Ąrzte: Informationen zur Behandlung einer √úberdosierung mit Diclofenac finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation!

Wenn Sie die Einnahme von Neurofenac vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Behandlung wie verordnet mit der nächsten Einnahme fort.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Beenden Sie die Anwendung von Neurofenac ‚Äď Kapseln und sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt, wenn Sie folgendes beobachten:

  • Leichte Kr√§mpfe und Schmerzempfindlichkeit im Bauch, die kurz nach Beginn der Behandlung mit Neurofenac ‚Äď Kapseln auftreten, gefolgt von rektalen Blutungen oder blutigem Durchfall, in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach Einsetzen der Bauchschmerzen (H√§ufigkeit nicht bekannt, H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)
  • Magenbeschwerden, Sodbrennen oder Schmerzen im Bauch
  • Erbrechen von Blut, Schwarzf√§rbung des Stuhls oder Blut im Urin
  • Hautreaktionen wie Ausschlag oder Juckreiz
  • erschwerte Atmung, Atemnot oder Kurzatmigkeit, Schwellungen im Kopfbereich
  • Gelbf√§rbung der Haut oder Augen
  • starke Abgeschlagenheit mit Appetitlosigkeit
  • anhaltende Halsschmerzen, Wunden im Mund, Abgeschlagenheit oder Fieber
  • Nasenbluten, Hautblutungen
  • Schwellungen im Gesicht, an den F√ľ√üen oder den Beinen
  • verminderte Harnausscheidung mit starker Abgeschlagenheit
  • starke Kopfschmerzen oder Nackensteifigkeit
  • Schmerzen in der Brust
  • Eintr√ľbung des Bewusstseins

Die am h√§ufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Magen-/Darmtrakt. Gutartiges Magengeschw√ľr, Durchbr√ľche oder Magen-/Darmblutungen ‚Äď manchmal auch t√∂dlich, besonders bei √§lteren Personen ‚Äď kommen vor. √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bl√§hungen, Verstopfung, Verdauungsst√∂rungen, Bauchschmerzen, Blutstuhl, hellrotes Bluterbrechen, Geschw√ľr der Mundschleimhaut, Verschlimmerung eines Dickdarmgeschw√ľrs und Morbus Crohn wurden nach der Anwendung von NSARs beschrieben (siehe auch Abschnitt 2. Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen). Weniger h√§ufig wurde eine Entz√ľndung der Magenschleimhaut beobachtet.

Wassereinlagerung (√Ėdeme), Bluthochdruck und Herzinsuffizienz wurden im Zusammenhang mit NSAR-Behandlung berichtet.

Die Anwendung von Arzneimitteln wie Neurofenac k√∂nnte mit einem geringf√ľgig erh√∂hten Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein.

Die langfristige Einnahme (mehr als 6-12 Monate) von Tagesmenge √ľber 50 mg Vitamin B6 kann eine Nervensch√§digung in den Armen und Beinen hervorrufen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Die folgenden Nebenwirkungen umfassen Nebenwirkungen, die mit Neurofenac - Kapseln und/oder anderen Darreichungsformen von Diclofenac bei kurzfristiger oder längerfristiger Anwendung berichtet wurden:

Häufig:

Gelegentlich:

Selten:

  • Benommenheit
  • Entz√ľndung der Magenschleimhaut, Bluterbrechen, Magen- /Darm-Blutungen, blutiger Durchfall, Blut im Stuhl (Schwarzf√§rbung des Stuhls) und Magen-/Darmgeschw√ľre (mit oder ohne Blutung und Durchbruch)
  • Akute Leberentz√ľndung mit oder ohne Gelbsucht, Lebersch√§den verschiedenen Schweregrades

Sehr selten:

  • Herzversagen, Herzinfarkt, Herzklopfen und Brustschmerzen
  • Blutarmut durch Zerfall roter Blutk√∂rperchen, St√∂rungen der Blutbildung mit Verminderung einzelner oder aller Blutzellen (Blutpl√§ttchen, rote und/oder wei√üe Blutk√∂rperchen)
  • St√∂rungen des Empfindungsverm√∂gens und der Geschmacksempfindung, Ged√§chtnisst√∂rungen, Verwirrung, Kr√§mpfe, Zittern, Hirnhautentz√ľndung (Anzeichen: Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, √úbelkeit, Erbrechen, Fieber und Bewusstseinstr√ľbung) und Reizbarkeit
  • Sehst√∂rungen (Verschwommen-oder Doppeltsehen)
  • Vor√ľbergehende H√∂rst√∂rungen, pl√∂tzlich oder st√§ndig auftretende Ohrger√§usche ("Ohrensausen")
  • Dickdarmentz√ľndung (mit Blutung/Verst√§rkung einer Dickdarmentz√ľndung mit Geschw√ľr), Verstopfung, Entz√ľndungen und Schleimhautsch√§den in Mundh√∂hle und Speiser√∂hre, Entz√ľndung der Zunge, Darmverengung durch Verwachsungen (bei Tabletten) und Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse
  • akutes Nierenversagen durch Nierengewebssch√§digung, abnormale Urinbefunde wie Blut oder Eiwei√ü im Urin (H√§maturie oder Proteinurie), Nierenentz√ľndung, Nierenfunktionsst√∂rung
  • Ekzem, Hautr√∂tung, erh√∂hte Lichtempfindlichkeit der Haut, Hautblutungen, schwere Verlaufsformen von Hautreaktionen mit Blasenbildung und Hautabsch√§lung (Bull√∂se Dermatosen, Lyell-Syndrom), Haarausfall, allergisch bedingte Hautreaktion (Stevens-Johnson-Syndrom) und Juckreiz
  • ist im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung von NSAR eine Verschlechterung infektionsbedingter Entz√ľndungen beschrieben worden. Dies steht m√∂glicherweise im Zusammenhang mit dem Wirkmechanismus der NSAR.
  • Bluthochdruck, Entz√ľndung der Blutgef√§√üe
  • Schwere allgemeine √úberempfindlichkeitsreaktionen mit Schwellung von Gesicht, Zunge und/oder Luftwegen mit Atemnot, Herzjagen, Blutdruckabfall und Schock und allergische Blutgef√§√ü-oder Lungenentz√ľndung
  • Pl√∂tzlich verlaufende Leberentz√ľndung mit Leberversagen (auch ohne Vorzeichen)
  • Abnorme Ver√§nderungen von Wahrnehmung und Denken, Depression, Angst, Albtr√§ume und Schlaflosigkeit

Nicht bekannt:

  • arterielle Thrombose wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, besonders bei Patienten, die mit hohen Dosen von Diclofenac (> 100 mg t√§glich) als Langzeitbehandlung behandelt werden

Die langfristige Einnahme (mehr als 6-12 Monate) von Tagesdosen √ľber 50 mg Vitamin B6 kann eine periphere sensorische Neuropathie (Erkrankung der Nerven mit Kribbeln und Ameisenlaufen) hervorrufen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses¬†Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton bzw. der Blisterpackung als ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú bzw. ‚ÄěVerw. bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Neurofenac enthält

  • Die Wirkstoffe sind: Diclofenac Natrium, Thiaminnitrat, Pyridoxinhydrochlorid.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Maisstärke, Laktose Monohydrat, Talkum, Glycerin tristearat, Dimeticon, Silicumdioxid, Saccharose, Celluloseacetatphthalat, Hypromellose, mittelkettige Triglyceride, Propylenglycol, Magnesiumstearat, Cellulose, Gelatine, gereinigtes Wasser, Eisenoxid rot (E172), Titandioxid (E171).


Wie Neurofenac aussieht und Inhalt der Packung

Neurofenac - Kapseln sind rotbraune längliche Hartkapseln.

Neurofenac ist in Blisterpackungen zu 20, 30, 50 und 100 St√ľck erh√§ltlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Merck GmbH, 1147 Wien

Hersteller:

Merck KGaA & Co, 9800 Spittal/Drau

Z.- Nr.: 1 - 18584

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Februar 2017.

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Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

√úberdosierung

Symptome:

Diclofenac:

Es gibt kein typisches klinisches Bild einer √úberdosierung von Diclofenac.

Als Symptome einer Überdosierung können auftreten: Erbrechen, gastrointestinale Blutungen, Durchfälle, Schwindel, Tinnitus und Krämpfe. Bei einer erheblichen Vergiftung sind akutes Nierenversagen und Leberschädigung, sowie Atemdepression und Zyanose möglich.

Thiamin:

Thiamin besitzt eine große therapeutische Breite.

Erst sehr hohe Dosen (√ľber 10 g) haben eine ganglienblockierende Wirkung und unterdr√ľcken curare- √§hnlich die neuronale Reiz√ľbertragung.

Pyridoxin:

Das toxische Potential von Vitamin B6 ist als sehr gering anzusehen. Jedoch kann eine langfristige Einnahme (mehr als 6-12 Monate) von Tagesdosen √ľber 50 mg Vitamin B6 eine periphere sensorische Neuropathie hervorrufen.

Bei kontinuierlicher Anwendung von Vitamin B6 √ľber 2 Monate hinaus, in Dosen √ľber 1 g pro Tag, k√∂nnen neurotoxische Nebenwirkungen auftreten.

Unter Einnahme von mehr als 2 g täglich wurden Neuropathien mit Ataxie und Sensibilitätsstörungen, zerebrale Konvulsionen mit Veränderungen des EEG und in Einzelfällen hypochrome Anämie und seborrhoische Dermatitis beschrieben.

Behandlung:

Ein spezifisches Antidot existiert nicht. Die Behandlung einer √úberdosierung erfolgt symptomatisch unter Kontrolle der Vitalfunktionen. Bei oraler Vergiftung Entfernung der Arzneimittelreste durch Magensp√ľlung, Gabe von Aktivkohle und Laxans. Die Behandlung von Komplikationen wie Hypotonie, Niereninsuffizienz, Kr√§mpfe, gastrointestinale Reizungen und Atemdepression ist unterst√ľtzend und ebenfalls symptomatisch. Spezifische Ma√ünahmen wie forcierte Diurese, Dialyse oder H√§moperfusion sind wegen der hohen Proteinbindung nicht-steroidaler Antirheumatika wahrscheinlich nicht hilfreich.

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Wirkstoff(e) Diclofenac Thiamin (Vitamin B1) Pyridoxin (Vitamin B6)
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Merck Gesellschaft mbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 30.12.1988
ATC Code M01AB55
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika

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