Wirkstoff(e) Bisoprolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller TAD Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C07AB07
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten

Zulassungsinhaber

TAD Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Bisobeta 5 Bisoprolol betapharm Arzneimittel GmbH
Bisoprolol Sandoz 10mg Filmtabletten Bisoprolol Hexal Aktiengesellschaft
Bisogamma 10 Bisoprolol Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Concor 10mg Bisoprolol Merck Serono GmbH
Bisoprolol TAD 5 mg Bisoprolol TAD Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

WAS IST BISOPROLOL TAD 10 MG UND WOF√úR WIRD ES ANGEWENDET?
Dieses Arzneimittel ist ein herzspezifischer Beta-Rezeptorenblocker.
Diese Arzneimittel beeinflussen die Antwort des Körpers auf einige Nervenimpulse, vor allem im Herzen. Als Folge verlangsamt Bisoprolol die Geschwindigkeit des Herzschlags und erhöht dadurch in Bezug auf die Pumpleistung die Leistungsfähigkeit des Herzens. Gleichzeitig wird der Bedarf des Herzens an Blut erniedrigt und der Sauerstoffverbrauch verringert.
Bisoprolol TAD 10 mg wird angewendet bei
- Bluthochdruck (essenzielle Hypertonie)
- Herzschmerzen aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen (koronare Herzkrankheit: Angina pectoris)

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bisoprolol TAD 10 mg darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Bisoprololhemifumarat oder einen der sonstigen Bestandteile von Bisoprolol TAD 10 mg sind.
- wenn Sie an einer unbehandelten Herzmuskelschwäche (manifester Herzinsuffizienz) leiden
- wenn Sie einen Schock haben
- wenn Sie an höhergradigen Erregungsleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern (AV-Block 2. oder 3. Grades) leiden
- wenn Sie an einem Syndrom des kranken Sinusknotens (sick sinus syndrome) leiden
- wenn Sie an einer gestörten Erregungsleitung zwischen Sinusknoten und Herzvorhof (sinuatrialem Block) leiden
- wenn Sie an stark verlangsamter Herzschlagfolge (Bradykardie: Ruhepuls kleiner als 50 Schläge pro Minute) vor Behandlungsbeginn leiden
- wenn Sie an stark erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie: systolisch weniger als 90 mmHg) leiden
- wenn bei Ihnen eine stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose) vorliegt
- wenn Sie an Neigung zu Bronchialverkrampfung (bronchialer Hyperreagibilität: z.B. obstruktiven Atemwegserkrankungen, z.B. Asthma bronchiale) leiden
- wenn bei Ihnen Spätstadien peripherer Durchblutungsstörungen vorliegen
- wenn bei Ihnen eine gleichzeitige Gabe von MAO-Hemmstoffen (Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe) erfolgt
- wenn Sie unbehandelte Tumore des Nebennierenmarks (Phäochromocytom) haben
- wenn Sie √ľberempfindlich gegen√ľber Beta-Rezeptorenblockern sind
Kinder d√ľrfen Bisoprolol TAD 10 mg nicht einnehmen (keine Therapieerfahrungen).
Wenn Sie mit Bisoprolol TAD 10 mg behandelt werden, darf keine intravenöse Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-Typ oder anderen Arzneimitteln gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika: z.B. Disopyramid, Chinidin, Amiodaron) erfolgen (Ausnahme Intensivmedizin).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Bisoprolol TAD 10 mg ist erforderlich,
- wenn Sie an geringgradigen Erregungsleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern (AV-Block 1. Grades) leiden
- wenn Sie an bereits bestehender oder bisher nicht in Erscheinung getretener Zuckerkrankheit (manifestem oder latentem Diabetes mellitus) leiden (Zustände von stark erniedrigtem Blutzucker [schwere hypoglykämische Zustände] möglich; Hypoglykämiesymptome können verschleiert werden; regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers)
- wenn Sie länger streng fasten und eine schwere körperliche Belastung haben (Zustände von stark erniedrigtem Blutzucker möglich)
- wenn Sie an einem Nebennierenmarktumor (Phäochromozytom) leiden; (Bisoprolol TAD 10 mg darf erst nach vorheriger Behandlung mit Alpha-Rezeptorenblockern verabreicht werden)
- wenn bei Ihnen Durchblutungsstörungen des Herzens infolge von krampfartigen Verengungen der Herzkranzgefäße (Prinzmetal-Angina) vorliegen
Die Symptome einer Schilddr√ľsen√ľberfunktion (Thyreotoxikose) k√∂nnen durch Bisoprolol verschleiert werden.
Falls Sie eine Schuppenflechte (Psoriasis) in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte haben, sollte die Verordnung von Beta-Rezeptorenblockern (z.B. Bisoprolol TAD 10 mg) nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.
Bei Leber- und Nierenfunktionsstörungen ist die Dosierungsanleitung zu beachten (s. hierzu Abschnitt Dosierungsanleitung).
Beta-Rezeptorenblocker k√∂nnen die Empfindlichkeit gegen√ľber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d. h. akuter allergischer Allgemeinreaktionen, erh√∂hen. Deshalb ist eine strenge Indikationsstellung geboten, wenn bei Ihnen schwere √úberempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte bekannt sind und wenn bei Ihnen eine Behandlung zur Schw√§chung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie; [Vorsicht: √ľberschie√üende anaphylaktische Reaktionen]) durchgef√ľhrt wird.
Vor einer Allgemeinnarkose sollten Sie den Narkosearzt √ľber die Behandlung mit Bisoprolol TAD 10 mg informieren.
Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Bisoprolol TAD 10 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.
Die Anwendung von Bisoprolol TAD 10 mg als Dopingmittel kann zu einer Gef√§hrdung der Gesundheit f√ľhren.
Schwangerschaft und Stillzeit
Erfahrungen mit der Anwendung von Bisoprololhemifumarat bei schwangeren Frauen liegen nicht vor. Bisoprolol TAD 10 mg sollte w√§hrend der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der Arzt entschieden hat, dass der Nutzen f√ľr die Schwangere bedeutungsvoller ist als die m√∂glichen Risiken f√ľr das Kind. Wegen einer m√∂glichen Beeintr√§chtigung der Herz-/Kreislauffunktion des Neugeborenen sollte die Behandlung mit Bisoprololhemifumarat 48-72 Stunden vor der Geburt beendet werden. Ist dies nicht m√∂glich, m√ľssen Neugeborene 48-72 Stunden nach der Entbindung sorgf√§ltig √ľberwacht werden.
Der √úbergang von Bisoprololhemifumarat in die Muttermilch ist bisher nicht untersucht. Da der Wirkstoff jedoch im Tierversuch in der Milch nachgewiesen werden konnte, sollten S√§uglinge sorgf√§ltig hinsichtlich betablockierender Wirkungen √ľberwacht werden. Gegebenenfalls ist abzustillen.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Bisoprolol TAD 10 mg
Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. Bitte nehmen Sie Bisoprolol TAD 10 mg erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

WIE IST BISOPROLOL TAD 10 MG EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie Bisoprolol TAD 10 mg immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:
Grundsätzlich sollte die Behandlung mit niedrigen Dosen einschleichend begonnen und langsam gesteigert werden. In jedem Fall sollte die Dosierung individuell, vor allem nach der Pulsfrequenz und dem Behandlungserfolg, festgelegt werden.
Bluthochdruck (essenzielle Hypertonie)
Soweit nicht anders verordnet, betr√§gt die empfohlene Dosis einmal t√§glich ¬Ĺ Tablette Bisoprolol TAD 10 mg (5 mg Bisoprololhemifumarat).
Bei nicht ausreichender Wirkung kann die Dosis auf einmal täglich 1 Tablette Bisoprolol TAD 10 mg (entsprechend 10 mg Bisoprololhemifumarat) erhöht werden. Eine weitere Dosiserhöhung ist nur in Ausnahmefällen gerechtfertigt.
Herzschmerzen aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen (Angina pectoris bei koronarer Herzkrankheit)
Soweit nicht anders verordnet, beträgt die empfohlene Dosis einmal täglich Tablette Bisoprolol TAD 10 mg (5 mg Bisoprololhemifumarat).
Bei nicht ausreichender Wirkung kann die Dosis auf einmal täglich 1 Tablette Bisoprolol TAD 10 mg (10 mg Bisoprololhemifumarat) erhöht werden. Eine weitere Dosiserhöhung ist nur in Ausnahmefällen gerechtfertigt.
Dosierung bei Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen
Bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsst√∂rungen leichterer oder mittlerer Auspr√§gung ist eine Dosisanpassung im Allgemeinen nicht erforderlich. Bei Patienten mit fortgeschrittener Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <20 ml/ min) und bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsst√∂rung sollte eine Tagesdosis von 10 mg Bisoprololhemifumarat nicht √ľberschritten werden.
Dosierung bei √Ąlteren
Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung notwendig.
Dosierung bei Kindern:
Bisoprolol sollte nicht von Kindern eingenommen werden, da die Sicherheit und die Wirksamkeit nicht untersucht worden ist.
Art der Anwendung
Die Tabletten sind m√∂glichst morgens n√ľchtern oder zum Fr√ľhst√ľck unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit einzunehmen.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Anwendung ist zeitlich nicht begrenzt. Sie richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung.
Die Dosierung von Bisoprolol TAD 10 mg darf ohne Anweisung des Arztes nicht geändert werden. Auch eine Unterbrechung oder vorzeitige Beendigung der Behandlung mit Bisoprolol TAD 10 mg sollte nicht ohne Anweisung des Arztes erfolgen.
Die Behandlung mit Bisoprolol TAD 10 mg sollte ‚Äď insbesondere bei Patienten mit Durchblutungsst√∂rungen in den Herzkranzgef√§√üen (koronarer Herzkrankheit: Angina pectoris) - nicht abrupt, sondern grunds√§tzlich ausschleichend (d.h. √ľber 7-10 Tage) beendet werden, da ein abruptes Absetzen zu einer akuten Verschlechterung des Zustandes des Patienten f√ľhren kann.
√úber die Dauer der Behandlung entscheidet der behandelnde Arzt.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Bisoprolol TAD 10 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge von Bisoprolol TAD 10 mg eingenommen haben, als Sie sollten
Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit Bisoprolol TAD 10 mg benachrichtigen Sie bitte sofort Ihren Arzt.
Dieser kann entsprechend der Schwere einer √úberdosierung/Vergiftung √ľber die gegebenenfalls erforderlichen Ma√ünahmen entscheiden.
Eine √úberdosierung von Bisoprolol TAD 10 mg kann zu starkem Blutdruckabfall (schwerer Hypotonie), verlangsamter Herzschlagfolge (Bradykardie) bis zum Herzstillstand, Herzmuskelschw√§che (Herzinsuffizienz) und Schock f√ľhren. Zus√§tzlich k√∂nnen Atembeschwerden, Bronchialverkrampfung (Bronchospasmen), Erbrechen und Bewusstseinsst√∂rungen auftreten.
Bei √úberdosierung muss die Behandlung mit Bisoprolol TAD 10 mg abgebrochen werden.
Wenn Sie die Einnahme von Bisoprolol TAD 10 mg vergessen haben
Nehmen Sie beim n√§chsten Mal nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern f√ľhren Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben bzw. wie vom Arzt verordnet, fort.
Wenn Sie die Einnahme von Bisoprolol TAD 10 mg abbrechen
Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Bisoprolol TAD 10 mg nicht, ohne dies vorher mit Ihrem Arzt abgesprochen zu haben.
Die Behandlung mit Bisoprolol TAD 10 mg sollte ‚Äď insbesondere bei Patienten mit Durchblutungsst√∂rungen in den Herzkranzgef√§√üen (koronarer Herzkrankheit: Angina pectoris) - nicht abrupt, sondern grunds√§tzlich ausschleichend (d.h. √ľber 7-10 Tage) beendet werden, da ein abruptes Absetzen zu einer akuten Verschlechterung des Zustandes des Patienten f√ľhren kann.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Bisoprolol TAD 10 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die blutdrucksenkende Wirkung von Bisoprolol TAD 10 mg kann durch andere blutdrucksenkende Arzneimittel (z.B. ACE-Hemmer), harntreibende Arzneimittel (Diuretika), gefäßerweiternde Substanzen (Vasodilatatoren), Barbiturate, Phenothiazine und trizyklische Antidepressiva verstärkt werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Bisoprolol TAD 10 mg und Calciumantagonisten vom Nifedipin-Typ kann es zu einer verstärkten Blutdrucksenkung und in Einzelfällen zur Ausbildung einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) kommen.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Bisoprolol TAD 10 mg und Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder anderen Arzneimitteln gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika: z.B. Disopyramid, Chinidin, Amiodaron) ist eine sorgfältige Überwachung der Patienten angezeigt, da es zu verstärkter Blutdrucksenkung (Hypotension), verlangsamter Herzschlagfolge (Bradykardie) oder anderen Herzrhythmusstörungen und/oder Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) kommen kann.
Die intravenöse Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (z.B. Disopyramid, Chinidin, Amiodaron) bei Patienten, die mit Bisoprolol TAD 10 mg behandelt werden, ist kontraindiziert (Ausnahme Intensivmedizin; s. auch Abschnitt Gegenanzeigen).
Die kardiodepressiven Wirkungen von Bisoprolol TAD 10 mg und Antiarrhythmika können sich addieren.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Bisoprolol TAD 10 mg und Reserpin, Alpha-Methyldopa, Guanfacin, Clonidin oder herzwirksamen Glykosiden (Digitalis) kann es zu einem stärkeren Absinken der Herzfrequenz bzw. zu einer Verzögerung der Überleitung im Herzen kommen.
Nach abruptem Absetzen von Clonidin bei gleichzeitiger Anwendung von Bisoprolol TAD 10 mg kann der Blutdruck √ľberschie√üend ansteigen. Clonidin darf daher erst abgesetzt werden, wenn einige Tage zuvor die Verabreichung von Bisoprolol TAD 10 mg beendet wurde. Anschlie√üend kann Clonidin stufenweise abgesetzt werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Bisoprolol TAD 10 mg und Noradrenalin, Adrenalin oder anderen sympathomimetisch wirkenden Substanzen (z.B. enthalten in Hustenmitteln, Nasen- und Augentropfen) ist ein Blutdruckanstieg möglich.
Bestimmte Medikamente gegen Schmerzen und Entz√ľndungen (Nichtsteroidale Antirheumatika, NSAR) k√∂nnen den blutdrucksenkenden Effekt von Bisoprolol verringern.
Die gleichzeitige Einnahme von Ergotaminderivaten (z.B. in ergotaminhaltigen Migr√§netherapeutika) und Bisoprolol TAD 10 mg kann zu einer Verst√§rkung peripherer Durchblutungsst√∂rungen f√ľhren.
Monoaminooxidase-(MAO)-Hemmer sollten wegen eines m√∂glichen √ľberschie√üenden Blutdruckanstiegs (Hypertension) nicht zusammen mit Bisoprolol TAD 10 mg eingenommen werden (s. auch Abschnitt Gegenanzeigen).
Bei gleichzeitiger Anwendung von Bisoprolol TAD 10 mg und Insulin oder anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln (oralen Antidiabetika) kann deren Wirkung sowohl verst√§rkt bzw. verl√§ngert als auch abgeschw√§cht werden. Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers (Hypoglyk√§mie) ‚Äď insbesondere schneller Puls (Tachykardie) und Zittern der H√§nde (Tremor) - sind verschleiert oder abgemildert. Daher sind regelm√§√üige Blutzuckerkontrollen erforderlich.
Rifampicin kann die blutdrucksenkende Wirkung von Bisoprolol TAD 10 mg vermindern.
Die Wirkung von Bisoprolol TAD 10 mg kann durch Cimetidin, Hydralazin und Alkohol verstärkt werden.
Die gleichzeitige Anwendung von Bisoprolol TAD 10 mg und Narkosemitteln (Narkotika) kann eine verstärkte Blutdrucksenkung zur Folge haben. Die negativ inotrope Wirkung der beiden vorgenannten Arzneimittel kann sich addieren.
Daher sollte vor einer Allgemeinnarkose der Narkosearzt √ľber die Behandlung mit Bisoprolol TAD 10 mg informiert werden.
Bei Einnahme von Bisoprolol TAD 10 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die blutdrucksenkende Wirkung von Bisoprolol TAD 10 mg kann durch Alkohol verstärkt werden.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND M√ĖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Bisoprolol TAD 10 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten m√ľssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, oder unbekannt

Mögliche Nebenwirkungen

StoffwechselgelegentlichAnstieg der Blutfette (Cholesterol, Triglyceride).
sehr seltenEine bisher nicht in Erscheinung getretene Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) kann erkennbar werden, eine bereits bestehende Zuckerkrankheit (manifester Diabetes mellitus) kann sich verschlechtern. Nach längerem strengen Fasten oder schwerer körperlicher Belastung kann es bei gleichzeitiger Therapie mit Bisoprolol TAD 10 mg zu Zuständen mit erniedrigtem Blutzucker (hypoglykämischen Zuständen) kommen. Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers (Hypoglykämie) - insbesondere schneller Puls (Tachykardie) und Zittern der Hände (Tremor) - können verschleiert werden.
Bei Patienten mit Schilddr√ľsen√ľberfunktion (Hyperthyreose) k√∂nnen unter der Therapie mit Bisoprolol TAD 10 mg die klinischen Zeichen einer Thyreotoxikose (z.B. Herzrasen, Zittern) verschleiert werden.
Zentrales Nervensystemh√§ufigM√ľdigkeit*, Ersch√∂pfungszustand*, Schwindelgef√ľhl*, Kopfschmerzen*, depressive Verstimmungen, Verwirrtheit, Alptr√§ume oder verst√§rkte Traumaktivit√§t, Schlafst√∂rungen und Halluzinationen
sehr seltenGef√ľhlsschwankungen, kurz dauernder Ged√§chtnisverlust
AugengelegentlichSehst√∂rungen, Bindehautentz√ľndung (Konjunktivitis) und verminderter Tr√§nenfluss (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten)
OhrenseltenHörstörungen
sehr seltenOhrensausen
Herzh√§ufigVerlangsamung der Herzschlagfolge (Bradykardie), Erregungsleitungsst√∂rungen von den Herzvorh√∂fen auf die Herzkammern (AV-√úberleitungsst√∂rungen) oder Verst√§rkung einer Herzmuskelschw√§che (Herzinsuffizienz) mit Fl√ľssigkeitsansammlungen in den Beinen (peripheren √Ėdemen) und/oder Atemnot bei k√∂rperlicher Belastung (Belastungsdyspnoe)
Gef√§√üsystemh√§ufigMissempfindungen wie Kribbeln und K√§ltegef√ľhl in den Gliedma√üen (Par√§sthesien),
verstärkter Blutdruckabfall, auch beim Übergang vom Liegen zum Stehen (orthostatische Dysregulation)
sehr seltenEine Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen - einschließlich Patienten mit Gefäßkrämpfen der Zehen und Finger (Raynaud-Syndrom) wurde beobachtet.
AtemwegegelegentlichAtemnot infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwegswiderstandes (Bronchospasmus) bei Patienten mit Neigung zu bronchospastischen Reaktionen (insbesondere bei obstruktiven Atemwegserkrankungen, Asthma bronchiale).
seltenallergischer Schnupfen (Rhinitis allergica)
Magen-Darm-TrakthäufigAppetitlosigkeit und Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Durchfall, Schmerzen und Krämpfe im Bauchraum)
sehr seltenGewichtszunahme
LeberseltenErh√∂hung der Leberenzyme (Transaminasen: GOT, GPT) im Blut, Leberentz√ľndung (Hepatitis)
HauthäufigÜberempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Rötung, Juckreiz (Pruritus), Hautausschläge bei Lichteinwirkung (photoallergisches Exanthem), stark juckende Quaddeln (Urtikaria), Schwitzen
sehr seltenBeta-Rezeptorenblocker, z. B. Bisoprolol TAD 10 mg, k√∂nnen eine Schuppenflechte (Psoriasis) ausl√∂sen, die Symptome dieser Erkrankung verschlechtern oder zu Schuppenflechte-√§hnlichen Hautausschl√§gen (psoriasiformen Exanthemen) f√ľhren.
Haarausfall
Bewegungsapparatsehr seltenErkrankungen der Gelenke (Arthropathie) mit Befall eines oder mehrerer Gelenke (Mono- oder Polyarthritis)
Allgemeine ErkrankungenhäufigMuskelschwäche, Muskelkrämpfe (z.B. Wadenkrämpfe)
Harn-und GeschlechtsorganeseltenPotenzstörungen
sehr seltenLibidostörungen, Gewebsverhärtung des Penis (Induratio penis plastica /Peyronie's disease)

* Diese Erscheinungen treten insbesondere zu Beginn der Behandlung auf. Sie sind im Allgemeinen leichterer Art und verschwinden meist innerhalb von 1 bis 2 Wochen.
Besondere Hinweise:
Beta-Rezeptorenblocker k√∂nnen die Empfindlichkeit gegen√ľber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d.h. akuter allergischer Allgemeinreaktionen, erh√∂hen. Bei Patienten mit schweren √úberempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Behandlung zur Schw√§chung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie) kann es daher zu √ľberschie√üenden anaphylaktischen Reaktionen kommen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
Benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit er √ľber den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche Ma√ünahmen entscheiden kann.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

WIE IST BISOPROLOL TAD 10 MG AUFZUBEWAHREN?
F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren!
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Durchdr√ľckpackung nach ?verwendbar bis? angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

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Weitere Informationen

Was Bisoprolol TAD 10 mg enthält
- Der Wirkstoff ist: Bisoprololhemifumarat. 1 Tablette enthält 10 mg Bisoprololhemifumarat.
- Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, Mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Crospovidon, Farbstoffe: Eisenoxidhydrat, gelb (E 172), Eisen-(III)-oxid, rot (E172).
Wie Bisoprolol TAD 10 mg aussieht und Inhalt der Packung
Bisoprolol 10 mg, Tabletten sind beige, marmorierte, runde Tabletten mit einseitiger Prägung ?BI? und ?10? und Bruchkerbe.
Bisoprolol TAD 10 mg ist in Originalpackungen mit 30 (N1), 50 (N2), 98 (N3) und 100 (N3) Tabletten erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
TAD Pharma GmbH
Heinz-Lohmann-Straße 5
D-27472 Cuxhaven
Tel.: (04721) 606-0
Fax: (04721) 606-333
E-Mail: info@tad.de
Internet: www.tad.de
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
Entfällt.
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Februar 2008.

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Wirkstoff(e) Bisoprolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller TAD Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C07AB07
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden