Lamisil 250 mg Tabletten

Abbildung Lamisil 250 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Terbinafin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Novartis Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 04.12.1992
ATC Code D01BA02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Antimykotika zur systemischen Anwendung

Zulassungsinhaber

Novartis Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Terbinafin Schollmed gegen Fußpilz Terbinafin Reckitt Benckiser Deutschland GmbH
Terbinafin acis 250 mg Tabletten Terbinafin acis Arzneimittel GmbH
Amiada 250 mg Tabletten Terbinafin Jenapharm GmbH & Co. KG
Dermatin Terbinafin Dr. Pfleger Arzneimittel GmbH
Terbinafin-Actavis 250 mg Tabletten Terbinafin Actavis Deutschland GmbH & Co. KG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Lamisil-Tabletten enthalten Terbinafin als Wirkstoff. Terbinafin geh√∂rt zu der Gruppe von Wirkstoffen, die gegen Pilzinfektionen eingesetzt werden (Antimykotika). Lamisil-Tabletten werden oral (√ľber den Mund) verabreicht.

Lamisil-Tabletten werden angewendet bei:

  • Pilzinfektionen der Finger- und Zehenn√§gel. Bei bestimmten Mischinfektionen der N√§gel mit Hefen ist ein Behandlungsversuch angezeigt;
  • schweren Pilzinfektionen der F√ľ√üe (Tinea pedis) und des K√∂rpers (Tinea corporis und Tinea cruris), die √§u√üerlich nicht ausreichend behandelbar sind.

Hinweise

Im Gegensatz zu äußerlich angewendetem Lamisil sind Lamisil-Tabletten bei Hefepilzerkrankungen (Candidose, Pityriasis versicolor [auch als Tinea versicolor bekannt]) der Haut nicht wirksam.

Um die Diagnose zu sichern, wird Ihr Arzt vor Beginn der Behandlung mit Lamisil-Tabletten m√∂glicherweise geeignete Haut- bzw. Nagelproben f√ľr Labortests entnehmen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lamisil darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Terbinafin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;

  • wenn Sie an einer chronischen oder akuten Lebererkrankung leiden oder fr√ľher gelitten haben;
  • wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden;
  • wenn Ihre Nagelpilzerkrankung Folge einer vorrangig durch Bakterien verursachten Infektion ist.

Wenn eines davon auf Sie zutrifft, informieren Sie bitte Ihren Arzt, bevor Sie Lamisil

einnehmen.

Wenn Sie meinen, Sie könnten allergisch reagieren, fragen Sie bitte Ihren Arzt um Rat.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Lamisil einnehmen.

Wenn eines der folgenden Symptome vor oder w√§hrend der Behandlung mit Lamisil auf Sie zutrifft, informieren Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt.

  • Wenn Sie Symptome haben oder bemerken wie z. B. ungekl√§rte anhaltende √úbelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Appetitverlust, ungew√∂hnliche M√ľdigkeit oder wenn Ihre Haut oder das Wei√üe Ihrer Augen gelb erscheinen, wenn Ihr Urin ungew√∂hnlich dunkel oder Ihr Stuhl ungew√∂hnlich hell ist (Anzeichen von Lebererkrankungen). Vor und in regelm√§√üigen Abst√§nden w√§hrend der Behandlung mit Lamisil k√∂nnte Ihr Arzt Blutproben entnehmen, um Ihre Leberfunktion zu √ľberpr√ľfen. Im Falle von untypischen Testergebnissen kann Ihr Arzt Sie auffordern, die Einnahme von Lamisil abzubrechen.
  • Wenn Sie Hautprobleme beobachten wie Ausschlag, Hautr√∂tung, Bl√§schenbildung an den Lippen, den Augen oder im Mund, Sch√§len der Haut, Fieber (m√∂gliche Anzeichen schwerer Hautreaktionen), Ausschlag verbunden mit einer Erh√∂hung bestimmter Zellen im Blut (Eosinophilie).
  • Wenn Sie eine Schuppenflechte (Psoriasis, Entz√ľndung der Haut mit silbriger Schuppung) oder eine Schmetterlingsflechte (Lupus erythematodes, eine Autoimmunerkrankung mit Ausschlag im Gesicht), Gelenkschmerzen, Muskelst√∂rungen und Fieber (kutaner oder systemischer Lupus erythematodes) haben oder bemerken.
  • Wenn Sie sich schwach f√ľhlen, oder unter ungew√∂hnlichen Blutungen oder Bluterg√ľssen oder h√§ufigen Infektionen leiden (Anzeichen einer Bluterkrankung).
  • Wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder k√ľrzlich eingenommen haben, lesen Sie den Abschnitt ‚ÄěEinnahme von Lamisil zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú.

Kinder

Kinder sollten Lamisil 250 mg Tabletten nicht einnehmen, da √ľber die Anwendung bei Kindern nur begrenzte Daten vorliegen.

Einnahme von Lamisil zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen oder angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen oder anzuwenden.

Die Wirkung von Lamisil kann bei gleichzeitiger Behandlung mit den nachfolgend genannten Arzneistoffen bzw. Präparategruppen beeinflusst werden. Ihr Arzt wird die Dosis entsprechend anpassen:

  • Die Wirkung von Lamisil kann verst√§rkt werden bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die den Abbau von Terbinafin hemmen [z. B. Cimetidin (Magen-Darm-Mittel), Fluconazol (Antimykotikum), Ketoconazol (Antimykotikum), Amiodaron (Mittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen)].
  • Die Wirkung von Lamisil kann geschw√§cht werden bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die den Abbau von Terbinafin f√∂rdern [z. B. Rifampicin (Antibiotikum)].

Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneimittel kann durch die gleichzeitige Einnahme von Lamisil beeinflusst werden:

  • Lamisil kann die Wirkung folgender Arzneimittel verst√§rken:
    Bestimmte Mittel zur Behandlung von Gem√ľtszustandsst√∂rungen (bestimmte Antidepressiva wie z. B. trizyklische Antidepressiva, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmstoffe einschlie√ülich der Klassen 1A, 1B und 1C, Monoaminoxidase-Hemmstoffe vom Typ B, Desipramin).
  • Bestimmte Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck (bestimmte Beta-Blocker wie z. B. Metoprolol).
  • Bestimmte Mittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen und Herz-Kreislauf-St√∂rungen (bestimmte Antiarrhythmika einschlie√ülich der Klassen 1A, 1B und 1C, wie z. B. Propafenon, Amiodaron), Beta-Rezeptorenblocker, Koffein, Mittel zur Hustenstillung (z. B.
    Dextromethorphan).
  • Lamisil kann die Wirkung von Ciclosporin (Arzneimittel zur Vermeidung der Absto√üung von transplantierten Organen) abschw√§chen.

Informieren Sie unbedingt Ihren Arzt √ľber diese oder alle anderen Medikamente, die Sie einnehmen.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Lamisil und Arzneimitteln, die √ľber das gleiche Enzymsystem abgebaut werden wie Terbinafin (z. B. Terfenadin, Triazolam, Tolbutamid, Ethinylestradiol [z. B. in Mitteln zur oralen Schwangerschaftsverh√ľtung]), findet in der Regel keine Beeinflussung statt.

Terbinafin hat auch keinen Einfluss auf den Abbau von Phenazon oder Digoxin.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Lamisil und bestimmten oralen Mitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (z. B. Warfarin) kann es unter Umständen zu einer Veränderung der Blutgerinnungszeit kommen. Ein ursächlicher Zusammenhang ist jedoch nicht gesichert.

Bei einigen Patientinnen, die Terbinafin gleichzeitig mit Tabletten zur Schwangerschaftsverh√ľtung (‚Äědie Pille‚Äú) eingenommen haben, wurden Menstruationsst√∂rungen (z. B. unregelm√§√üige Menstruation, Durchbruchblutungen, Zwischenblutungen und Ausbleiben der Menstruation) beobachtet. Diese St√∂rungen traten jedoch nicht h√§ufiger auf als bei Frauen, die nur Tabletten zur Schwangerschaftsverh√ľtung einnahmen.

Bitte beachten Sie, dass die obigen Angaben auch f√ľr vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten k√∂nnen.

Einnahme von Lamisil zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Die Einnahme von Lamisil-Tabletten kann vor oder nach den Mahlzeiten erfolgen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker immer um Rat, bevor Sie ein Medikament anwenden.

Ihr Arzt wird mit Ihnen die möglichen Risiken der Einnahme von Lamisil während der Schwangerschaft besprechen.

Die klinischen Erfahrungen bei schwangeren Frauen sind sehr begrenzt. W√§hrend einer Schwangerschaft sollten Sie Lamisil nicht einnehmen, es sei denn, Ihr Arzt empfiehlt die Behandlung mit Lamisil ausdr√ľcklich.

Wenn Sie stillen, sollten Sie Lamisil nicht einnehmen. Der Wirkstoff Terbinafin geht in die Muttermilch √ľber und k√∂nnte Ihrem Baby schaden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Falls w√§hrend der Behandlung mit Lamisil-Tabletten Schwindelgef√ľhl als Nebenwirkung auftritt, sollten Sie kein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen.

Behandlung von Alkoholabhängigen

Erfahrungen mit der Behandlung von Alkoholabhängigen liegen bisher nicht vor.

Lamisil enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h., es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Lamisil immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt 1 Tablette pro Tag.

Art der Anwendung

Die Einnahme von Lamisil sollte vorzugsweise jeden Tag zur gleichen Zeit erfolgen. Die Einnahme kann vor oder nach den Mahlzeiten erfolgen.

Nehmen Sie bitte einmal täglich eine Tablette unzerkaut mit ausreichend Wasser ein.

Dauer der Anwendung

Die Dosierung und die Dauer der Behandlung werden durch Ihren Arzt individuell festgelegt. Bei folgenden Erkrankungen gelten folgende Richtvorgaben:

Infektion der Nägel
Die Dauer der Behandlung beträgt in der Regel 3 Monate.

Bei alleinigem Befall der Fingern√§gel kann eine k√ľrzere Behandlungsdauer von 6 Wochen ausreichen. Bei der Behandlung von Zehennagelinfektionen, insbesondere bei Befall des Gro√üzehennagels, ist in einigen F√§llen eine l√§ngere Therapiedauer (> 6 Monate) angezeigt. Geringes Nagelwachstum (unter 1 mm/Monat) w√§hrend der ersten 12 Behandlungswochen ist ein Anzeichen f√ľr die Notwendigkeit einer l√§ngeren Therapie.

Bei Mischinfektionen mit Hefe-Pilzen sollte die Behandlung nur bei Ansprechen der Therapie in den ersten 2‚ąí3 Wochen (Nachwachsen von gesundem Nagel) fortgesetzt werden.

Pilzinfektion der Haut des Fu√ües, des gesamten K√∂rpers und der Unterschenkel Die mittlere Behandlungsdauer betr√§gt jeweils 4‚ąí6 Wochen.

Anwendung bei Kindern

Da nur begrenzte Erfahrungen mit Lamisil bei Kindern vorliegen, wird die Anwendung von Lamisil nicht empfohlen.

Behandlung von älteren Patienten

Es gibt keine Hinweise daf√ľr, dass bei √§lteren Patienten eine andere Dosierung erforderlich ist oder Nebenwirkungen auftreten, die bei j√ľngeren Patienten nicht festzustellen sind. Sie k√∂nnen ab einem Alter von 65 Jahren Lamisil-Tabletten in der gleichen Dosierung wie j√ľngere Erwachsene einnehmen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Lamisil zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Lamisil eingenommen haben, als Sie sollten

Fragen Sie sofort einen Arzt oder in einem Krankenhaus um Rat. Die medizinische Behandlung kann notwendig sein. Das Gleiche gilt, wenn jemand anderes irrt√ľmlich Ihr Arzneimittel eingenommen hat. Ihr Arzt kann zun√§chst Aktivkohle zur Entfernung des Wirkstoffs verabreichen und, falls erforderlich, weitere Ma√ünahmen einleiten.

Folgende Anzeichen sind aufgrund einer √úberdosierung mit Lamisil beobachtet worden: Kopfschmerzen, √úbelkeit, Schmerzen im Oberbauch und Schwindel.

Wenn Sie die Einnahme von Lamisil vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Nehmen Sie Ihre Tablette ein, sobald Sie sich daran erinnern. Wenn die Zeit bis zur nächsten regulären Einnahme jedoch weniger als 4 Stunden beträgt, warten Sie und nehmen Sie die nächste Tablette zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Lamisil abbrechen

Zur Ausheilung einer Pilzinfektion ist eine Behandlung √ľber einen l√§ngeren Zeitraum erforderlich. Der vollst√§ndige R√ľckgang der Anzeichen und Symptome der Erkrankung kann erst einige Monate nach der Behandlung sichtbar werden, da die gesunden N√§gel einige Zeit f√ľr das Wachstum ben√∂tigen. Das Ansprechen auf die Therapie erkennen Sie am Nachwachsen von gesundem Nagel. Normalerweise wachsen Fingern√§gel ca. 2 mm pro Monat und Zehenn√§gel ca. 1 mm pro Monat. Der erkrankte Bereich w√§chst allm√§hlich heraus. Eine unregelm√§√üige Anwendung oder ein vorzeitiges Abbrechen der Behandlung bergen die Gefahr einer erneuten Infektion in sich. Sprechen Sie deshalb zuvor immer mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung beenden wollen.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Manche Nebenwirkungen können schwerwiegend sein:

In seltenen F√§llen kann Lamisil Lebersch√§den verursachen und in sehr seltenen F√§llen k√∂nnen es schwerwiegende Lebersch√§den sein. Schwerwiegende Nebenwirkungen umfassen auch eine Verminderung der Anzahl bestimmter Blutk√∂rperchen, eine bestimmte Autoimmunerkrankung (Lupus erythematodes), schwere Hautreaktionen, schwere allergische Reaktionen, die Entz√ľndung von Blutgef√§√üen, die Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse oder Muskelabbau.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: Mehr als 1 Behandelter von 10 Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: Weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Mögliche Nebenwirkungen

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Unnormale M√ľdigkeit oder Schw√§che oder Kurzatmigkeit bei Anstrengung [m√∂gliche Anzeichen einer Erkrankung, die mit einer verminderten Anzahl von roten Blutk√∂rperchen einhergeht (An√§mie)].

Sehr selten: Es wurde √ľber vereinzelte F√§lle einer starken Verminderung der wei√üen Blutk√∂rperchen (Agranulozytose, Neutropenie), der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie) oder aller zellul√§ren Bestandteile des Blutes (Panzytopenie) berichtet.

Erkrankungen des Immunsystems
In sehr seltenen F√§llen wurde √ľber schwerwiegende √úberempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide Reaktionen einschlie√ülich Angio√∂deme) sowie √ľber das Auftreten oder die Verschlechterung einer bestimmten Autoimmunerkrankung (kutaner oder systemischer Lupus erythematodes) berichtet.

Nicht bekannt: Schwere allergische Reaktionen oder serumkrankheitsähnliche Reaktion.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Sehr häufig: Verminderter Appetit.

Gelegentlich: Gewichtsverlust.

Psychiatrische Erkrankungen
H√§ufig: Gem√ľtszustandsst√∂rung (Depression).

Gelegentlich: Angst (mit Symptomen wie Schlafstörungen, Antriebslosigkeit oder eingeschränkte Fähigkeit zu denken oder sich zu konzentrieren).

Nicht bekannt: Depressive Symptome (z. B. depressive Stimmung) infolge von Geschmacksstörungen.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Gelegentlich: Tinnitus (z. B. Rauschen, Klingeln in den Ohren).

Nicht bekannt: Herabgesetztes Hörvermögen, Hörstörung.

Gefäßerkrankungen
Nicht bekannt: Entz√ľndung der Blutgef√§√üe.

Erkrankungen des Nervensystems Sehr häufig: Kopfschmerzen.

H√§ufig: Geschmacksst√∂rungen oder Geschmacksverlust ‚Äď in der Regel innerhalb von 15 Wochen nach Absetzen von Lamisil reversibel. Geschmacksst√∂rungen oder -verlust k√∂nnen in Einzelf√§llen auch l√§nger (bis zu zwei Jahren) dauern. In sehr seltenen F√§llen f√ľhrten die Geschmacksst√∂rungen zu Appetitlosigkeit, die durch verminderte Nahrungsaufnahme einen ungewollten Gewichtsverlust verursachte. Schwindel.

Gelegentlich: Hautkribbeln oder Taubheit, vermindertes Tastgef√ľhl.

Nicht bekannt: Störungen des Geruchsvermögens, auch dauerhafter Verlust des Geruchsvermögens.

Augenerkrankungen
Häufig: Störung des Sehvermögens.

Nicht bekannt: Sehtr√ľbung, verminderte Sehsch√§rfe.

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
Sehr h√§ufig: Gef√ľhl der Dehnung oder Aufbl√§hung (V√∂llegef√ľhl), Appetitlosigkeit, Verdauungsst√∂rungen, √úbelkeit, Bauchschmerzen, Magenbeschwerden nach einer Mahlzeit (Sodbrennen), Durchfall.

Nicht bekannt: Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse.

Leber- und Gallenerkrankungen
Selten: Leberversagen, Leberentz√ľndung (Hepatitis), Gelbf√§rbung der Augen oder Haut (Gelbsucht), Gallenstauung (Cholestase), unnormale Ergebnisse von Leberfunktionstests, St√∂rungen der Leberfunktion (prim√§r cholestatischer Natur).

Sehr selten: Leberversagen, mit nachfolgender Lebertransplantation oder Todesfolge. In der Mehrzahl dieser Fälle hatten die Patienten schwerwiegende Grunderkrankungen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Sehr h√§ufig: Allergische Hautreaktionen (juckender Ausschlag, Nesselsucht [Urtikaria]). Gelegentlich: Unnormal blasse Haut, Schleimhaut oder Nagelbett (m√∂gliche Anzeichen eines Blutmangels [An√§mie]), erh√∂hte Empfindlichkeit der Haut gegen√ľber Sonnenlicht.

Sehr selten: Psoriasis-artiger Hautausschlag (Ausschlag mit silbriger Schuppung) oder Verschlechterung einer Psoriasis (Schuppenflechte), Ausschlag einhergehend mit der Bildung von Hautschuppen oder Schälen der Haut, Haarausfall. Schwere Hautreaktionen mit Blasenbildung oder Ablösung der Haut (z. B. Erythema exsudativum multiforme [EEM], Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, akute generalisierte exanthematische Pustulosis [AGEP]).

Nicht bekannt: Hautausschlag verbunden mit einer Erhöhung bestimmter Zellen im Blut (Eosinophilie).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Sehr häufig: Reaktionen des Muskel- und Skelettsystems (Gelenk- und Muskelschmerzen). Nicht bekannt: Muskelabbau.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort H√§ufig: M√ľdigkeit.

Gelegentlich: Fieber.

Nicht bekannt: Grippe√§hnliche Erkrankung (z. B. M√ľdigkeit, Sch√ľttelfrost, Halsschmerzen, Gelenk- oder Muskelschmerzen).

Untersuchungen
Nicht bekannt: Erh√∂hter Blutwert f√ľr ein Muskelenzym (Kreatinphosphokinase), Gewichtsabnahme infolge von verminderter Geschmacksempfindung.

Gegenmaßnahmen

Informieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt:

  • Wenn bei Ihnen Symptome auftreten, wie nicht erkl√§rbare l√§nger anhaltende √úbelkeit, Magenprobleme, Appetitlosigkeit, ungew√∂hnliche M√ľdigkeit oder Schw√§che, oder wenn Ihre Haut oder das Wei√üe Ihrer Augen gelb aussieht (Gelbsucht), wenn Ihr Urin ungew√∂hnlich dunkel oder Ihr Stuhl ungew√∂hnlich blass ist (m√∂gliche Anzeichen einer Leberst√∂rung).
    Bei Vorliegen dieser Symptome sollte Lamisil abgesetzt werden. Ihre Leberfunktion sollte sofort untersucht werden.
  • Wenn Sie Fieber, Sch√ľttelfrost, Halsschmerzen oder Entz√ľndungen im Mundraum (Aphthen) infolge von Infektionen und Schw√§che oder wenn Sie Infektionen h√§ufiger erleiden.
  • Bei ungew√∂hnlichen Blutungen oder Bluterg√ľssen (m√∂gliche Anzeichen von Erkrankungen, welche die Anzahl bestimmter Blutk√∂rperchen beeinflussen).
  • Bei ungew√∂hnlich blasser Haut, Schleimhaut oder Nagelbett, ungew√∂hnlicher M√ľdigkeit, Schw√§che oder Atemlosigkeit bei Anstrengung (m√∂gliche Anzeichen einer Erkrankung, welche die Anzahl der roten Blutk√∂rperchen beeinflusst).
  • Bei Schwierigkeiten beim Atmen, Schwindel, Schwellungen, haupts√§chlich in Gesicht und Hals, anfallsweiser Hautr√∂tung mit Hitzegef√ľhl (Flush), krampfartigen Bauchschmerzen und Bewusstlosigkeit oder bei Gelenkschmerzen, Steifigkeit, Hautausschlag, Fieber oder geschwollenen/vergr√∂√üerten Lymphknoten (m√∂gliche Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion).
  • Wenn Sie Symptome haben, wie Hautausschlag, Fieber, Juckreiz, M√ľdigkeit, oder wenn Sie das Auftreten kleiner rot-violetter Flecken unter der Hautoberfl√§che bemerken (m√∂gliche Anzeichen einer Entz√ľndung der Blutgef√§√üe).
  • Beim Auftreten von Hautproblemen wie z. B. Ausschlag, Hautr√∂tung, Bl√§schen an den Lippen, Augen oder im Mund, Sch√§len der Haut, Fieber.
  • Bei starken Schmerzen im Oberbauch, die in den R√ľcken ausstrahlen (m√∂gliche Anzeichen einer Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse).
  • Bei unerkl√§rbarer Muskelschw√§che und Schmerzen oder dunklem (rotbraunem) Urin (m√∂gliche Anzeichen von Muskelabbau).

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf den Blisterstreifen und der Faltschachtel nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z. B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Lamisil 250 mg Tabletten enthalten

  • Der Wirkstoff ist: Terbinafin
    1 Tablette enthält 281,3 mg Terbinafinhydrochlorid, entsprechend 250 mg Terbinafin.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Hypromellose, Poly(O- carboxymethyl)stärke, Natriumsalz, mikrokristalline Cellulose

Wie Lamisil 250 mg Tabletten aussehen und Inhalt der Packung

Wei√üliche bis gelbstichig-wei√üe, runde, gew√∂lbte Tabletten mit abgeschr√§gten Kanten, Bruchrille und der Pr√§gung ‚ÄěLAMISIL 250‚Äú auf einer Seite; Durchmesser: 11 mm.

Lamisil 250 mg Tabletten sind in Kalenderpackungen zu 14, 28 und 42 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Novartis Pharma GmbH 90327 N√ľrnberg Telefon: (09 11) 273-0

Telefax: (09 11) 273-12 653 Internet/E-Mail: www.novartis.de

Hersteller

Novartis Pharma GmbH

90327 N√ľrnberg Telefon: (09 11) 273-0

Telefax: (09 11) 273-12 653 Internet/E-Mail: www.novartis.de

Lek d.d, F PROIZVODNJA LENDAVA

Trimlini 2D

Lendava, 9220

Slowenien

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im 11/2020.

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Zuletzt aktualisiert: 16.08.2022

Quelle: Lamisil 250 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Terbinafin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Novartis Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 04.12.1992
ATC Code D01BA02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden