Bisoprolol Heumann 5 mg Tabletten

Abbildung Bisoprolol Heumann 5 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Bisoprolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 07.02.2011
ATC Code C07AB07
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten

Zulassungsinhaber

Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
BISO-PUREN 5 mg Bisoprolol Merck Serono GmbH
Biso-Hennig 10mg Tabletten Bisoprolol Hennig Arzneimittel GmbH & Co KG
Bisoprolol STADA 10 mg Filmtabletten Bisoprolol STADAPHARM
Bisoprolol - 1A Pharma 2,5 mg Filmtabletten Bisoprolol 1 A Pharma GmbH
Biso Lich 10 mg Bisoprolol Winthrop Arzneimittel GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Der Wirkstoff von Bisoprolol Heumann ist Bisoprolol. Bisoprolol gehört zur Arzneimittelgruppe der Beta-Rezeptorenblocker. Diese Arzneimittel beeinflussen die Antwort des Körpers auf einige Nervenimpulse, vor allem im Herzen. Als Folge verlangsamt Bisoprolol die Geschwindigkeit des Herzschlags und erhöht dadurch in Bezug auf die Pumpleistung die Leistungsfähigkeit des Herzens. Gleichzeitig wird der Bedarf des Herzens an Blut erniedrigt und der Sauerstoffverbrauch verringert.

Bisoprolol Heumann wird angewendet bei:

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bisoprolol Heumann darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Bisoprololfumarat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

  • wenn Sie unter akuter Herzmuskelschw√§che (Herzinsuffizienz) leiden oder eine Verschlechterung (Dekompensation) der Herzinsuffizienz auftritt, die eine intraven√∂se Therapie mit Herzkraft-st√§rkenden Substanzen erfordert
  • wenn Sie unter kardiogenem Schock leiden, welcher einen akuten, ernsten Zustand des Herzens darstellt und zu niedrigem Blutdruck und Kreislaufversagen f√ľhrt
  • wenn bei Ihnen h√∂hergradige Erregungsleitungsst√∂rungen von den Herzvorh√∂fen auf die Herzkammern (AV-Block II. oder III. Grades) ohne Herzschrittmacher auftreten
  • wenn Sie unter dem Syndrom des kranken Sinusknotens (Sick-Sinus-Syndrom) leiden
  • wenn bei Ihnen eine gest√∂rte Erregungsleitung zwischen Sinusknoten und Herzvorhof (sinuatrialer Block) auftritt
  • wenn Sie unter stark verlangsamter Herzschlagfolge (Pulsfrequenz weniger als 50 Schl√§ge/min) vor Behandlungsbeginn leiden
  • wenn Sie einen stark erniedrigten Blutdruck (systolisch weniger als 90 mmHg) haben
  • wenn Sie unter schwerem Asthma bronchiale leiden
  • wenn Sie sich in Sp√§tstadien einer Erkrankung der Blutgef√§√üe befinden, die eine geringe Durchblutung in Armen und Beinen verursacht (periphere arterielle Verschlusskrankheit)
  • wenn Sie unter Gef√§√ükr√§mpfen im Bereich der Zehen und Finger (Raynaud-Syndrom) leiden, die in der K√§lte zu Taubheit, Brennen und Farbver√§nderungen f√ľhren
  • wenn Sie unbehandelte Tumore des Nebennierenmarks (Ph√§ochromozytom) haben
  • wenn bei Ihnen eine stoffwechselbedingte √úbers√§uerung des Blutes (metabolische Azidose) vorliegt

Bitte besprechen Sie die Einnahme dieses Arzneimittels mit Ihrem Arzt, wenn Sie annehmen, dass eine der oben aufgef√ľhrten Beschwerden auf Sie zutrifft.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Bisoprolol Heumann einnehmen,

  • wenn Sie unter Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) mit stark schwankenden Blutzuckerwerten leiden; Symptome eines stark erniedrigten Blutzuckers (Hypoglyk√§miesymptome, wie z. B. beschleunigte Herzschlagfolge, Herzklopfen oder Schwitzen) k√∂nnen verschleiert werden
  • wenn Sie streng fasten
  • w√§hrend einer Desensibilisierungstherapie (z. B. zur Vorbeugung vor allergischem Schnupfen/Rhinitis):
    Wie auch andere Beta-Rezeptorenblocker kann Bisoprolol die Empfindlichkeit gegen√ľber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d. h. akuter allergischer Allgemeinreaktionen, erh√∂hen.
    Wenn Sie eine allergische Reaktion aufweisen, teilen Sie Ihrem Arzt mit, dass Sie Bisoprolol Heumann einnehmen, damit er dies bei der Behandlung Ihrer allergischen Reaktion ber√ľcksichtigen kann.
  • wenn bei Ihnen geringgradige Erregungsleitungsst√∂rungen von den Herzvorh√∂fen auf die Herzkammern (AV-Block I. Grades) auftreten
  • wenn bei Ihnen Durchblutungsst√∂rungen des Herzens infolge von krampfartigen Verengungen der Herzkranzgef√§√üe (Prinzmetal-Angina) vorliegen
  • wenn Sie unter einer Erkrankung der Blutgef√§√üe leiden, die eine geringe Durchblutung in Armen und Beinen verursacht (Verst√§rkung der Beschwerden insbesondere bei Therapiebeginn m√∂glich)

Bei Patienten mit einer Schuppenflechte (Psoriasis) in der Vorgeschichte sollte die Anwendung von Beta-Rezeptorenblockern (z. B. Bisoprolol Heumann) nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko- Abwägung erfolgen.

Die Symptome einer Schilddr√ľsen√ľberfunktion (Thyreotoxikose) k√∂nnen durch Bisoprolol maskiert werden.

Bei Patienten mit einem Nebennierenmarktumor (Phäochromozytom) darf Bisoprolol Heumann erst nach vorheriger Gabe von Alpha-Rezeptorenblockern verabreicht werden.

Ihr Arzt kann eine besondere Behandlung (z. B. zusätzliche Arzneimittel) anordnen, wenn Sie eine dieser Beschwerden aufweisen.

Wenn Sie eine Vollnarkose erhalten, muss der Narkosearzt von der Therapie mit Betablockern unterrichtet sein. Gegenw√§rtig wird empfohlen, die Therapie weiter zu f√ľhren, da w√§hrend der Operation m√∂glicherweise auftretende Rhythmus- und Durchblutungsst√∂rungen des Herzens g√ľnstig beeinflusst werden k√∂nnen. Falls das Absetzen der Betablockertherapie vor der Operation f√ľr notwendig erachtet wird, sollte dies ausschleichend erfolgen und ca. 48 Stunden vor der Narkose abgeschlossen sein.

Bei chronischen Lungenerkrankungen und bei Bronchialverkrampfung (Asthma bronchiale), die mit Symptomen einhergehen können, sollte eine begleitende bronchienerweiternde Therapie erfolgen. Gelegentlich kann eine Zunahme des Atemwegswiderstandes bei Patienten mit Asthma auftreten und eine Dosiserhöhung des Beta-2-Sympathomimetikums erforderlich machen.

Einnahme von Bisoprolol Heumann zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Die gleichzeitige Einnahme mit folgenden Arzneimitteln wird nicht empfohlen

Bei gleichzeitiger Anwendung mit den Herzmitteln Calciumantagonisten des Verapamil-Typs und des Diltiazem-Typs wurde eine verst√§rkte Blutdrucksenkung, verz√∂gerte Erregungsleitung von Herzvorh√∂fen auf die Herzkammern sowie eine Herabsetzung der Kontraktionskraft des Herzmuskels beobachtet. Insbesondere die intraven√∂se Gabe von Calciumantagonisten vom Verapamil-Typ kann zu einer ausgepr√§gten Blutdrucksenkung (Hypotonie) und Erregungsleitungsst√∂rungen von den Herzvorh√∂fen auf die Herzkammern (AV-Blockierungen) f√ľhren.

Zentral wirksame blutdrucksenkende Arzneimittel, wie Clonidin und andere (z. B. Methyldopa, Moxonidin und Reserpin) k√∂nnen bei gleichzeitiger Anwendung zu einer Verlangsamung der Herzschlagfolge, einer Verringerung des Herzauswurfvolumens und zu einer Gef√§√üerweiterung f√ľhren. Au√üerdem kann es nach Absetzen von Clonidin zu einem √ľberschie√üenden Blutdruckanstieg kommen.

Die gleichzeitige Einnahme von Bisoprolol Heumann mit folgenden Arzneimitteln darf nur unter bestimmten Bedingungen und mit besonderer Vorsicht erfolgenBei gleichzeitiger Anwendung mit Calciumantagonisten vom Dihydropyridin-Typ (z. B. Nifedipin) kann eine verstärkte Blutdrucksenkung sowie bei Patienten mit

Herzmuskelschwäche eine weitere Herabsetzung der Kontraktionskraft des Herzmuskels auftreten.

Die Herzkraft-schwächende Wirkung (kardiodepressive Wirkung) von Bisoprolol Heumann und Arzneimitteln gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika, wie z. B. Chinidin, Disopyramid, Lidocain, Phenytoin, Flecainid, Propafenon, Amiodaron) auf Überleitungszeit und Kontraktionskraft des Herzens können sich addieren.

Arzneimittel des zentralen Nervensystems (Parasympathomimetika) können die Überleitungszeit im Herzen verlängern und das Risiko einer verlangsamten Herzschlagfolge erhöhen.

Die äußerliche Anwendung von Beta-Rezeptorenblockern (z. B. in Augentropfen bei Glaukom- Behandlung) kann die Wirkung von Bisoprolol Heumann verstärken.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Bisoprolol Heumann und Insulin oder anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln (oralen Antidiabetika) kann deren Wirkung verstärkt werden. Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers (Hypoglykämie) - insbesondere schneller Puls (Tachykardie) - können verschleiert oder abgemildert sein.

Die gleichzeitige Anwendung von Bisoprolol Heumann und Narkosemitteln kann eine verst√§rkte Blutdrucksenkung zur Folge haben. Gegenregulationsmechanismen, z. B. Anstieg der Herzfrequenz (Reflextachykardie), k√∂nnen beeintr√§chtigt sein. Eine Fortsetzung der Betablockade reduziert das Risiko f√ľr Rhythmusst√∂rungen w√§hrend Narkoseeinleitung und Beatmung. Der Narkosearzt sollte √ľber die Behandlung mit Bisoprolol Heumann informiert werden.

Bei gleichzeitiger Therapie mit Bisoprolol Heumann und herzwirksamen Glykosiden (Digitalis) kann es zu einer stärkeren Verlangsamung des Herzschlags und der Überleitung im Herzen kommen.

Arzneimittel gegen Schmerzen oder Entz√ľndungen (nicht-steroidale Antiphlogistika [NSAID], z. B. Acetylsalicyls√§ure) k√∂nnen den blutdrucksenkenden Effekt von Bisoprolol Heumann abschw√§chen.

Bei gleichzeitiger Gabe von Bisoprolol Heumann und bestimmten Notfallmedikamenten (Sympathomimetika, wie z. B. Orciprenalin, Dobutamin, Adrenalin, Noradrenalin) kann eine Wirkungsabschwächung beider Substanzen auftreten. Eine Erhöhung des Blutdrucks sowie eine Verschlechterung bei Durchblutungsstörungen der Extremitäten (Claudicatio intermittens) können auftreten.

Die blutdrucksenkende Wirkung von Bisoprolol Heumann kann durch Arzneimittel gegen Depressionen oder psychiatrische Erkrankungen sowie Epilepsie- bzw. Schlafmittel (trizyklische Antidepressiva, Phenothiazine, Barbiturate) und andere blutdrucksenkende Arzneimittel verstärkt werden.

Die gleichzeitige Einnahme von Bisoprolol Heumann mit folgenden Arzneimitteln muss beachtet werden

Die gleichzeitige Einnahme des Malariamittels Mefloquin beg√ľnstigt eine Verlangsamung des Herzschlags.

Die gleichzeitige Einnahme von Arzneimitteln gegen Depressionen (Monoaminoxidase- Hemmern - au√üer MAO-B-Hemmern) kann zu einer Beeinflussung des Blutdrucks (Blutdrucksenkung, aber auch √ľberschie√üendem Blutdruckanstieg) f√ľhren.

Die blutdrucksenkende Wirkung von Bisoprolol Heumann kann durch Alkohol verstärkt werden.

Die Anwendung von Bisoprolol Heumann kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Bisoprolol Heumann sollte während der Schwangerschaft nur nach strenger Nutzen-Risiko- Abschätzung durch den Arzt eingesetzt werden.

Im Allgemeinen vermindern Beta-Rezeptorenblocker die Durchblutung des Mutterkuchens und k√∂nnen die Entwicklung des Ungeborenen beeinflussen. Die Durchblutung von Mutterkuchen und Geb√§rmutter sowie das Wachstum des Ungeborenen m√ľssen kontrolliert werden und gegebenenfalls Therapiealternativen erwogen werden.

Das Neugeborene muss nach der Entbindung sorgf√§ltig √ľberwacht werden. Symptome der Verminderung des Blutzuckers und des verlangsamten Pulses sind im Allgemeinen innerhalb der ersten 3 Lebenstage zu erwarten.

Stillzeit

Ob Bisoprolol in die Muttermilch √ľbergeht, ist nicht bekannt. Vom Stillen w√§hrend der Einnahme von Bisoprolol Heumann wird daher abgeraten.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Eine Studie zeigte bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit keine Auswirkungen auf die Verkehrst√ľchtigkeit. Trotzdem kann durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen auf das Arzneimittel das Reaktionsverm√∂gen soweit ver√§ndert sein, dass die F√§higkeit zur aktiven Teilnahme am Stra√üenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeintr√§chtigt wird. Dies gilt in verst√§rktem Ma√üe bei Behandlungsbeginn, Dosiserh√∂hung und Pr√§paratewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Bisoprolol Heumann enthält Lactose-Monohydrat

Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose-Monohydrat. Bitte nehmen Sie Bisoprolol Heumann daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Bisoprolol Heumann sonst nicht richtig wirken kann.

Grundsätzlich sollte die Behandlung mit niedrigen Dosen einschleichend begonnen und langsam gesteigert werden. In jedem Fall sollte die Dosierung individuell, vor allem nach der Pulsfrequenz und dem Behandlungserfolg, festgelegt werden.

Die empfohlene Dosis beträgt

Bluthochdruck (Hypertonie)

Soweit nicht anders verordnet, beträgt die empfohlene Dosis einmal täglich 1 Tablette Bisoprolol Heumann 5 mg (entsprechend 5 mg Bisoprololfumarat pro Tag). Bei leichtem Bluthochdruck (diastolischer Blutdruck bis zu 105 mmHg) kann die Behandlung mit einmal täglich 2,5 mg Bisoprololfumarat ausreichend sein.

Bei nicht ausreichender Wirkung kann die Dosis auf einmal täglich 2 Tabletten Bisoprolol Heumann 5 mg (entsprechend 10 mg Bisoprololfumarat pro Tag) erhöht werden. Eine weitere Dosiserhöhung ist nur in Ausnahmefällen gerechtfertigt.

Die höchste empfohlene Dosis beträgt einmal täglich 20 mg.

Koronare Herzkrankheit (Angina pectoris)
Soweit nicht anders verordnet, beträgt die empfohlene Dosis einmal täglich 1 Tablette Bisoprolol Heumann 5 mg (entsprechend 5 mg Bisoprololfumarat pro Tag).

Bei nicht ausreichender Wirkung kann die Dosis auf einmal täglich 2 Tabletten Bisoprolol Heumann 5 mg (entsprechend 10 mg Bisoprololfumarat pro Tag) erhöht werden. Eine weitere Dosiserhöhung ist nur in Ausnahmefällen gerechtfertigt.

Die höchste empfohlene Dosis beträgt einmal täglich 20 mg.

Dosierung bei Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsst√∂rungen leichterer oder mittlerer Auspr√§gung ist eine Dosisanpassung im Allgemeinen nicht erforderlich. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsst√∂rung (Kreatinin-Clearance < 20 ml/min) und bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsst√∂rung sollte eine Tagesdosis von 10 mg Bisoprololfumarat nicht √ľberschritten werden.

Anwendung bei √Ąlteren

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung notwendig.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Bisoprolol Heumann sollte nicht von Kindern eingenommen werden, da die Sicherheit und die Wirksamkeit nicht untersucht worden ist.

Art und Dauer der Anwendung

Sie sollten die Tablette morgens vor, w√§hrend oder nach dem Fr√ľhst√ľck unzerkaut mit etwas Fl√ľssigkeit einnehmen.

Die Tabletten können in gleiche Dosen geteilt werden.

Die Dauer der Anwendung ist zeitlich nicht begrenzt. Sie richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung.

√úber die Dauer der Behandlung entscheidet der behandelnde Arzt.

Die Dosierung von Bisoprolol Heumann darf ohne Anweisung des Arztes nicht geändert werden. Auch eine Unterbrechung oder vorzeitige Beendigung der Behandlung mit Bisoprolol Heumann sollte nicht ohne Anweisung des Arztes erfolgen.

Die Behandlung mit Bisoprolol Heumann bedarf der regelmäßigen ärztlichen Überwachung.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Bisoprolol Heumann zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Bisoprolol Heumann eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit Bisoprolol Heumann benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere der √úberdosierung √ľber die gegebenenfalls erforderlichen Ma√ünahmen entscheiden.

Die häufigsten Zeichen einer Überdosierung mit Bisoprolol Heumann sind verlangsamte Herzschlagfolge (Bradykardie), Bronchialverkrampfung (Bronchospasmus), starker Blutdruckabfall, akute Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) und Unterzuckerung (Hypoglykämie).

Bei √úberdosierung sollte die Behandlung mit Bisoprolol Heumann nach R√ľcksprache mit dem behandelnden Arzt abgebrochen werden.

Halten Sie die Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt √ľber den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

Wenn Sie die Einnahme von Bisoprolol Heumann vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie am nächsten Morgen Ihre gewohnte Dosis ein.

Wenn Sie die Einnahme von Bisoprolol Heumann abbrechen

Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Bisoprolol Heumann nicht, ohne dies vorher mit Ihrem Arzt abgesprochen zu haben.

Die Behandlung mit Bisoprolol Heumann sollte - insbesondere bei Patienten mit Durchblutungsst√∂rungen in den Herzkranzgef√§√üen (koronarer Herzkrankheit: Angina pectoris) - nicht abrupt, sondern grunds√§tzlich ausschleichend (d. h. Halbierung der Dosis im Wochenabstand) beendet werden, da ein abruptes Absetzen zu einer akuten Verschlechterung des Zustandes des Patienten f√ľhren kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
Nicht bekanntH√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Untersuchungen

         
Selten:
Erhöhte Triglycerid-Werte, erhöhte Leberenzymwerte (ALAT, ASAT)

Herz- und Kreislauferkrankungen

       
Gelegentlich:
Verlangsamung der Herzschlagfolge (Bradykardie),
  Erregungsleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern
  (AV-Blockierungen), Verstärkung einer Herzmuskelschwäche
  (Herzinsuffizienz)        

Erkrankungen des Nervensystems

H√§ufig: Schwindelgef√ľhl*, Kopfschmerz*

Selten: Ohnmacht (Synkope)

Augenerkrankungen

Selten: Verminderter Tr√§nenfluss (beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten) Sehr selten: Bindehautentz√ľndung (Konjunktivitis)

Erkrankungen der Ohren und des Labyrinths

Selten: Hörstörungen

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich: Bronchialverkrampfung (Bronchospasmus) bei Patienten mit Bronchialasthma oder obstruktiven Atemwegserkrankungen in der Vorgeschichte

Selten: Allergischer Schnupfen (Rhinitis)

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts

Häufig: Magen-Darm-Beschwerden, wie z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall (Diarrhoe), Verstopfung (Obstipation)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten: √úberempfindlichkeitsreaktionen (Jucken, vor√ľbergehende R√∂tung [Flush], Ausschlag)

Sehr selten: Haarausfall. Beta-Rezeptorenblocker k√∂nnen eine Schuppenflechte ausl√∂sen, verschlechtern oder zu Schuppenflechte-√§hnlichen Ausschl√§gen f√ľhren.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich: Muskelschwäche, Muskelkrämpfe

Gefäßerkrankungen

H√§ufig: K√§ltegef√ľhl oder Taubheit in den Extremit√§ten

Gelegentlich: Niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Allgemeine Erkrankungen

H√§ufig: M√ľdigkeit*

Gelegentlich: Asthenie

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten: Leberentz√ľndung (Hepatitis)

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse

Selten: Potenzstörungen

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Depressionen, Schlafstörungen

Selten: Albträume, Halluzinationen

Diese Erscheinungen treten insbesondere zu Beginn der Behandlung auf. Sie sind leichterer Art und verschwinden in der Regel innerhalb von 1 bis 2 Wochen nach Behandlungsbeginn.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht √ľber 30 ¬įC aufbewahren.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Bisoprolol Heumann enthält

  • Der Wirkstoff ist: Bisoprololfumarat. Eine Tablette enth√§lt 5 mg Bisoprololfumarat.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat, Crospovidon, Gelb PB 22812 [Lactose-Monohydrat und Eisenoxidhydrat (E 172)].

Wie Bisoprolol Heumann aussieht und Inhalt der Packung

Blisterpackungen bestehend aus PVC/PVdC/Aluminium-Folie.

Bisoprolol Heumann 5 mg sind fahlgelb gesprenkelt gef√§rbte, runde und konvexe Tabletten mit einer Bruchkerbe, mit folgender Beschriftung auf einer Seite: unterhalb der Bruchkerbe ‚Äě5‚Äú und oberhalb der Bruchkerbe ‚ÄěBI‚Äú.

Bisoprolol Heumann 5 mg ist in Packungen mit 30, 50 und 100 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

HEUMANN PHARMAGmbH & Co. Generica KG

S√ľdwestpark 50 90449 N√ľrnberg

Telefon/Telefax: 0700 4386 2667

E-Mail: info@heumann.de

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Januar 2017.

Liebe Patientin, lieber Patient,

Ihr Arzt hat Ihnen Bisoprolol Heumann, ein Arzneimittel mit dem bewährten Wirkstoff Bisoprolol, verordnet.

Dieses Arzneimittel soll Ihnen helfen, schneller beschwerdefrei zu werden. Damit Bisoprolol Heumann seine Wirkung optimal entfalten kann, ist es wichtig, dass Sie sich genau an die Anwendungsvorschriften Ihres Arztes halten und die Angaben in der Gebrauchsinformation beachten.

Zur besseren Erinnerung k√∂nnen Sie die Anweisungen zur Anwendung in das daf√ľr bestimmte Feld auf der Packungsr√ľckseite eintragen.

Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, die Ihnen gerne weiterhelfen.

Wir w√ľnschen Ihnen gute Besserung!

Verschreibungspflichtig

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Zuletzt aktualisiert: 20.08.2022

Quelle: Bisoprolol Heumann 5 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Bisoprolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 07.02.2011
ATC Code C07AB07
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden