Bisoplus AL 10 mg/25 mg Filmtabletten

Abbildung Bisoplus AL 10 mg/25 mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Bisoprolol Hydrochlorothiazid (HCT)
Zulassungsland Deutschland
Hersteller ALIUD PHARMA GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 16.12.2002
ATC Code C07BB07
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten und Thiazide

Zulassungsinhaber

ALIUD PHARMA GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Bisoprolol Vitabalans 5 mg Tabletten Bisoprolol Vitabalans Oy
Bisoprolol Stada 10 mg Bisoprolol Merck Pharma GmbH [HIST]
Bisoprolol - 1A Pharma 3,75 mg Filmtabletten Bisoprolol 1 A Pharma GmbH
Bisoplus AL 5 mg/12.5 mg Filmtabletten Bisoprolol Hydrochlorothiazid (HCT) ALIUD PHARMA GmbH
Biso-Heumann 10 mg Filmtabletten Bisoprolol Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Bisoplus AL ist eine Kombination aus dem Beta-Rezeptorenblocker Bisoprololhemifumarat und dem harntreibenden Wirkstoff (Diuretikum) Hydrochlorothiazid.

Bisoplus AL wird angewendet

zur Behandlung von nicht organbedingtem Bluthochdruck.

Die Behandlung mit dem Kombinationsarzneimittel ist angezeigt bei Patienten, deren Blutdruck mit Bisoprololhemifumarat oder Hydrochlorothiazid allein nicht ausreichend behandelt werden kann.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bisoplus AL darf NICHT eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch gegen Bisoprololhemifumarat, Hydrochlorothiazid oder andere Thiazide, andere Sulfonamide (vorwiegend Antibiotika) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • wenn bei Ihnen eine akute Herzinsuffizienz (Herzmuskelschw√§che) besteht oder wenn Sie sich in einer Phase einer Herzinsuffizienz (beeintr√§chtigte F√ľllung oder Pumpfunktion des Herzens, so dass das Herz nicht ausreichend Blut durch den K√∂rper pumpen kann) befinden, die eine intraven√∂se Behandlung erfordert,
  • bei unzureichender Blutzirkulation aufgrund einer Funktionsst√∂rung des Herzens (sogenannter kardiogener Schock mit sehr niedrigem Blutdruck),
  • bei schweren Erregungsleitungsst√∂rungen im Herzen (sogenannter AV- Block II. oder III. Grades), wenn Sie keinen funktionst√ľchtigen Schrittmacher haben, oder bei Sick-Sinus-Syndrom oder sinuatrialem Block,
  • bei verlangsamter Herzschlagfolge (weniger als 60 Schl√§ge pro Minute) vor Behandlungsbeginn mit Bisoplus AL,
  • bei stark beeintr√§chtigter Durchblutung der H√§nde oder F√ľ√üe (kalte H√§nde und F√ľ√üe, Schmerzen beim Gehen),
  • wenn Sie ein Raynaud-Syndrom haben (Schmerzen in Fingern und Zehen mit zun√§chst wei√ülicher, dann bl√§ulicher und schlie√ülich r√∂tlicher Verf√§rbung),
  • wenn Sie unter schwerem Asthma bronchiale oder schwerer chronisch obstruktiver Lungenfunktionsst√∂rung (COPD) leiden,
  • bei √úbers√§uerung des Blutes (metabolische Azidose, wie sie z.B. bei Patienten mit Diabetes mellitus auftritt, deren Blutzucker zu hoch ist),
  • bei zu niedrigem Kalium- oder Natriumgehalt im Blut oder zu hohem Calciumgehalt im Blut,
  • bei schwerer Nierenfunktionsst√∂rung oder stark verminderter oder fehlender Harnausscheidung,
  • bei der sogenannten akuten Glomerulonephritis (bestimmte Nierenentz√ľndung),
  • bei schwerer Leberfunktionsst√∂rung,
  • bei unbehandeltem Ph√§ochromozytom (Tumor der Nebennieren, der einen starken Blutdruckanstieg verursacht),
  • in der Schwangerschaft und Stillzeit,
  • bei Anwendung von Floctafenin (entz√ľndungshemmendes Schmerzmittel) oder Sultoprid (Arzneimittel zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Möglicherweise haben Sie derzeit oder hatten in der Vergangenheit bestimmte Erkrankungen, die vor oder während der Behandlung mit Bisoplus AL besondere Maßnahmen erfordern. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Bisoplus AL einnehmen, wenn Sie eine der folgenden Erkrankungen haben oder in der Vergangenheit einmal hatten:

  • Herzleistungsschw√§che (beeintr√§chtigte F√ľllung oder Pumpfunktion des Herzens, so dass das Herz nicht ausreichend Blut durch den K√∂rper pumpen kann),
  • Atembeschwerden aufgrund einer pl√∂tzlichen Verkrampfung der Muskulatur in den Lungen (Bronchospasmus) bedingt durch ein mittelschweres Asthma oder eine andere obstruktive Lungenfunktionsst√∂rung,
  • Diabetes mellitus mit starken Schwankungen der Blutzuckerwerte (die Anzeichen einer Unterzuckerung k√∂nnen verschleiert werden),
  • mittelschwere Erregungsleitungsst√∂rung im Herzen (AV-Block I. Grades),
  • Prinzmetal-Angina (Brustschmerz aufgrund einer krampfartigen Verengung der Herzkranzgef√§√üe),
  • Durchblutungsst√∂rungen in den Gliedern (kalte H√§nde oder F√ľ√üe, Schmerzen beim Gehen),
  • Verminderung des Blutvolumens z.B. aufgrund der Anwendung von harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) oder nach starkem oder l√§ngerfristigem Erbrechen oder Durchfall,
  • eingeschr√§nkte Leberfunktion,
  • Gicht,
  • Gallensteine,
  • starke Allergie-Neigung (wie anaphylaktische Reaktionen),
  • Schilddr√ľsen√ľberfunktion (Hyperthyreose),
  • eine Erkrankung, die rote schuppende Flecken auf der Haut verursacht (Psoriasis),
  • wenn Sie Hautkrebs haben oder hatten oder w√§hrend der Behandlung eine unerwartete Hautl√§sion entwickeln. Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid, insbesondere eine hochdosierte Langzeitanwendung, kann das Risiko einiger Arten von Haut- und Lippenkrebs (wei√üer Hautkrebs) erh√∂hen. Sch√ľtzen Sie Ihre Haut vor Sonneneinstrahlung und UV-Strahlen, solange Sie Bisoplus AL einnehmen.
  • wenn Sie eine Abnahme des Sehverm√∂gens oder Augenschmerzen feststellen. Dies k√∂nnen Symptome einer Fl√ľssigkeitsansammlung in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauterguss) oder ein Druckanstieg in Ihrem Auge sein und innerhalb von Stunden bis Wochen nach Einnahme von Bisoplus AL auftreten. Ohne Behandlung kann dies zu einem dauerhaften Verlust des Sehverm√∂gens f√ľhren. Wenn Sie bereits fr√ľher eine Penicillin- oder Sulfonamidallergie hatten, k√∂nnen Sie ein h√∂heres Risiko haben, dies zu entwickeln.

Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, beachten Sie bitte, dass Bisoplus AL den Tr√§nenfluss verringern und das Risiko f√ľr Reizerscheinungen am Auge erh√∂hen kann.

Bitte informieren Sie vor Beginn der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt, wenn Sie

  • strikt fasten oder
  • derzeit eine Desensibilisierungstherapie erhalten.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

Wenn Sie Bisoplus AL √ľber einen l√§ngeren Zeitraum erhalten, wird Ihr Arzt regelm√§√üig die Mengen an bestimmten Salzen (Elektrolyte; insbesondere Kalium, Natrium, Calcium), an Kreatinin und Harnstoff, an Blutfetten (Cholesterin und Triglyceride) und Harns√§ure in Ihrem Blut sowie Ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren.

Achten Sie w√§hrend der Behandlung mit Bisoplus AL darauf, ausreichend Fl√ľssigkeit und kaliumreiche Nahrungsmittel (z.B. Bananen, Gem√ľse, N√ľsse) zu sich zu nehmen, um den erh√∂hten Kaliumverlust auszugleichen.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Bisoplus AL kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Bisoplus AL als Dopingmittel k√∂nnen nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgef√§hrdungen sind nicht auszuschlie√üen.

Einnahme von Bisoplus AL zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.

  • Sie d√ľrfen Bisoplus AL nicht zusammen mit Floctafenin (ein entz√ľndungshemmendes Schmerzmittel) oder Sultoprid (Arzneimittel zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen) einnehmen.
  • Die gleichzeitige Einnahme von Bisoplus AL mit den folgenden Arzneimitteln wird nicht empfohlen:
    • Verapamil oder Diltiazem (bei Herzproblemen oder Bluthochdruck),
    • Clonidin (zur Behandlung von Bluthochdruck),
    • Monoaminoxidasehemmer (MAO-Hemmer; z.B. zur Behandlung von depressiven Erkrankungen),
    • Lithium (bei sogenannten manisch-depressiven Erkrankungen),
    • Astemizol oder Terfenadin (zur Behandlung allergischer Reaktionen), Erythromycin (bei Verabreichung in eine Vene) oder Sparfloxacin (Antibiotika), Halofantrin (Malaria-Mittel), Pentamidin (bei bestimmten Lungeninfektionen) oder Vincamin (zur Verbesserung der Gehirndurchblutung).
  • Bei gleichzeitiger Einnahme von Bisoplus AL mit den folgenden Arzneimitteln ist Vorsicht geboten:

    Sogenannte Calciumantagonisten vom Dihydropyridin-Typ (wie z.B. Nifedipin; zur Behandlung von Bluthochdruck),

  • ACE-Hemmer (wie z.B. Captopril oder Enalapril; zur Behandlung von Bluthochdruck),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen (bei unregelm√§√üigem Herzschlag, wie z.B. Amiodaron, Disopyramid, Chinidin oder Sotalol),
  • Arzneimittel, die bestimmte Nerven stimulieren (parasympathisches Nervensystem) und z.B. bei der Behandlung der Myasthenia gravis (einer Erkrankung, die zu Muskelschw√§che f√ľhrt) oder von Demenzen eingesetzt werden (einschlie√ülich Tacrin),
  • Methyldopa, Guanfacin oder Reserpin (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck),
  • andere Beta-Rezeptorenblocker (zum Einnehmen oder in Form von Augentropfen),
  • Insulin oder Arzneimittel zur Behandlung eines Diabetes mellitus, die eingenommen werden,
  • Digoxin oder andere Digitalis-Pr√§parate bei Herzschw√§che,
  • Entz√ľndungshemmer (sogenannte NSAR) und andere Schmerzmittel,
  • Ergotamin-Pr√§parate zur Behandlung von niedrigem Blutdruck oder Migr√§ne,
  • Arzneimittel zur Anregung des Herz-Kreislauf-Systems (sogenannte Sympathomimetika; diese Mittel erh√∂hen den Blutdruck),
  • trizyklische Antidepressiva (zur Behandlung von depressiven Erkrankungen), Phenothiazine (zur Behandlung von psychiatrischen Erkrankungen) oder Barbiturate (zur Behandlung von Epilepsie) sowie andere Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck,
  • Rifampicin (zur Behandlung der Tuberkulose),
  • Arzneimittel zur Behandlung der Gicht,
  • Narkosemittel (An√§sthetika); achten Sie daher darauf, dass Sie den Narkosearzt vor einer geplanten Operation davon in Kenntnis setzen, dass Sie Bisoplus AL einnehmen.
  • Kortisonpr√§parate zum Einnehmen oder zur Injektion oder das adrenokortikotrope Hormon (ACTH), das die Bildung von kortisonartigen Substanzen im K√∂rper anregt,
  • Carbenoxolon (bei Magengeschw√ľren), Amphotericin B (Mittel gegen Pilzinfektionen) oder Furosemid (harntreibendes Arzneimittel),
  • Abf√ľhrmittel (Laxanzien),
  • muskelentspannende Mittel (Muskelrelaxanzien vom Curare-Typ; bitte fragen Sie hierzu Ihren Arzt),
  • Arzneimittel zur Unterdr√ľckung des Immunsystems und Behandlung von Krebserkrankungen (wie Cyclophosphamid, Fluorouracil oder Methotrexat),
  • Colestyramin und Colestipol (diese Mittel binden die Gallens√§uren im Darm),
  • Arzneimittel zur Blutverd√ľnnung (orale Antikoagulanzien) oder Probenecid (zur Behandlung der Gicht),
  • Mefloquin (Malaria-Mittel).

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Bisoplus AL darf w√§hrend der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden k√∂nnten). Ihr Arzt wird Ihnen empfehlen, Bisoplus AL vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen, denn die Einnahme von Bisoplus AL kann zu schweren Sch√§digungen Ihres ungeborenen Kindes f√ľhren.

Stillzeit

Bisoplus AL darf während der Stillzeit nicht eingenommen werden. Das in Bisoplus AL enthaltene Hydrochlorothiazid kann die Milchproduktion hemmen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Bisoplus AL hat keinen oder geringen Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen.

Aufgrund der individuell unterschiedlichen Reaktion auf das Arzneimittel, kann die Verkehrst√ľchtigkeit oder die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen jedoch beeintr√§chtigt sein (siehe Abschnitt 4. Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich?). Diese M√∂glichkeit ist insbesondere zu Beginn der Behandlung, bei √Ąnderung der Dosis und bei gleichzeitigem Alkoholkonsum zu beachten. Wenn Sie hiervon betroffen sind, d√ľrfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder andere T√§tigkeiten aus√ľben, bei denen Aufmerksamkeit und Koordination gefordert sind.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Bisoplus AL kann bei Patienten angewendet werden, deren Blutdruck mit Bisoprololhemifumarat oder Hydrochlorothiazid allein nicht ausreichend behandelt werden kann.

Die empfohlene Dosis beträgt

  • Die √ľbliche Anfangsdosis betr√§gt t√§glich ¬Ĺ Filmtablette Bisoplus AL 10 mg/25 mg (entsprechend 5 mg Bisoprololhemifumarat/12,5 mg Hydrochlorothiazid pro Tag).
  • Der Arzt kann die Dosis, falls erforderlich, auf t√§glich 1 Filmtablette Bisoplus AL 10 mg/25 mg (entsprechend 10 mg Bisoprololhemifumarat/25 mg Hydrochlorothiazid pro Tag) erh√∂hen.

√Ąltere Menschen

Normalerweise ist keine Dosiserhöhung erforderlich. Es wird empfohlen, die Behandlung mit der niedrigstmöglichen Dosis zu beginnen.

Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Nierenfunktionseinschränkung oder leichter bis mittelschwerer Leberfunktionseinschränkung ist keine Dosisanpassung erforderlich. Der Arzt kann gegebenenfalls eine niedrigere Dosis verordnen.

Bisoplus AL darf von Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion oder Leberfunktion nicht eingenommen werden.

Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren)

Die Anwendung von Bisoplus AL bei Kindern und Jugendlichen wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe vorliegen.

Art der Anwendung

Bisoplus AL Filmtabletten sind zum Einnehmen bestimmt.

Nehmen Sie die Filmtabletten unzerkaut mit ausreichend Wasser (z.B. 1 Glas) morgens auf n√ľchternen Magen oder zum Fr√ľhst√ľck ein.

Die Filmtabletten können in gleiche Dosen geteilt werden.

Dauer der Anwendung

√úber die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Bisoplus AL eingenommen haben, als Sie sollten

Setzen Sie sich unverz√ľglich mit Ihrem Arzt oder der Notaufnahme des n√§chstgelegenen Krankenhauses in Verbindung, wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben.

M√∂gliche Anzeichen einer √úberdosierung sind langsame Herzschlagfolge, niedriger Blutdruck, der zu Schwindel oder Ohnmachtsanf√§llen f√ľhren kann, Atemnot (Bronchospasmus) oder St√∂rungen der Erregungsleitung im Herzen oder des Herzrhythmus.

Bis √§rztliche Hilfe/der Krankenwagen eintrifft, sollte der Patient auf den R√ľcken gelegt werden mit nur einem kleinen Kissen unter dem Kopf, wobei die F√ľ√üe hochzulegen sind.

Wenn Sie die Einnahme von Bisoplus AL vergessen haben

Nehmen Sie die n√§chste Dosis wie √ľblich zum daf√ľr vorgesehenen Zeitpunkt ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Bisoplus AL abbrechen

Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Bisoplus AL nicht, ohne dies vorher mit Ihrem Arzt abgesprochen zu haben.

Die Behandlung mit Bisoplus AL darf nicht pl√∂tzlich abgebrochen werden, sondern muss durch schrittweise Dosisreduktion (nach Anweisung des Arztes) beendet werden. Ein pl√∂tzliches Abbrechen der Behandlung kann zu einer akuten Verschlechterung Ihrer Erkrankung f√ľhren.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Nehmen Sie das Arzneimittel nicht weiter ein und setzen Sie sich umgehend mit Ihrem Arzt in Verbindung, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bei sich bemerken:

  • St√∂rungen des Elektrolythaushaltes (zu den m√∂glichen Beschwerden siehe: ‚ÄěH√§ufige Nebenwirkungen‚Äú weiter unten),
  • Schwindelgef√ľhl oder Ohnmachtsanfall wegen eines Blutdruckabfalls beim Aufstehen oder Aufsetzen,
  • √úberempfindlichkeitsreaktionen,
  • starke Bauchschmerzen,
  • Beschwerden, die auf einen Abfall der wei√üen Blutk√∂rperchen hindeuten (z.B. unerkl√§rliches Fieber, grippeartige Symptome wie Halsschmerzen),
  • Beschwerden, die auf einen Abfall der Blutpl√§ttchen hindeuten (erh√∂hte Neigung zu blauen Flecken oder Nasenbluten),
  • Verschlechterung einer bestehenden Kurzsichtigkeit (Myopie).

Häufige Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Anstieg der Blutfettwerte (Triglyceride und Cholesterin),

  • Anstieg des Blutzuckers oder vermehrte Ausscheidung von Zucker im Urin (Glukosurie),
  • erh√∂hte Harns√§urewerte im Blut,
  • St√∂rung des Fl√ľssigkeits- und Elektrolythaushalts: Kalium- oder Natriummangel im Blut, Magnesium- oder Chloridmangel im Blut, erh√∂hter Calciumgehalt im Blut oder metabolische Alkalose (diese St√∂rungen k√∂nnen sich in Symptomen wie M√ľdigkeit/Abgeschlagenheit, Muskelschw√§che, St√∂rungen des Herzrhythmus, √úbelkeit, Bauchschmerzen, Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Bewusstseinseinschr√§nkung, Muskelkr√§mpfen, Zittern oder Krampfanf√§llen √§u√üern),
  • M√ľdigkeit, Ersch√∂pfung/Abgeschlagenheit, Schwindelgef√ľhl oder Kopfschmerzen. Diese Beschwerden treten insbesondere zu Therapiebeginn auf, sind im Allgemeinen schwach ausgepr√§gt und klingen h√§ufig innerhalb von 1 bis 2 Wochen ab.
  • K√§lte- oder Taubheitsgef√ľhl in Armen und Beinen,
  • √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung.

Gelegentliche Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Schlafst√∂rungen, Depressionen,
  • verlangsamter Puls, Erregungsleitungsst√∂rungen im Herzen oder Verschlechterung einer Herzleistungsschw√§che (Zunahme von Gewebeschwellungen, Kurzatmigkeit),
  • starker Blutdruckabfall beim Aufstehen oder Aufsetzen (mit Schwindelgef√ľhl oder Ohnmacht),
  • Verst√§rkung der Beschwerden (Bronchospasmus) bei Patienten mit Bronchialasthma oder Atemwegserkrankungen mit Verengung der Bronchien (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) in der Vorgeschichte,
  • Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen,
  • Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (mit Oberbauchschmerzen) oder Anstieg der Amylase-Werte im Blut,
  • Muskelschw√§che und ‚Äďkr√§mpfe,
  • Anstieg der Kreatinin- oder Harns√§urewerte im Blut.

Seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Abfall der wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie, kann zu unerkl√§rlichem Fieber oder grippeartigen Beschwerden wie Halsschmerzen f√ľhren),
  • Abfall der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie, kann eine erh√∂hte Neigung zu blauen Flecken oder Nasenbluten bedingen),
  • Alptr√§ume, Sinnest√§uschungen (Halluzinationen),
  • verminderter Tr√§nenfluss (und trockene Augen; wichtig bei Kontaktlinsentr√§gern), Sehst√∂rungen,
  • Einschr√§nkung des H√∂rverm√∂gens,
  • allergischer Schnupfen (Schwellung und Reizung in der Nase),
  • Erh√∂hung der Leberwerte (GOT, GPT) im Blut, Gelbsucht (Gelbf√§rbung der Haut oder der Bindehaut im Auge) oder Leberentz√ľndung (Hepatitis, mit Oberbauchschmerzen),
  • √úberempfindlichkeitsreaktionen der Haut (Juckreiz, anfallsweise Hautr√∂tung mit Hitzegef√ľhl, Hautausschlag, Lichtallergie, kleinfleckige Blutungen in die Haut [Purpura], oder Nesselsucht),
  • Impotenz.

Sehr seltene Nebenwirkungen (k√∂nnen bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen) oder H√§ufigkeit nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

  • Starke Verminderung der wei√üen Blutk√∂rperchen (Agranulozytose, kann unerkl√§rliches Fieber oder grippeartige Symptome wie Halsschmerzen hervorrufen),
  • Bindehautentz√ľndung (Konjunktivitis),
  • Brustschmerzen,
  • Auftreten oder Verschlechterung einer Schuppenflechte (Psoriasis; Erkrankung, die zu roten schuppenden Flecken auf der Haut f√ľhrt),
  • Haarausfall (Alopezie),
  • kutaner Lupus erythematodes (seltene Autoimmunerkrankung mit Befall der Haut),
  • Haut- und Lippenkrebs (wei√üer Hautkrebs),
  • Verminderung des Sehverm√∂gens oder Schmerzen in Ihren Augen aufgrund von hohem Druck (m√∂gliche Anzeichen einer Fl√ľssigkeitsansammlung in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauterguss) oder akutes Engwinkelglaukom).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú oder ‚Äěverw. bis‚Äú angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht √ľber 30¬įC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z.B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Bisoplus AL 10 mg/25 mg Filmtabletten enthält

Die Wirkstoffe sind: Bisoprololhemifumarat und Hydrochlorothiazid.

1 Filmtablette enthält 10 mg Bisoprololhemifumarat (entsprechend 8,49 mg Bisoprolol) und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind

Calciumhydrogenphosphat, Mikrokristalline Cellulose, Dimeticon 350 cSt, Hypromellose, Macrogol 400, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Hochdisperses Siliciumdioxid, vorverkleisterte Stärke (Mais), Eisen(III)-oxid (E 172), Titandioxid (E 171).

Wie Bisoplus AL 10 mg/25 mg Filmtabletten aussieht und Inhalt der Packung

Rote, runde, bikonvexe Filmtablette mit einseitiger Pr√§gung ‚ÄěB-H‚Äú und ‚Äě10-25‚Äú und beidseitiger Bruchkerbe.

Bisoplus AL 10 mg/25 mg Filmtabletten ist in Packungen mit 30, 50 und 100 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

ALIUD PHARMA¬ģ GmbH

Gottlieb-Daimler-Straße 19 D-89150 Laichingen info@aliud.de

Hersteller

STADA Arzneimittel AG, Stadastra√üe 2‚Äď18, 61118 Bad Vilbel

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im April 2020.

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Zuletzt aktualisiert: 03.07.2022

Quelle: Bisoplus AL 10 mg/25 mg Filmtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Bisoprolol Hydrochlorothiazid (HCT)
Zulassungsland Deutschland
Hersteller ALIUD PHARMA GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 16.12.2002
ATC Code C07BB07
Abgabestatus Apothekenpflichtig
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden