Amiada 250 mg Tabletten

Abbildung Amiada 250 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Terbinafin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Jenapharm GmbH & Co. KG
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 16.11.2004
ATC Code D01
Pharmakologische Gruppe Antimykotika zur systemischen Anwendung

Zulassungsinhaber

Jenapharm GmbH & Co. KG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Terbinafin-Teva 250 mg Tabletten Terbinafin TEVA GmbH
Terbinafin-1A Pharma 125 mg Tabletten Terbinafin 1 A Pharma GmbH
Terbinafin-1A Pharma 250 mg Tabletten Terbinafin 1 A Pharma GmbH
Octosan 250 mg Tabletten Terbinafin Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Terbinafin AbZ 10 mg/g Creme Terbinafin AbZ-Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Amiada enth√§lt Terbinafin als Wirkstoff. Terbinafin geh√∂rt zu der Gruppe von Wirkstoffen, die gegen Pilzinfektionen eingesetzt werden (Antimykotika). Amiada wird oral (√ľber den Mund) verabreicht. Amiada wird angewendet bei:

  • Pilzinfektionen der Finger- und Zehenn√§gel. Bei bestimmten Mischinfektionen der N√§gel mit Hefen ist ein Behandlungsversuch angezeigt;
  • schweren Pilzinfektionen der F√ľ√üe (Tinea pedis) und des K√∂rpers (Tinea corporis und Tinea cruris), die √§u√üerlich nicht ausreichend behandelbar sind.

Hinweise

Im Gegensatz zu äußerlich angewendeten terbinafinhaltigen Präparaten ist Amiada bei Hefepilzerkrankungen (Candidose, Pityriasis versicolor [auch als Tinea versicolor bekannt]) der Haut nicht wirksam.

Um die Diagnose zu sichern, wird Ihr Arzt vor Beginn der Behandlung mit Amiada m√∂glicherweise geeignete Haut- bzw. Nagelproben f√ľr Labortests entnehmen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Amiada darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Terbinafin oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
  • wenn Sie an einer chronischen oder akuten Lebererkrankung leiden oder fr√ľher gelitten haben;
  • wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden;
  • wenn Ihre Nagelpilzerkrankung Folge einer vorrangig durch Bakterien verursachten Infektion ist.

Wenn eines davon auf Sie zutrifft, informieren Sie bitte Ihren Arzt, bevor Sie Amiada einnehmen. Wenn Sie meinen, Sie könnten allergisch reagieren, fragen Sie bitte Ihren Arzt um Rat.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Amiada einnehmen.

Wenn eines der folgenden Symptome vor oder w√§hrend der Behandlung mit Amiada auf Sie zutrifft, informieren Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt.

  • Wenn Sie Symptome haben oder bemerken wie z. B. ungekl√§rte anhaltende √úbelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Appetitverlust, ungew√∂hnliche M√ľdigkeit oder wenn Ihre Haut oder das Wei√üe Ihrer Augen gelb erscheinen, wenn Ihr Urin ungew√∂hnlich dunkel oder Ihr Stuhl ungew√∂hnlich hell ist (Anzeichen von Lebererkrankungen). Vor und in regelm√§√üigen Abst√§nden w√§hrend der Behandlung mit Amiada k√∂nnte Ihr Arzt Blutproben entnehmen, um Ihre Leberfunktion zu √ľberpr√ľfen. Im Falle von untypischen Testergebnissen kann Ihr Arzt Sie auffordern, die Einnahme von Amiada abzubrechen.
  • Wenn Sie Hautprobleme beobachten wie Ausschlag, Hautr√∂tung, Bl√§schenbildung an den Lippen, den Augen oder im Mund, Sch√§len der Haut, Fieber (m√∂gliche Anzeichen schwerer Hautreaktionen), Ausschlag verbunden mit einer Erh√∂hung bestimmter Zellen im Blut (Eosinophilie).
  • Wenn Sie eine Schuppenflechte (Psoriasis, Entz√ľndung der Haut mit silbriger Schuppung) oder eine Schmetterlingsflechte (Lupus erythematodes, eine Autoimmunerkrankung mit Ausschlag im Gesicht), Gelenkschmerzen, Muskelst√∂rungen und Fieber (kutaner oder systemischer Lupus erythematodes) haben oder bemerken.
  • Wenn Sie sich schwach f√ľhlen, oder unter ungew√∂hnlichen Blutungen oder Bluterg√ľssen oder h√§ufigen Infektionen leiden (Anzeichen einer Bluterkrankung).
  • Wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder k√ľrzlich eingenommen haben, lesen Sie den Abschnitt ‚ÄěEinnahme von Amiada zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú.

Kinder

Kinder sollten Amiada 250 mg Tabletten nicht einnehmen, da √ľber die Anwendung bei Kindern nur begrenzte Daten vorliegen.

Einnahme von Amiada zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die Wirkung von Amiada kann bei gleichzeitiger Behandlung mit den nachfolgend genannten Arzneistoffen bzw. Präparategruppen beeinflusst werden. Ihr Arzt wird die Dosis entsprechend anpassen:

  • Die Wirkung von Amiada kann verst√§rkt werden bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die den Abbau von Terbinafin hemmen [z. B. Cimetidin (Magen-Darm-Mittel), Fluconazol (Antimykotikum), Ketoconazol (Antimykotikum), Amiodaron (Mittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen)].
  • Die Wirkung von Amiada kann geschw√§cht werden bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die den Abbau von Terbinafin f√∂rdern [z. B. Rifampicin (Antibiotikum)].

Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneimittel kann durch die gleichzeitige Einnahme von Amiada beeinflusst werden:

  • Amiada kann die Wirkung folgender Arzneimittel verst√§rken:

    Bestimmte Mittel zur Behandlung von Gem√ľtszustandsst√∂rungen (bestimmte Antidepressiva wie z. B. trizyklische Antidepressiva, selektive Serotonin- Wiederaufnahme-Hemmstoffe, Monoaminoxidase-Hemmstoffe vom Typ B, Desipramin)

  • Bestimmte Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck (bestimmte Beta-Blocker wie z. B. Metoprolol).
  • Bestimmte Mittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen und Herz-Kreislauf-St√∂rungen (bestimmte Antiarrhythmika, einschlie√ülich der Klassen 1A, 1B und 1C wie z. B. Propafenon, Amiodaron), Beta-Rezeptorenblocker, Koffein, Mittel zur Hustenstillung (z. B.
    Dextromethorphan).
  • Amiada kann die Wirkung von Ciclosporin (Arzneimittel zur Vermeidung der Absto√üung von transplantierten Organen) abschw√§chen.

Informieren Sie unbedingt Ihren Arzt √ľber diese oder alle anderen Medikamente, die Sie einnehmen.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Amiada und Arzneimitteln, die √ľber das gleiche Enzymsystem abgebaut werden wie Terbinafin (z. B. Terfenadin, Triazolam, Tolbutamid, Ethinylestradiol [z. B. in Mitteln zur oralen Schwangerschaftsverh√ľtung]), findet in der Regel keine Beeinflussung statt. Terbinafin hat auch keinen Einfluss auf den Abbau von Phenazon oder Digoxin.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Amiada und bestimmten oralen Mitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (z. B. Warfarin) kann es unter Umständen zu einer Veränderung der Blutgerinnungszeit kommen. Ein ursächlicher Zusammenhang ist jedoch nicht gesichert.

Bei einigen Patientinnen, die Terbinafin gleichzeitig mit Tabletten zur Schwangerschaftsverh√ľtung (‚Äědie Pille‚Äú) eingenommen haben, wurden Menstruationsst√∂rungen (z. B. unregelm√§√üige Menstruation, Durchbruchblutungen, Zwischenblutungen und Ausbleiben der Menstruation) beobachtet. Diese St√∂rungen traten jedoch nicht h√§ufiger auf als bei Frauen, die nur Tabletten zur Schwangerschaftsverh√ľtung einnahmen.

Bitte beachten Sie, dass die obigen Angaben auch f√ľr vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten k√∂nnen.

Einnahme von Amiada zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Die Einnahme von Amiada kann vor oder nach den Mahlzeiten erfolgen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme von Amiada Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker immer um Rat, bevor Sie ein Medikament anwenden.

Ihr Arzt wird mit Ihnen die möglichen Risiken der Einnahme von Amiada während der Schwangerschaft besprechen.

Die klinischen Erfahrungen bei schwangeren Frauen sind sehr begrenzt. W√§hrend einer Schwangerschaft sollten Sie Amiada nicht einnehmen, es sei denn, Ihr Arzt empfiehlt die Behandlung mit Amiada ausdr√ľcklich.

Wenn Sie stillen, sollten Sie Amiada nicht einnehmen. Der Wirkstoff Terbinafin geht in die Muttermilch √ľber und k√∂nnte Ihrem Baby schaden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Falls w√§hrend der Behandlung mit Amiada Schwindelgef√ľhl als Nebenwirkung auftritt, sollen Sie kein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen.

Behandlung von Alkoholabhängigen

Erfahrungen mit der Behandlung von Alkoholabhängigen liegen bisher nicht vor.

Amiada enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt 1 Tablette pro Tag.

Art der Anwendung

Die Einnahme von Amiada zur gleichen Tageszeit jeden Tag wird Ihnen helfen, die Einnahme nicht zu vergessen. Die Einnahme kann vor oder nach den Mahlzeiten erfolgen. Nehmen Sie bitte einmal täglich eine Tablette unzerkaut mit ausreichend Wasser ein.

Dauer der Anwendung

Die Dosierung und die Dauer der Behandlung werden durch Ihren Arzt individuell festgelegt. Bei folgenden Erkrankungen gelten folgende Richtvorgaben:

Infektion der Nägel
Die Dauer der Behandlung beträgt in der Regel 3 Monate.

Bei alleinigem Befall der Fingern√§gel kann eine k√ľrzere Behandlungsdauer von 6 Wochen ausreichen. Bei der Behandlung von Zehennagelinfektionen, insbesondere bei Befall des Gro√üzehennagels, ist in einigen F√§llen eine l√§ngere Therapiedauer (‚Č• 6 Monate) angezeigt. Geringes Nagelwachstum (unter

1 mm/Monat) w√§hrend der ersten 12 Behandlungswochen ist ein Anzeichen f√ľr die Notwendigkeit einer l√§ngeren Therapie.

Bei Mischinfektionen mit Hefe-Pilzen sollte die Behandlung nur bei Ansprechen der Therapie in den ersten 2‚ąí3 Wochen (Nachwachsen von gesundem Nagel) fortgesetzt werden.

Pilzinfektion der Haut des Fußes, des gesamten Körpers und der Unterschenkel

Die mittlere Behandlungsdauer betr√§gt jeweils 4‚ąí6 Wochen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Da mit Amiada bei Kindern und Jugendlichen nur begrenzte Erfahrungen vorliegen, kann die Anwendung von Amiada nicht empfohlen werden.

Behandlung von älteren Patienten

Es gibt keine Hinweise daf√ľr, dass bei √§lteren Patienten eine andere Dosierung erforderlich ist oder Nebenwirkungen auftreten, die bei j√ľngeren Patienten nicht festzustellen sind. Sie k√∂nnen ab einem Alter von 65 Jahren Amiada in der gleichen Dosierung wie j√ľngere Erwachsene einnehmen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Amiada zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Amiada eingenommen haben, als Sie sollten

Fragen Sie sofort einen Arzt oder in einem Krankenhaus um Rat. Die medizinische Behandlung kann notwendig sein. Das Gleiche gilt, wenn jemand anderes irrt√ľmlich Ihr Arzneimittel eingenommen hat. Ihr Arzt kann zun√§chst Aktivkohle zur Entfernung des Wirkstoffs verabreichen und, falls erforderlich, weitere Ma√ünahmen einleiten.

Folgende Anzeichen sind aufgrund einer √úberdosierung mit Amiada beobachtet worden Kopfschmerzen, √úbelkeit, Schmerzen im Oberbauch und Schwindel.

Wenn Sie die Einnahme von Amiada vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie Ihre Tablette ein, sobald Sie sich daran erinnern. Wenn die Zeit bis zur nächsten regulären Einnahme jedoch weniger als 4 Stunden beträgt, warten Sie und nehmen Sie die nächste Tablette zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Amiada abbrechen

Zur Ausheilung einer Pilzinfektion ist eine Behandlung √ľber einen l√§ngeren Zeitraum erforderlich. Der vollst√§ndige R√ľckgang der Anzeichen und Symptome der Erkrankung kann erst einige Monate nach der Behandlung sichtbar werden, da die gesunden N√§gel einige Zeit f√ľr das Wachstum ben√∂tigen. Das Ansprechen auf die Therapie erkennen Sie am Nachwachsen von gesundem Nagel. Normalerweise wachsen Fingern√§gel ca. 2 mm pro Monat und Zehenn√§gel ca. 1 mm pro Monat. Der erkrankte Bereich w√§chst allm√§hlich heraus. Eine unregelm√§√üige Anwendung oder ein vorzeitiges Abbrechen der Behandlung bergen die Gefahr einer erneuten Infektion in sich. Sprechen Sie deshalb zuvor immer mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung beenden wollen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Manche Nebenwirkungen können schwerwiegend sein

In seltenen F√§llen kann Amiada Lebersch√§den verursachen und in sehr seltenen F√§llen k√∂nnen es schwerwiegende Lebersch√§den sein. Schwerwiegende Nebenwirkungen umfassen auch eine Verminderung der Anzahl bestimmter Blutk√∂rperchen, eine bestimmte Autoimmunerkrankung (Lupus erythematodes), schwere Hautreaktionen, schwere allergische Reaktionen, die Entz√ľndung von Blutgef√§√üen, die Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse oder Muskelfaseraufl√∂sung.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zu Grunde gelegt: Sehr häufig: Mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: Weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Mögliche Nebenwirkungen

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Unnormale M√ľdigkeit oder Schw√§che oder Kurzatmigkeit bei Anstrengung [m√∂gliche Anzeichen einer Erkrankung, die mit einer verminderten Anzahl von roten Blutk√∂rperchen einhergeht (An√§mie)].

Sehr selten: Es wurde √ľber vereinzelte F√§lle einer starken Verminderung der wei√üen Blutk√∂rperchen (Agranulozytose, Lymphopenie, Neutropenie), der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie) oder aller zellul√§ren Bestandteile des Blutes (Panzytopenie) berichtet.

Erkrankungen des Immunsystems
Sehr selten: In sehr seltenen F√§llen wurde √ľber schwerwiegende √úberempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide Reaktionen einschlie√ülich Angio√∂deme) sowie √ľber das Auftreten oder die Verschlechterung einer bestimmten Autoimmunerkrankung (kutaner oder systemischer Lupus erythematodes) berichtet.

Nicht bekannt: Schwere allergische Reaktionen.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Sehr häufig: Verminderter Appetit.

Psychiatrische Erkrankungen
H√§ufig: Gem√ľtszustandsst√∂rung (Depression).

Gelegentlich: Angst (mit Symptomen wie Schlafstörungen, Antriebslosigkeit oder eingeschränkte Fähigkeit zu denken oder sich zu konzentrieren).

Nicht bekannt: Depressive Symptome (z. B. depressive Stimmung) infolge von Geschmacksstörungen.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Gelegentlich: Tinnitus (z. B. Rauschen, Klingeln in den Ohren).

Nicht bekannt: Herabgesetztes Hörvermögen, Hörstörung.

Gefäßerkrankungen
Nicht bekannt: Entz√ľndung der Blutgef√§√üe.

Erkrankungen des Nervensystems Sehr häufig: Kopfschmerzen.

H√§ufig: Geschmacksst√∂rungen oder -verlust ‚Äď vergeht in der Regel wieder innerhalb von 15 Wochen nach Absetzen von Amiada. Schwindel.

Gelegentlich: Hautkribbeln oder Taubheit, vermindertes Tastgef√ľhl

Sehr selten: Geschmacksst√∂rungen oder -verlust k√∂nnen in Einzelf√§llen auch l√§nger (bis zu zwei Jahre) dauern. In sehr seltenen F√§llen f√ľhrten die Geschmacksst√∂rungen zu Appetitlosigkeit, die durch verminderte Nahrungsaufnahme einen ungewollten Gewichtsverlust verursachte.

Nicht bekannt: Störungen des Geruchsvermögens, auch dauerhafter Verlust des Geruchsvermögens.

Augenerkrankungen
Nicht bekannt: Sehtr√ľbung, verminderte Sehsch√§rfe.

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
Sehr h√§ufig: Gef√ľhl der Dehnung oder Aufbl√§hung (V√∂llegef√ľhl), Appetitlosigkeit, Verdauungsst√∂rungen, √úbelkeit, Bauchschmerzen, Magenbeschwerden nach einer Mahlzeit (Sodbrennen), Durchfall.

Nicht bekannt: Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse.

Leber- und Gallenerkrankungen
Selten: Leberversagen, Leberentz√ľndung (Hepatitis), Gelbf√§rbung der Augen oder Haut (Gelbsucht), Gallenstauung (Cholestase), unnormale Ergebnisse von Leberfunktionstests, St√∂rungen der Leberfunktion (prim√§r cholestatischer Natur).

Sehr selten: Leberversagen, mit nachfolgender Lebertransplantation oder Todesfolge. In der Mehrzahl dieser Fälle hatten die Patienten schwerwiegende Grunderkrankungen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Sehr h√§ufig: Allergische Hautreaktionen (juckender Ausschlag, Nesselsucht [Urtikaria]). Gelegentlich: Unnormal blasse Haut, Innenschleimhaut oder Nagelbett (m√∂gliche Anzeichen eines Blutmangels [An√§mie]), erh√∂hte Empfindlichkeit der Haut gegen√ľber Sonnenlicht.

Sehr selten: Psoriasis-artiger Hautausschlag (Ausschlag mit silbriger Schuppung) oder Verschlechterung einer Psoriasis (Schuppenflechte); Ausschlag einhergehend mit der Bildung von Hautschuppen oder Schälen der Haut, Haarausfall. Schwere Hautreaktionen mit Blasenbildung oder Ablösung der Haut (z. B. Erythema exsudativum multiforme [EEM], Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, akute generalisierte exanthematische Pustulosis [AGEP]).

Nicht bekannt: Hautausschlag verbunden mit einer Erhöhung der Anzahl bestimmter Zellen im Blut (Eosinophilie).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Sehr häufig: Reaktionen des Muskel- und Skelettsystems (Myalgien, Arthralgien), Gelenk- und Muskelschmerzen.

Nicht bekannt: Rhabdomyolyse (Muskelfaserauflösung).

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort H√§ufig: M√ľdigkeit

Gelegentlich: Fieber.

Nicht bekannt: Grippe-√§hnliche Erkrankung (z. B. M√ľdigkeit, Sch√ľttelfrost, Halsschmerzen, Gelenk- oder Muskelschmerzen).

Untersuchungen
Gelegentlich: Gewichtsabnahme infolge von verminderter Geschmacksempfindung. Nicht bekannt: Erh√∂hter Blutwert f√ľr ein Muskelenzym (Kreatinphosphokinase),

Gegenmaßnahmen

Informieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt:

Wenn bei Ihnen Symptome auftreten, wie nicht erkl√§rbare l√§nger anhaltende √úbelkeit, Magenprobleme, Appetitlosigkeit, ungew√∂hnliche M√ľdigkeit oder Schw√§che, oder wenn Ihre Haut oder das Wei√üe Ihrer Augen gelb aussieht (Gelbsucht), wenn Ihr Urin ungew√∂hnlich dunkel oder Ihr Stuhl ungew√∂hnlich blass ist (m√∂gliche Anzeichen einer Leberst√∂rung).

Bei Vorliegen dieser Symptome sollte Amiada abgesetzt werden. Ihre Leberfunktion sollte sofort untersucht werden.

  • Wenn Sie Fieber, Sch√ľttelfrost, Halsschmerzen oder Endz√ľndungen im Mundraum (Aphten) infolge von Infektionen und Schw√§che oder wenn Sie Infektionen h√§ufiger erleiden.
  • Bei ungew√∂hnlichen Blutungen oder Bluterg√ľssen (m√∂gliche Anzeichen von Erkrankungen, welche die Menge bestimmter Blutk√∂rperchen beeinflussen).
  • Bei ungew√∂hnlich blasser Haut, Schleimhaut oder Nagelbett, ungew√∂hnlicher M√ľdigkeit, Schw√§che oder Atemlosigkeit bei Anstrengung (m√∂gliche Anzeichen einer Erkrankung, welche die Menge der roten Blutk√∂rperchen beeinflusst).
  • Bei Schwierigkeiten beim Atmen, Schwindel, Schwellungen, haupts√§chlich in Gesicht und Hals, anfallsweiser Hautr√∂tung mit Hitzegef√ľhl (Flush), krampfartigen Bauchschmerzen und Bewusstlosigkeit oder bei Gelenkschmerzen, Steifigkeit, Hautausschlag, Fieber oder geschwollenen/vergr√∂√üerten Lymphknoten (m√∂gliche Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion).
  • Wenn Sie Symptome haben, wie Hautausschlag, Fieber, Juckreiz, M√ľdigkeit, oder wenn Sie das Auftreten kleiner rot-violetter Flecken unter der Hautoberfl√§che bemerken (m√∂gliche Anzeichen einer Entz√ľndung der Blutgef√§√üe).
  • Beim Auftreten von Hautproblemen wie z. B. Ausschlag, Hautr√∂tung, Bl√§schen an den Lippen, Augen oder im Mund, Sch√§len der Haut, Fieber.
  • Bei starken Schmerzen im Oberbauch, die in den R√ľcken ausstrahlen (m√∂gliche Anzeichen einer Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse).
  • Bei unerkl√§rbarer Muskelschw√§che und Schmerzen oder dunklem (rot-braunem) Urin (m√∂gliche Anzeichen von Muskelfaseraufl√∂sung).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf den Blisterstreifen und dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z.B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Amiada enthält

  • Der Wirkstoff ist: Terbinafin
    1 Tablette enthält 250 mg Terbinafin (als Terbinafinhydrochlorid).
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Hypromellose, Macrogol 6000, Croscarmellose-Natrium, mikrokristalline Cellulose.

Wie Amiada aussieht und Inhalt der Packung

Runde, weiße bis fast weiße, marmorierte Tabletten mit einseitiger Bruchkerbe. Amiada ist in Packungen mit 7, 14, 28 und 42 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Jenapharm GmbH & Co. KG Otto-Schott-Straße 15 07745 Jena

Tel.: (03641) ‚Äď 87 97 444

Fax: (03641) ‚Äď 87 97 49 444

E-Mail: hautgesundheit@jenapharm.de

Hersteller

Saneca Pharmaceuticals a.s. Nitrianska 100

92027 Hlohovec Slowakei

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im August 2020.

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Zuletzt aktualisiert: 22.08.2022

Quelle: Amiada 250 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Terbinafin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Jenapharm GmbH & Co. KG
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 16.11.2004
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden