Neodolpasse - Infusionslösung

Abbildung Neodolpasse  - Infusionslösung
Wirkstoff(e) Diclofenac Orphenadrincitrat
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Fresenius Kabi Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 19.04.1995
ATC Code M01AB55
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Fresenius Kabi Austria GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Deflamat DRS 75 mg - Kapseln Diclofenac Glenwood GmbH Pharmazeutische Erzeugnisse
Tratul retard 100 mg - Filmtabletten Diclofenac G.L. Pharma GmbH
Voltadol Forte Schmerzgel Diclofenac GSK-Gebro Consumer Healthcare GmbH
ArthroComb 75 mg/20 mg Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung Diclofenac Omeprazol Aristo Pharma GmbH
Diclobene retard 100 mg - Kapseln Diclofenac Teva B.V.

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Neodolpasse ist eine Infusionslösung die Schmerzen stillt und die Muskeln entspannt. Die enthaltenen Wirkstoffe Diclofenac und Orphenadrin helfen bei:

  • akuten Schmerzen und Entz√ľndungen
  • verspannter Muskulatur
  • rheumatischen Erkrankungen

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Wenden Sie sich bitte vor Gebrauch an einen Arzt oder Apotheker. Wenn Sie an einer der hier aufgelisteten Vorerkrankungen leiden, darf Neodolpasse nicht angewendet werden.

Wie wird es angewendet?

Die Anwendung von Neodolpasse erfolgt intraven√∂s und darf nur durch einen Arzt verabreicht werden. Die √ľbliche Dosis betr√§gt 250ml pro Tag bei einer maximalen Behandlungsdauer von 7 Tagen am St√ľck.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Die möglichen Nebenwirkungen beider Wirkstoffe finden Sie hier aufgelistet.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Neodolpasse - Infusionsl√∂sung muss vor Licht gesch√ľtzt und unter 25 ¬įC gelagert werden.

Die Kurzinformation

Alle f√ľr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen √úberblick √ľber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus Gr√ľnden der Lesbarkeit bewusst verk√ľrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Neodolpasse ist eine gebrauchsfertige Infusionslösung mit den beiden Wirkstoffen Diclofenac und Orphenadrin.

Diclofenac hat schmerzlindernde, entz√ľndungshemmende und fiebersenkende Wirkungen, Orphenadrin l√∂st Muskelverspannungen, die durch Schmerz entstanden sind.

Neodolpasse dient zur Behandlung von akuten Schmerz- und Entz√ľndungszust√§nden, wie z.B. Schmerzen nach Operationen, Schmerzzust√§nden im Bereich der Wirbels√§ule, durch rheumatische Erkrankungen bedingte Schmerzen.

Fieber allein ist kein Anwendungsgrund.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Neodolpasse darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Diclofenac-Natrium, Orphenadrincitrat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • wenn nach der Anwendung von Acetylsalicyls√§ure oder anderen Arzneimitteln gegen Schmerzen oder Rheuma √úberempfindlichkeitsreaktionen wie z.B. juckende Hautausschl√§ge, allergischer Schnupfen oder asthmatische Beschwerden aufgetreten sind oder bei bestehendem Asthmaleiden Anf√§lle von Atemnot ausgel√∂st oder verst√§rkt worden sind,
  • bei aktivem/r Magen- oder Darmgeschw√ľr, -blutung oder -durchbruch,
  • bei wiederkehrenden Magengeschw√ľren oder -blutungen (zwei- oder mehrmals ein Magen- oder Darmgeschw√ľr oder -blutung in der Vorgeschichte),
  • wenn nach der Einnahme eines NSAR-Schmerzmittels bzw. Arzneimittels gegen Rheuma bereits einmal eine Blutung oder ein Durchbruch im Magen-Darmtrakt aufgetreten ist,
  • bei Erkrankungen des Blutes (Blutbildungsst√∂rungen, Knochenmarkssch√§digung, Bildungsst√∂rung des roten Blutfarbstoffes, erh√∂hte Blutungsneigung bzw. Blutgerinnungsst√∂rung),
  • bei Gehirnblutungen,
  • bei anderen starken Blutungen,
  • bei schweren Leber-, Nieren- oder Herzfunktionsst√∂rungen,
  • wenn bei Ihnen eine Herzkrankheit und/oder Hirngef√§√ükrankheit festgestellt wurde, z.B. wenn Sie einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder einen kleinen Schlaganfall (transitorische isch√§mische Attacke, TIA) hatten oder wenn bei Ihnen Verstopfungen der Adern zum Herzen oder Gehirn vorliegen oder Sie sich einer Operation zur Beseitigung oder Umgehung dieser Verstopfungen unterziehen mussten,
  • wenn Sie Probleme mit Ihrem Blutkreislauf haben oder hatten (periphere arterielle Verschlusskrankheit).
  • bei Tachyarrhythmie (Herzrhythmusst√∂rung),
  • in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft (siehe Abschnitt 2, Schwangerschaft und Stillzeit),
  • bei Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr,
  • bei Myasthenia gravis (bestimmte Muskelerkrankung) oder Bulb√§rparalyse (neurologische Erkrankung),
  • bei Engwinkelglaukom (Erh√∂hung des Augeninnendruckes),
  • bei Verengungen im Bereich des Magen-Darm-Trakts,
  • bei erweitertem Dickdarm, paralytischem Ileus (Darmverschluss durch Darml√§hmung),
  • bei Harnverhaltung durch Prostataadenom bzw. Prostatavergr√∂√üerung oder Verschluss der Harnblase,
  • bei allgemeinen Gegenanzeigen der Infusionstherapie, wie nicht beherrschbarer Herzschw√§che, Fl√ľssigkeitsansammlung in der Lunge oder Hirnschwellung, schweren Nierenfunktionsst√∂rungen (verminderte Harnausscheidung) und √úberw√§sserungszust√§nden

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bevor Sie Neodolpasse erhalten, informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Ihr Arzt wird die Anwendung besonders sorgf√§ltig √ľberwachen

  • wenn Sie im 1. bis 6. Monat schwanger sind (siehe Abschnitt 2). In den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft darf Neodolpasse nicht angewendet werden.
  • wenn Sie an einer induzierbaren Porphyrie leiden (bestimmte Bildungsst√∂rung des roten Blutfarbstoffes). In diesem Fall ist Neodolpasse mit besonderer Vorsicht anzuwenden, da sie einen Schub ausl√∂sen kann.
  • wenn Sie √§lter sind (√ľber 65 Jahre): Achten Sie bitte - in Absprache mit Ihrem Arzt - besonders auf eine m√∂glichst niedrige Dosierung und kurze Anwendungsdauer, da die M√∂glichkeit, eine Nebenwirkung zu erleiden, mit steigender Dosis und Anwendungsdauer h√∂her wird, und - insbesondere bei geschw√§chten √§lteren und untergewichtigen Patienten - die eventuellen Nebenwirkungen schwerwiegender verlaufen k√∂nnen (siehe Abschnitt 3).
  • wenn Sie eine Vorgeschichte mit Magen-Darm-Krankheiten haben: Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschw√ľre und Durchbr√ľche, auch mit t√∂dlichem Ausgang, wurden unter allen NSAR berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende Ereignisse im Magen-Darm-Trakt in der Vorgeschichte zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf. Das Risiko f√ľr das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen, Geschw√ľren und Durchbr√ľchen ist h√∂her mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Geschw√ľren in der Vorgeschichte, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Durchbruch (siehe Abschnitt 2, Neodolpasse darf nicht angewendet werden), und bei √§lteren Patienten. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verf√ľgbaren Dosis beginnen. Ihr Arzt kann Ihnen in diesem Fall Arzneimittel verschreiben, die die Magenschleimhaut sch√ľtzen. Dies ist auch dann empfohlen, wenn Sie bereits niedrigdosierte Acetylsalicyls√§ure (ASS) zur ‚ÄěBlutverd√ľnnung‚Äú einnehmen. Wenn Sie, insbesondere in h√∂herem Alter, eine Vorgeschichte von Nebenwirkungen am Magen- Darm-Trakt aufweisen, sollten Sie jegliche ungew√∂hnliche Symptome im Bauchraum (vor allem Magen-Darm-Blutungen) insbesondere am Anfang der Therapie melden. Vorsicht ist angeraten, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko f√ľr Geschw√ľre oder Blutungen erh√∂hen k√∂nnen, wie z. B. ‚ÄěKortison‚Äú, blutgerinnungshemmende Medikamente, bestimmte Arzneimittel gegen depressive Verstimmungen (‚ÄěSSRI‚Äú) (siehe auch Abschnitt 2).

Wenn es bei Ihnen unter Neodolpasse zu Magen-Darm-Blutungen oder Geschw√ľren kommt, ist die Behandlung sofort abzusetzen.

NSAR sollten bei Patienten mit einer entz√ľndlichen Erkrankung des Magen-Darm-Traktes in der Vorgeschichte (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann (siehe Abschnitt 4).

Gleichzeitiger Alkoholkonsum f√ľhrt zu erh√∂hter gastrointestinaler Blutungsgefahr.

  • bei einer Leberfunktionsst√∂rung: Es kann durch die Anwendung von Diclofenac zu einer Verschlechterung der Leberfunktion kommen. Teilen Sie deshalb Ihrem Arzt mit, falls Sie eine Erkrankung der Leber haben oder hatten und achten Sie auf gegebenenfalls von Ihrem Arzt angeordnete Kontrolluntersuchungen. In sehr seltenen F√§llen wurden Leberentz√ľndungen berichtet. Achten Sie daher auf eventuelle Anzeichen, wie z.B. eine Verschlechterung Ihres Allgemeinbefindens, Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit ‚Äď und wenden Sie sich gegebenenfalls unverz√ľglich an Ihren Arzt.
  • bei Nierenfunktionsst√∂rung, Herzschw√§che oder Bluthochdruck: Es kann zu einer vermehrten Speicherung von Wasser im K√∂rper kommen (z.B. Schwellungen oder pl√∂tzliche Gewichtszunahme), was eine Erh√∂hung des Blutdruckes und/oder eine vermehrte Belastung des Herzens bewirken kann. Vorsicht wenn Sie eine erh√∂hte Konzentration von Natrium im Blut haben (Hypernatri√§mie).
  • bei chirurgischen Eingriffen: Bei Anwendung von Diclofenac vor operativen Eingriffen ist der Arzt oder Zahnarzt zu befragen bzw. zu informieren. Diclofenac kann vor√ľbergehend die Blutpl√§ttchenaggregation hemmen und damit die Blutgerinnung beeintr√§chtigen. Wegen m√∂glicher Ver√§nderungen bestimmter Blutwerte sollte die Anwendung von Diclofenac nach gro√üen Operationen nur unter √úberwachung erfolgen.
  • wenn Sie rauchen
  • wenn Sie zuckerkrank sind (Diabetes)
  • wenn Sie Angina pectoris, Blutgerinnsel, hohen Blutdruck, erh√∂hte Cholesterin- oder Triglyceridwerte haben oder an einer Gehirnerkrankung leiden: Die Anwendung von Medikamenten wie Neodolpasse k√∂nnte mit einem geringf√ľgig erh√∂hten Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein. Jedes Risiko steigt mit der H√∂he der Dosierung und Dauer der Anwendung. Steigern Sie daher nicht die Ihnen empfohlene Dosierung und/oder Therapiedauer. Wenn Sie Probleme mit dem Herzen haben, schon einen Schlaganfall hatten oder denken, dass bei Ihnen ein erh√∂htes Risiko f√ľr diese Umst√§nde vorliegt (wie z.B. Bluthochdruck, Diabetes, erh√∂hte Cholesterinwerte oder wenn Sie Raucher sind), sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker √ľber diese Behandlung.
  • wenn Sie unter der Behandlung mit Neodolpasse Hautsymptome bemerken: Unter der Anwendung von NSAR wie Diclofenac traten in sehr seltenen F√§llen schwere Hautreaktionen mit Blasenbildung und Absch√§lung auf. Dies gilt vor allem f√ľr das erste Behandlungsmonat. Falls Sie einen Ausschlag oder Geschw√ľre an der Haut oder an Schleimh√§uten (z.B. im Mund) bemerken, wenden Sie sich unverz√ľglich an Ihren Arzt.
  • wenn Sie unter systemischem Lupus erythematodes oder einer Kollagenose (St√∂rungen des Immunsystems) leiden: Unter der Anwendung von NSAR wie Diclofenac wurden bei diesen Grunderkrankungen sehr selten Symptome einer Gehirnhautentz√ľndung berichtet (Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, √úbelkeit, Erbrechen, Fieber und Bewusstseineintr√ľbung).
  • wenn Sie unter Epilepsie, Parkinsonismus oder schweren psychischen Erkrankungen leiden.

Allgemeine Informationen

Eine gleichzeitige Anwendung von Diclofenac mit anderen NSAR einschließlich sogenannten COX-2- Hemmern, sollte vermieden werden.

Nebenwirkungen k√∂nnen minimiert werden, wenn die niedrigste wirksame Dosis √ľber den k√ľrzesten notwendigen Zeitraum angewendet wird.

√úberempfindlichkeitsreaktionen:

Bei ersten Anzeichen von Überempfindlichkeitsreaktionen wie z.B. Gesichtsschwellungen, Schwellungen in den Atemwegen (z.B. Kehlkopfschwellung), Luftnot, Asthma, Herzjagen, Hautreaktionen (z.B. Juckreiz, Rötung, Hautausschlag, Nesselausschlag) und/oder Blutdruckabfall ist die Anwendung des vermutlich auslösenden Arzneimittels zu beenden und sofort ein Arzt zu verständigen.

Bei Patienten mit Asthma, allergischem Schnupfen (z.B. Heuschnupfen), Schwellungen der Nasenschleimhaut (z.B. Nasenpolypen), bestimmten chronischen Atemwegserkrankungen mit Atemnot werden √úberempfindlichkeitsreaktionen auf NSAR h√§ufiger beobachtet als bei anderen Personen ‚Äď sie sind jedoch auch ohne entsprechende Vorgeschichte m√∂glich.

Treten bei der Applikation von Neodolpasse stärkere Missempfindungen oder Schmerzen auf, ist die Infusion abzubrechen

Schmerzbehandlung und Begleiterkrankungen:

Wenn sich w√§hrend der Behandlung mit Diclofenac Ihr allgemeines Befinden nicht bessert bzw. Sie weiterhin unter Schmerzen, Fieber, Abgeschlagenheit oder anderen Krankheitszeichen leiden sollten, fragen Sie bitte Ihren Arzt um Rat. Die Anwendung/Einnahme von Schmerzmitteln kann aufgrund der Schmerzlinderung und Hemmung der Entz√ľndungszeichen eventuelle Warnhinweise einer Erkrankung verschleiern. Es k√∂nnte sein, dass Sie au√üer der Schmerzbehandlung eine zus√§tzliche Therapie ben√∂tigen.

Kopfschmerz durch Schmerzmittel:

Bei l√§ngerem Gebrauch von Schmerzmitteln k√∂nnen Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erh√∂hte Dosen des Arzneimittels behandelt werden d√ľrfen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie trotz der Einnahme von Neodolpasse h√§ufig unter Kopfschmerzen leiden!

Nierenschäden durch Schmerzmittel:

Die gewohnheitsm√§√üige Einnahme von bestimmten Schmerzmitteln √ľber l√§ngere Zeit kann zu einer dauerhaften Nierensch√§digung mit dem Risiko eines Nierenversagens f√ľhren.

Wenn einer dieser genannten Punkte auf Sie zutrifft bzw. in der Vergangenheit auf Sie zugetroffen hat, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt.

Laborkontrollen

√Ąrztlich angeordnete Kontrollen des Serumionogramms, des S√§uren-Basen-Haushalts und der Wasserbilanz sowie der Leberenzymaktivit√§ten im Serum, der Leber- und Nierenfunktion sowie des Blutbildes, der Blutgerinnung und H√§mokkulttests, sowie eventuelle weitere Kontrolluntersuchungen (z.B. Blutspiegelbestimmung bestimmter Medikamente) sind unbedingt einzuhalten.

ORPHENADRIN:

L√§ngere, kontinuierliche Gabe von Orphenadrin (eines der beiden Wirkstoffe in Neodolpasse) kann unter Umst√§nden zur Toleranzentwicklung (Wirkungsverminderung durch Gew√∂hnung) f√ľhren. Bei Infusion von Neodolpasse ist damit aber nicht zu rechnen, da eine kontinuierliche Anwendung nicht vorgesehen ist.

Nach i.v.-Injektion sollten Patienten mit niedrigem Blutdruck vor Verlassen der Praxis einer Blutdruckkontrolle unterzogen werden.

Kinder und Jugendliche

Neodolpasse darf bei Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr nicht angewendet werden.

Anwendung von Neodolpasse zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Vor allem sollten Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel verwenden:

Kombination von Diclofenac (einem der zwei Wirkstoffe in Neodolpasse) mit:

Folgende Reaktionen sind möglich:

Andere Schmerz- bzw. Rheumamittel (‚ÄěNSAR‚Äú)

Verstärkung der Nebenwirkungen (Kombination nicht empfohlen)

Acetylsalicyls√§ure (schmerz- und entz√ľndungshemmendes Arzneimittel)

Erhöhtes Risiko einer Magen-Darmschädigung

(Kombination nicht empfohlen)

Thrombozytenaggregationshemmende Arzneimittel, Blutgerinnungshemmer (Antikoagulantien)

Erhöhung des Risikos einer Magen-/Darm-Blutung         

Herzglykoside (z.B. Digitalis; bestimmte Arzneimittel gegen Herzschwäche)

Wirkungsverst√§rkung m√∂glich ‚Äď entsprechende Kontrolle und gegebenenfalls Dosisanpassung empfohlen

Arzneimittel zur Blutdrucksenkung

Abschwächung von deren blutdrucksenkender Wirkung

(Blutdruckkontrolle empfohlen)

Entwässerungsmittel (harntreibende Arzneimittel; Diuretika)

Abschw√§chung von deren blutdrucksenkender Wirkung (Blutdruckkontrolle empfohlen); Gefahr einer St√∂rung der Zusammensetzung der Blutfl√ľssigkeit, Nierensch√§digung m√∂glich (auf ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr achten)

Glucocorticoide (‚ÄěKortison‚Äú)

Erh√∂hung des Risikos von Magen-/Darm-Geschw√ľren oder Blutung

Bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen bzw. Angst (‚ÄěSSRI")

Erhöhung des Risikos einer Magen-/Darm-Blutung

Biphosphonate (Arzneimitteln zur Behandlung der Osteoporose)

Erhöhung des Risikos einer Magen-/Darm-Blutung bzw. einer möglichen Beeinträchtigung der Nierenfunktion (bei Clodronat) - entsprechende Überwachung empfohlen

Pentoxifyllin,

Alkohol

Erhöhung des Risikos einer Magen-/Darm-Blutung (Kombination vermeiden)

Ciclosporin (Arzneimittel zur Unterdr√ľckung von Immunreaktionen)

Verstärkung des Risikos von Magen-/Darm-Schäden, Schädigung der Nieren bzw. der Leber (Kombination vermeiden bzw. Diclofenac niedriger dosieren; Kontrolle von Leber- und Nierenfunktion empfohlen)

Triamteren

Nierenversagen

Tacrolimus (Arzneimittel gegen Organabstoßung nach Transplantationen)

Nierenversagen (Kombination vermeiden)

Voriconazol und andere CYP2C9-Hemmer (Enzymhemmer)

Verzögerung der Ausscheidung von Diclofenac (Dosisreduktion von Diclofenac und Überwachung empfohlen)

Moclobemid (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen)

Verstärkung der Diclofenac-Wirkung

Colestyramin, Colestipol (Arzneimittel zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen)

Verzögerung oder Verminderung der Aufnahme von Diclofenac; Diclofenac sollte 1 Stunde vor oder 4 - 6 Stunden nach diesen Substanzen angewendet werden.

Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebs oder Arthritis)

Gabe von Diclofenac weniger als 24 Stunden vor oder nach der Behandlung mit Methotrexat kann zu einem Anstieg der Blutspiegel von Methotrexat f√ľhren und in der Folge die Nebenwirkungen dieser Substanz verst√§rken (Kombination ist zu vermeiden ‚Äď alternativ strikte Kontrolle von Blutbild, Leber- und Nierenfunktion empfohlen)

Kombination von Diclofenac (einem der zwei Wirkstoffe in Neodolpasse) mit:

Folgende Reaktionen sind möglich:

Lithium (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen)

Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von bestimmten Erkrankungen des Zentralnervensystems)

Erh√∂hung von deren Blutspiegel ‚Äď entsprechende Kontrolle und gegebenenfalls Dosisanpassung empfohlen

orale Antidiabetika (Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit)

Blutzuckerschwankungen sind möglich (vermehrte Blutzuckerkontrollen empfohlen)

Chinolone (bestimmte Arzneimittel gegen Infektionen)

Es wurden Krämpfe berichtet (Kombination nicht empfohlen)

Prostaglandinanaloga (Arzneimittel zur Senkung des Augeninnendrucks)

Bei gleichzeitiger Anwendung wird in einem Einzelfall von einem Zelluntergang der Herzmuskelzellen und anaphylaktischem Schock berichtet.

Zidovudine (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung virusbedingter Infektionen wie HIV)

Erhöhung des Risikos einer Blutbildveränderung

Kombination von Orphenadrincitrat (einem der zwei Wirkstoffe in Neodolpasse) mit:

Folgende Reaktionen sind möglich:

Amantadin

MAO-Hemmer, Trizyklische Antidepressiva  (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen)

Chinidin (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrythmusstörungen)

Verstärkung der anticholinergen Effekte

Levodopa (Arzneimittel zur Behandlung von Parkinson)

Verstärkung der Antiparkinsonwirkung

Tranquilizer (Arzneimittel zur Behandlung von Angstzuständen)

beschleunigter Metabolismus f√ľhrt zu einem erniedrigten Spiegel der Tranquilizer

Dextropropoxyphen

Zittern, Verwirrtheit, Angstzustände

Thyroxin (Arzneimittel zur Behandlung einer St√∂rung der Schilddr√ľsenfunktion)

Durch Orphenadrin kann die Thyroxin-Bestimmung bzw. die Schilddr√ľsenfunktion beeinflusst werden. (erh√∂hte Spiegel proteingebundenes Thyroxin)

Chlorpromazin (Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen)

Erh√∂hte Unterk√ľhlungsgefahr

Anwendung von Neodolpasse zusammen mit Alkohol

Der Konsum von alkoholischen Getränken während der Behandlung mit Diclofenac erhöht das Blutungsrisiko im Magen-Darm-Trakt und soll daher vermieden werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebährfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

DICLOFENAC :

Schwangerschaft

W√§hrend der ersten 6 Monate der Schwangerschaft soll Diclofenac nur aus zwingenden Gr√ľnden, so kurz dauernd und niedrig dosiert wie m√∂glich angewendet werden, √ľber eine Anwendung entscheidet deshalb Ihr Arzt. In den letzten 3 Schwangerschaftsmonaten darf Diclofenac nicht angewendet werden. Es besteht die Gefahr von Fehlentwicklungen im Kreislaufsystem des Kindes und die Gefahr von Verz√∂gerung und Verl√§ngerung des Geburtsvorganges sowie verst√§rkter Blutungen bei der Geburt.

Stillzeit

Der Wirkstoff Diclofenac und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch √ľber. Daher sollte Diclofenac w√§hrend der Stillzeit nicht angewendet werden, um unerw√ľnschte Wirkungen beim S√§ugling zu vermeiden.

Fruchtbarkeit

Diclofenac kann, so wie andere NSAR auch, die weibliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen und wird daher bei Frauen, die eine Schwangerschaft planen, nicht empfohlen. Bei Frauen die Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden oder sich einer Untersuchung auf mögliche Unfruchtbarkeit unterziehen, sollte ein Absetzen von Diclofenac in Erwägung gezogen werden.

ORPHENADRIN :

Schwangerschaft

Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit einer Anwendung von Orphenadrincitrat im ersten Drittel der Schwangerschaft vor. Zu einer Anwendung im zweiten und dritten Drittel liegen keine Erfahrungen vor. Das potentielle Risiko f√ľr den Menschen ist nicht bekannt. Daher darf Orphenadrincitrat in der Schwangerschaft nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abw√§gung angewendet werden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Orphenadrincitrat in die Muttermilch √ľbergeht. Daher darf Orphenadrincitrat in der Stillzeit nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abw√§gung angewendet werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

  • ACHTUNG! Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Neodolpasse hat m√§√üigen Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen.

Falls Nebenwirkungen wie z.B. Sehst√∂rungen, Schwindel oder M√ľdigkeit auftreten, m√ľssen Sie T√§tigkeiten unterlassen, die erh√∂hte Aufmerksamkeit erfordern ‚Äď z.B. die Teilnahme am Stra√üenverkehr, das Bedienen von Maschinen oder Nutzung von gef√§hrlichen Werkzeugen. Dies gilt in verst√§rktem Ma√üe im Zusammenwirken mit Alkohol.

Neodolpasse enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt ca. 47,5 mmol Natrium pro Dosis. Dies sollte bei kochsalzarmer Di√§t ber√ľcksichtigt werden.

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Wie wird es angewendet?

Neodolpasse ist nur zur Anwendung durch einen Arzt bestimmt. Die Art und Dauer der Anwendung wird vom Arzt bestimmt. Sie ist von Art und Schwere der Erkrankung abh√§ngig. Auch die Dosierung wird Art und Schwere des Krankheitsbildes angepasst bzw. prinzipiell die niedrigste wirksame Dosis f√ľr die k√ľrzest m√∂gliche Zeitdauer angewendet.

Zur intravenösen Anwendung.

Die √ľbliche Dosis f√ľr Erwachsene (Personen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr) betr√§gt 250 ml Infusionsl√∂sung pro Tag. In Ausnahmef√§llen k√∂nnen auch 2 Infusionen √† 250 ml pro Tag gegeben werden, wenn ein infusionsfreies Intervall von mindestens 8 Stunden eingehalten wird.

Die Infusionsdauer soll 1,5 bis 2 Stunden f√ľr 250 ml betragen.

Die maximale Behandlungsdauer beträgt im Allgemeinen 7 Tage.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Wenn Sie unter eingeschr√§nkter Nierenfunktion leiden, sollte die niedrigste noch wirksame Dosis angewendet und die Nierenfunktion laufend √ľberwacht werden. Bei schweren Nierenfunktionsst√∂rungen darf Neodolpasse nicht angewendet werden.

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Wenn Sie unter eingeschr√§nkter Leberfunktion leiden, sollte die niedrigste noch wirksame Dosis angewendet und die Leberwerte √ľberwacht werden. Bei schweren Leberfunktionsst√∂rungen darf Neodolpasse nicht angewendet werden.

√Ąltere Patienten (√ľber 65 Jahre)

Wenn Sie √§lter sind (√ľber 65 Jahre), und insbesondere geschw√§cht oder untergewichtig, sollte die niedrigste noch wirksame Dosis angewendet werden.

Die Behandlung mit Neodolpasse ist abzubrechen

  • wenn unter der Behandlung Blutung oder Geschw√ľrbildung im Bereich des Magen-Darm-Trakts auftritt,
  • beim ersten Auftreten von Hautver√§nderungen (Ausschl√§gen), von Schleimhautwunden oder bei jedem anderen Anzeichen von √úberempfindlichkeit,
  • wenn eine Leberfunktionsst√∂rung anh√§lt oder sich verschlimmert,
  • wenn bei der Infusion st√§rkere Missempfindungen oder Schmerzen auftreten.

L√§ngere, kontinuierliche Gabe von Orphenadrin (eines der beiden Wirkstoffe in Neodolpasse) kann unter Umst√§nden zur Toleranzentwicklung (Wirkungsverminderung durch Gew√∂hnung) f√ľhren. Bei Infusion von Neodolpasse ist damit aber nicht zu rechnen, da eine kontinuierliche Anwendung nicht vorgesehen ist.

Bei Zusatz von Arzneimitteln muss die Sterilität gesichert sein und es ist auf gute Durchmischung zu achten.

Neodolpasse darf nur mit Lösungen gemischt werden, deren Kompatibilität sichergestellt ist.

Mischungen von Neodolpasse mit z.B. Dexamethason, Prednisolon, Omeprazol, Lidocain, Ranitidin, Metoclopramid oder Esomeprazol wurden auf Kompatibilit√§t √ľberpr√ľft.

Die Kompatibilit√§t gilt nur f√ľr definierte Mischungsverh√§ltnisse. Angaben zu den Mischungs- verh√§ltnissen sind auf Anfrage beim Pharmazeutischen Unternehmer (siehe Abschnitt 6) erh√§ltlich.

Die Kompatibilit√§t ist zumindest visuell zu √ľberpr√ľfen (nicht sichtbare chemische bzw. therapeutische Inkompatibilit√§ten sind dennoch m√∂glich).

Die Infusion der Mischlösung sollte innerhalb von 24 Stunden abgeschlossen sein.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Neodolpasse darf bei Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr nicht angewendet werden.

Wenn eine größere Menge Neodolpasse verabreicht wurde, als empfohlen ist

Anzeichen einer √úberdosierung:

Als Anzeichen einer √úberdosierung mit Diclofenac k√∂nnen St√∂rungen des Nervensystems wie Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit bis zur Bewusstlosigkeit und Krampfanf√§lle auftreten. Des Weiteren kann es zu Ohrensausen, Bauchschmerzen, √úbelkeit und Erbrechen kommen. Ferner sind das Auftreten von Magen-/Darmblutungen sowie Funktionsst√∂rungen der Leber und der Nieren, zu niedriger Blutdruck, St√∂rungen der Atmung und bl√§uliche Hautf√§rbung durch Sauerstoffmangel m√∂glich. Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit Diclofenac benachrichtigen Sie bitte sofort einen Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere einer Vergiftung √ľber die gegebenenfalls erforderlichen Ma√ünahmen entscheiden.

Akute Überdosierung von Orphenadrin zeigt folgendes Bild: heiße, trockene Haut, Schwitzen, Rötung des Gesichts, Trockenheit der Schleimhäute, erhöhte Atemfrequenz, Pupillendilatation (Pupillenerweiterung), Motilitätsstörungen, Muskelzittern, Ataxie (Störungen der Bewegungskoordination), tonische und klonische Krämpfe, Halluzinationen, Anurie (verminderte Harnausscheidung), Herzrhythmusstörungen, Herzversagen, Erschöpfung, Kollaps, Bewusstlosigkeit und Störungen des Elektrolyt- und Säuren-Basenhaushalts.

Therapie bei √úberdosierung:

DICLOFENAC:

Ein spezifisches Antidot existiert nicht. Die Behandlung einer √úberdosierung erfolgt symptomatisch unter Kontrolle der Vitalfunktionen. Die Behandlung von Komplikationen wie Hypotonie, Niereninsuffizienz, Kr√§mpfe, gastrointestinale Reizungen und Atemdepression ist unterst√ľtzend und ebenfalls symptomatisch. Spezifische Ma√ünahmen wie forcierte Diurese, Dialyse oder H√§moperfusion sind wegen der hohen Proteinbindung nicht-steroidaler Antirheumatika sowie extensiven Metabolismus wahrscheinlich nicht hilfreich.

ORPHENADRIN:

  • Forcierte Diurese, um ein hohes Harnvolumen bzw. einen hohen Blasendurchfluss zu erhalten,
  • Peritonealdialyse, H√§modialyse,
  • Unterst√ľtzende Ma√ünahmen: Intraven√∂se Zufuhr von Fl√ľssigkeiten und kreislaufregulierende Ma√ünahmen je nach Symptomatik.

Gegen die durch Orphenadrin induzierten anticholinergen Wirkungen kann eine Therapie mit Physostigmin versucht werden.

Wenn Sie die Anwendung von Neodolpasse abbrechen

Es sind keine Entzugserscheinungen bekannt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt: Sehr häufig: betrifft mehr als 1 Behandelten von 10

Häufig: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

DICLOFENAC:

Die am h√§ufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Magen-/Darmtrakt. Gutartiges Magengeschw√ľr, Durchbr√ľche oder Magen-/Darmblutungen ‚Äď manchmal auch t√∂dlich, besonders bei √§lteren Personen ‚Äď kommen vor. √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bl√§hungen, Verstopfung, Verdauungsst√∂rungen, Bauchschmerzen, Blutstuhl, hellrotes Bluterbrechen, Geschw√ľr der Mundschleimhaut, Entz√ľndung der Magenschleimhaut, Verschlimmerung eines Dickdarmgeschw√ľrs und Morbus Crohn (eine best. chronische Darmentz√ľndung) wurden nach der Anwendung von NSAR beschrieben (siehe auch Abschnitt 2, Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen).

Wassereinlagerung (√Ėdeme), Bluthochdruck und Herzinsuffizienz (Herzschw√§che) wurden im Zusammenhang mit NSAR-Behandlung berichtet.

Die folgenden Nebenwirkungen umfassen Nebenwirkungen, die mit Diclofenac bei kurzfristiger oder längerfristiger Anwendung berichtet wurden:

Herzerkrankungen

Sehr selten: Herzklopfen, Brustschmerzen, Fl√ľssigkeitsspeicherung im K√∂rper (√Ėdeme), Herzversagen, Herzinfarkt

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten: Störungen der Blutbildung mit Verminderung einzelner oder aller Blutzellen (Blutplättchen, rote und/oder weiße Blutkörperchen), Blutarmut durch Zerfall roter Blutkörperchen

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen, Schwindel

Selten: Benommenheit, Schläfrigkeit, Unruhe, Erregungszustände

Sehr selten: Ver√§nderung der Wahrnehmung, Ged√§chtnisst√∂rungen, Desorientierung, Kr√§mpfe, Angst, Muskelzittern, Hirnhautentz√ľndung (Anzeichen: Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, √úbelkeit, Erbrechen, Fieber und Bewusstseinstr√ľbung), St√∂rungen der Geschmacksempfindung, Schlaganfall

Augenerkrankungen

Sehr selten: Sehstörungen (Verschwommen- oder Doppeltsehen)

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths (Innenohres)

Häufig: Schwindel

Sehr selten: Vor√ľbergehende H√∂rst√∂rungen, Ohrger√§usche ("Ohrensausen")

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Selten: Asthmaanfälle (einschließlich erschwerte Atemtätigkeit)

Sehr selten: entz√ľndliche Ver√§nderung der Lunge (Pneumonitis)

Erkrankungen des Magen-/Darmtraktes

Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen, Blähungen, Appetitlosigkeit

Selten: Magenschleimhautentz√ľndung, Bluterbrechen, Blutungen im Magen- oder Darmbereich, blutiger Durchfall, Blut im Stuhl (Schwarzf√§rbung des Stuhls), Magen- /Darmgeschw√ľre (unter Umst√§nden mit Blutung und Durchbruch)

Sehr selten: Dickdarmentz√ľndung (mit Blutung/Verst√§rkung einer Dickdarmentz√ľndung mit Geschw√ľr), Verstopfung, Entz√ľndungen und Schleimhautsch√§den in Mundh√∂hle und Speiser√∂hre, Darmverengung durch Verwachsungen, Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Schwellungen (√Ėdeme) aufgrund von Zur√ľckhaltung von Natrium und Wasser, insbesondere bei PatientInnen mit hohem Blutdruck oder eingeschr√§nkter Nierenfunktion.

Sehr selten: akutes Nierenversagen durch Nierengewebssch√§digung, abnormale Urinbefunde wie Blut oder Eiwei√ü im Urin (H√§maturie oder Proteinurie), Nierenentz√ľndung, Nierenfunktionsst√∂rung

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Rash, Hautausschlag

Gelegentlich: Nesselausschlag (juckender Quaddelausschlag)

Sehr selten: reversibler Haarausfall, Hautausschlag mit Blasenbildung, Ekzem, Hautrötung, erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut, Hautblutungen, schwere Verlaufsformen von Hautreaktionen mit Blasenbildung und Hautabschälung.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Sehr selten: Verschlechterung infektionsbedingter Entz√ľndungen

Gefäßerkrankungen

Sehr selten: Bluthochdruck, Gef√§√üentz√ľndung

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

H√§ufig: lokale Reaktionen wie Schmerzen oder Verh√§rtungen an der Injektionsstelle, Venenirritation, Venenentz√ľndung

Selten: Gewebeschaden an der Einstichstelle Sehr selten: Abszess an der Einstichstelle

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Blutdruckabfall und Schock)

Sehr selten: Schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen mit Schwellung von Haut und Schleimhaut (einschließlich Gesicht); Zungenschwellung, innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege, Luftnot

Leber- und Gallenerkrankungen

H√§ufig: Leberfunktionsst√∂rungen (Erh√∂hung bestimmter Laborwerte) Gelegentlich Akute Leberentz√ľndung, Gelbsucht, Lebersch√§den

Sehr selten: Pl√∂tzlich verlaufende Leberentz√ľndung, Leberzelluntergang, akutes Leberversagen

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse

Sehr selten: Impotenz

Psychische/seelische Störungen

Sehr selten: Abnorme Veränderungen von Wahrnehmung und Denken, Depression, Schlaflosigkeit, Albträume, Reizbarkeit, Verlust des Realitätsbezugs

ORPHENADRIN:

Herzerkrankungen

Nicht bekannt: Herzrasen, Herzklopfen

Erkrankungen des Nervensystems

H√§ufig: M√ľdigkeit, Schwindel

Gelegentlich: Kopfschmerzen, Muskelzittern, Schluck- und Sprachstörungen, Beeinträchtigungen des Denkvermögens, Appetit- und Geschmacksstörungen

Nicht bekannt: Schwäche, Benommenheit, Ruhelosigkeit

Augenerkrankungen

Häufig: Sehstörungen

Gelegentlich: Schmerzen, Augentrockenheit

Nicht bekannt: vor√ľbergehend auftretende Anpassungsschwierigkeiten des Auges, , erh√∂hter Augeninnendruck

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich: Schnupfen, Brustschmerzen

Erkrankungen des Magen-/Darmtraktes

Häufig: Übelkeit, Brechreiz

Gelegentlich: Mundtrockenheit, Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall

Nicht bekannt: Erbrechen, Appetitlosigkeit

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Beschwerden beim Wasserlassen sind möglich

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Ausschlag

Nicht bekannt: Abnahme der Schwei√üdr√ľsensekretion (W√§rmestau!), Hautr√∂tung

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: Unbehagen, Beinschwäche

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse

Gelegentlich: Brennen im Genitalbereich bei der Frau

Psychische/seelische Störungen

Gelegentlich: Euphorie, Nervosität, Angst, Schlafstörungen, Verwirrtheit, Depression, emotionale Labilität

Wenden Sie Neodolpasse nicht mehr an, sondern wenden Sie sich bitte sofort an einen Arzt, falls folgende Symptome auftreten sollten:

  • Magenbeschwerden, Sodbrennen oder Schmerzen im Bauch
  • Erbrechen von Blut, Schwarzf√§rbung des Stuhls oder Blut im Urin
  • Hautreaktionen wie Ausschlag oder Juckreiz
  • erschwerte Atmung, Atemnot oder Kurzatmigkeit, Schwellungen im Kopfbereich
  • Gelbf√§rbung der Haut oder Augen
  • starke Abgeschlagenheit mit Appetitlosigkeit
  • anhaltende Halsschmerzen, Wunden im Mund, Abgeschlagenheit oder Fieber
  • Nasenbluten, Hautblutungen
  • Schwellungen im Gesicht, an den F√ľ√üen oder den Beinen
  • verminderte Harnausscheidung mit starker Abgeschlagenheit
  • starke Kopfschmerzen oder Nackensteifigkeit
  • Schmerzen in der Brust
  • Eintr√ľbung des Bewusstseins

Die Anwendung von Medikamenten wie Neodolpasse k√∂nnte mit einem geringf√ľgig erh√∂hten Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem (Details siehe unten) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

√Ėsterreich

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Inst. Pharmakovigilanz

Traisengasse 5

AT-1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

In der Originalverpackung (Flasche im Umkarton) aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken: die L√∂sung ist nicht klar und farblos und das Beh√§ltnis ist nicht unversehrt.

Neodolpasse muss nach dem √Ėffnen des Beh√§ltnisses sofort verwendet werden. Restmengen sind zu verwerfen.

Aus mikrobiologischer Sicht m√ľssen L√∂sungen, die unter unkontrollierten und unvalidierten Bedingungen gemischt wurden, sofort angewendet werden. Die Verantwortung f√ľr die Lagerzeit/Bedingungen der gebrauchsfertigen L√∂sung liegt beim Anwender.

Mischungen, f√ľr welche die Kompatibilit√§t sichergestellt ist und die unter kontrollierten und validierten Bedingungen aseptisch hergestellt wurden, sind nach dem Mischen 24 Stunden bei Raumtemperatur haltbar und sollten innerhalb dieser Zeit infundiert werden.

Auf gute Durchmischung der zugesetzten Arzneimittel ist zu achten.

Nur zur einmaligen Entnahme.

Die nach Infusion im Behältnis verbliebene Restmenge ist zu verwerfen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Neodolpasse enthält

- Die Wirkstoffe sind: Diclofenac-Natrium, Orphenadrincitrat.

250 ml Infusionslösung enthalten:

Diclofenac-Natrium 75 mg
Orphenadrincitrat 30 mg

Die sonstigen Bestandteile sind: Acetylcystein, √Ąpfels√§ure, Natrium-EDTA, Natriumhydroxid, Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Wie Neodolpasse aussieht und Inhalt der Packung

Eine Packung Neodolpasse enthält 1, 5 oder 10 Glasflaschen, die 250 ml klarer, farbloser Infusionslösung beinhalten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Fresenius Kabi Austria GmbH Hafnerstraße 36

8055 Graz √Ėsterreich

Z.Nr.: 1-20916

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im August 2022.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Neodolpasse - Infusionslösung - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Diclofenac Orphenadrincitrat
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Fresenius Kabi Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 19.04.1995
ATC Code M01AB55
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden