Terbinafin STADA 250 mg Tabletten

Abbildung Terbinafin STADA 250 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Terbinafin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller STADAPHARM
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 01.03.2005
ATC Code D01B
Pharmakologische Gruppe Antimykotika zur systemischen Anwendung

Zulassungsinhaber

STADAPHARM

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Terbinafin Puren 250 mg Tabletten Terbinafin PUREN Pharma GmbH & Co. KG
Terbina-Q 250 mg Tabletten Terbinafin Juta Pharma GmbH
Terbinafin STADA 125 mg Tabletten Terbinafin STADAPHARM
Lamisil 250 mg Tabletten Terbinafin Novartis Pharma GmbH
Terbinafin HCL acis 10mg/g Creme Terbinafin acis Arzneimittel GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Terbinafin STADA¬ģ enth√§lt den Wirkstoff Terbinafinhydrochlorid und ist ein Mittel gegen Pilzerkrankungen (Antimykotikum).

Terbinafin STADA¬ģ wird angewendet

  • zur Behandlung von Hautinfektionen durch parasit√§re Pilze, die die Haut befallen (Dermatophyten) z.B.:
    • Tinea corporis (Pilzinfektion auf der Haut des ganzen K√∂rpers mit Ausnahme von Kopf, H√§nden, F√ľ√üen und Leistengegend; besonders betroffen sind unbehaarte Hautregionen),
    • Tinea cruris (Pilzinfektion der Leistenregion),
    • Tinea pedis (‚ÄěFu√üpilz‚Äú; eine Pilzinfektion, die besonders die Haut zwischen den Zehen bef√§llt).
  • zur Behandlung von Infektionen der Finger- und Zehenn√§gel (Onychomykosen) durch parasit√§re Pilze, die die Haut befallen (Dermatophyten).

Terbinafin wirkt nicht gegen Pityriasis versicolor (‚ÄěKleienpilzflechte‚Äú; eine durch Hefepilze verursachte Hautinfektion).

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Terbinafin STADA¬ģ darf NICHT eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch gegen Terbinafinhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie an einer schweren Nierenerkrankung leiden (wenn Ihre Nierenfunktion gest√∂rt ist). Ihr Arzt wird Ihnen sagen, ob Sie dieses Arzneimittel einnehmen d√ľrfen.
  • wenn Sie an einer chronischen oder akuten Lebererkrankung leiden (wenn Ihre Lebererkrankung schon seit langer Zeit besteht oder Ihre Leberfunktion derzeit gest√∂rt ist). Ihr Arzt wird Ihnen sagen, ob Sie dieses Arzneimittel einnehmen d√ľrfen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Terbinafin STADA¬ģ einnehmen.

Bevor Sie mit der Behandlung mit Terbinafin STADA¬ģ beginnen, sollte Ihr Arzt eventuelle vorbestehende Leberbeschwerden untersuchen bzw. feststellen, ob Sie derzeit an einer Lebererkrankung leiden, da Terbinafin bei Patienten mit oder ohne vorbestehende Lebererkrankung in sehr seltenen F√§llen Leberversagen ausl√∂sen kann (siehe unter Abschnitt 2: Terbinafin STADA¬ģ darf NICHT eingenommen werden; und Anschnitt 4: Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich?).

Bitte informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden bzw. jemals gelitten haben:

  • Lebererkrankungen. Terbinafin kann in seltenen F√§llen folgende Erkrankungen verursachen:

Diese seltenen Nebenwirkungen treten in der Regel innerhalb der ersten zwei Behandlungsmonate auf. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Anzeichen einer Lebererkrankung bemerken, wie z.B.:

  • Juckreiz,
  • anhaltende √úbelkeit ohne ersichtlichen Grund (ungekl√§rte persistierende Nausea),
  • Appetitlosigkeit,
  • M√ľdigkeit,
  • Ikterus (Gelbf√§rbung der Haut oder Bindehaut im Auge),

Ihr Arzt wird dann umgehend Ihre Leberfunktion untersuchen. M√∂glicherweise muss die Behandlung mit Terbinafin STADA¬ģ abgebrochen werden.

Wenn Sie hohes Fieber oder Halsschmerzen bekommen, wird der Arzt Ihre Blutwerte untersuchen. Terbinafin kann in seltenen Fällen Erkrankungen des Blutes verursachen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker √ľber alle Ihre gegenw√§rtigen und fr√ľheren Krankheiten, insbesondere folgende:

  • Hautprobleme wie Ausschlag, Hautr√∂tung, Bl√§schenbildung an den Lippen, den Augen oder im Mund, Absch√§len der Haut (Anzeichen ernsthafter Hautreaktionen),
  • Psoriasis (Schuppenflechte). In sehr seltenen F√§llen kann Terbinafin eine Schuppenflechte verschlimmern.
  • eingeschr√§nkte Nierenfunktion. M√∂glicherweise muss Ihre Terbinafin- Dosis verringert werden.

Wenn der Verdacht besteht, dass Sie eine Immunabwehrschw√§che haben, wird Ihr Arzt eventuell nach sechs Wochen Behandlung mit Terbinafin STADA¬ģ eine Blutuntersuchung anordnen.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Terbinafin STADA¬ģ darf nicht von Patienten mit chronischer oder akuter Lebererkrankung eingenommen werden.

Anwendung von Terbinafin STADA¬ģ zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Terbinafin wirkt sich darauf aus, wie die Leber bestimmte andere Arzneimittel im K√∂rper abbaut. Diese Arzneimittel sind nachfolgend aufgef√ľhrt. Ihr Arzt kennt die Arzneimittel und wird gegebenenfalls die Dosis nach Bedarf anpassen.

Besondere Vorsicht ist erforderlich, wenn Sie auch eines der folgenden Arzneimittel nehmen:

Arzneimittel, die sich auf Terbinafin STADA¬ģ auswirken

  • Rifampicin (Antibiotikum zur Behandlung von Infektionen, wie z.B. Tuberkulose). Rifampicin kann die Wirkung von Terbinafin STADA¬ģ abschw√§chen.
  • Cimetidin (zur Behandlung bestimmter Magen- und Darmkrankheiten). Cimetidin kann die Wirkung von Terbinafin STADA¬ģ verst√§rken.
  • Fluconazol oder Ketoconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen),
  • Amiodaron (zur Behandlung von Herzproblemen).

Arzneimittel, auf die sich Terbinafin STADA¬ģ auswirkt

  • bestimmte Antidepressiva (Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Erkrankungen): trizyklische Antidepressiva (z.B. Amitriptylin, Clomipramin, Imipramin, Desipramin), selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI, z.B. Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin),
  • Betablocker (zur Behandlung von Bluthochdruck, z.B. Atenolol, Propranolol, Bisoprolol),
  • Antiarrhythmika (zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen),
  • Monoaminoxidase-B-Hemmer (MAO-B-Hemmer, zur Behandlung der Parkinson-Krankheit z.B. Selegilin, Rasagilin),
  • Ciclosporin (beeinflusst das k√∂rpereigene Immunsystem, um eine Absto√üung von transplantierten Organen zu vermeiden),
  • Terfenadin (zur Behandlung von Allergien),
  • Triazolam (ein Beruhigungsmittel zur Behandlung von Schlaflosigkeit),
  • Tolbutamid (zur Behandlung von Diabetes),
  • Warfarin (ein Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung),
  • Coffein.

Die Wirkung dieser Arzneimittel kann verstärkt werden. Ihr Arzt wird bei Bedarf Ihre Dosis anpassen.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Art der Anwendung

Nehmen Sie das Arzneimittel mit ausreichend Fl√ľssigkeit ein.

Die empfohlene Dosis betr√§gt f√ľr:

Erwachsene

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis 250 mg Terbinafinhydrochlorid pro Tag (entsprechend 1 Tablette Terbinafin STADA¬ģ 250 mg).

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Dieses Arzneimittel wird bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion nicht empfohlen. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt, bevor Sie es einnehmen.

Kinder und Jugendliche

Terbinafin STADA¬ģ ist nicht f√ľr die Anwendung bei Kindern bestimmt.

√Ąltere Menschen

Es gibt keine Hinweise darauf, dass √§ltere Menschen eine andere Dosis einnehmen m√ľssen. Zu ber√ľcksichtigen sind aber eventuell bestehende Leber- oder Nierenfunktionsst√∂rungen (siehe auch unter Abschnitt 2: Was sollten Sie vor der Einnahme von Terbinafin STADA¬ģ beachten?; und Abschnitt 4: Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich?).

Dauer der Anwendung

Die Behandlungsdauer hängt davon ab, welche Art Infektion Sie haben und wie schwer diese ist.

Hautinfektionen

Bei folgenden Krankheiten ist Terbinafin STADA¬ģ 2 bis 4 Wochen lang einzunehmen:

  • Tinea pedis (Fu√üpilz),
  • Tinea corporis (Pilzinfektion auf der Haut des ganzen K√∂rpers mit Ausnahme von Kopf, H√§nden, F√ľ√üen und Leistengegend),
  • Tinea cruris (Pilzinfektion der Leistenregion).

Bei bestimmten Formen von Tinea pedis kann die Behandlung mit Terbinafin STADA¬ģ auch bis zu sechs Wochen dauern:

  • interdigitale Tinea pedis (zwischen den Zehen),
  • plantare Tinea pedis; ‚ÄěMokassin-Typ‚Äú (an der Fu√üsohle und den Seiten des

Fußes).

Ihr Arzt kann Ihnen sagen, um welche Form es sich handelt und wie lange Sie das Arzneimittel einnehmen sollen.

Beachten Sie, dass die Symptome der Infektion möglicherweise erst mehrere Wochen nach der Beseitigung des Pilzes vollständig abklingen.

Onychomykose (Nagelpilz)

Bei folgenden Krankheiten ist Terbinafin STADA¬ģ 6 bis 12 Wochen lang einzunehmen:

Pilzbefall der Fingernägel.

Bei bestimmten Formen von Nagelpilz kann die Behandlung mit Terbinafin STADA¬ģ auch l√§nger dauern z.B.:

  • Pilzbefall der Zehenn√§gel.

Wenn die Zehenn√§gel befallen sind, dauert die Behandlung in den meisten F√§llen zw√∂lf Wochen. Es ist aber auch m√∂glich, dass Sie Terbinafin STADA¬ģ bis zu sechs Monate lang einnehmen m√ľssen. Dies h√§ngt davon ab, wie gut Ihre N√§gel in den ersten Behandlungswochen nachwachsen.

Beachten Sie, dass die Symptome der Infektion möglicherweise erst mehrere Wochen nach der Beseitigung des Pilzes vollständig abklingen. Bis gesunde Nägel nachgewachsen sind, kann es mehrere Monate dauern.

Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge von Terbinafin STADA¬ģ eingenommen haben, als Sie sollten

Verständigen Sie umgehend einen Arzt oder die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses, wenn Sie versehentlich zu viele Tabletten eingenommen haben.

Anzeichen einer √úberdosierung sind unter anderem:

Wenn Sie die Einnahme von Terbinafin STADA¬ģ vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme von Terbinafin STADA¬ģ vergessen haben, nehmen Sie einfach die n√§chste planm√§√üige Dosis zum regul√§ren Einnahmezeitpunkt ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Terbinafin STADA¬ģ abbrechen

√Ąndern Sie die Dosis bzw. beenden Sie die Behandlung nur dann, wenn Sie dies vorher so mit Ihrem Arzt vereinbart haben, auch wenn sich die Symptome gebessert haben.

Ihr Arzt hat Ihnen gesagt, wie lange Sie Terbinafin STADA¬ģ einnehmen sollen. Folgen Sie den Anweisungen Ihres behandelnden Arztes und schlie√üen Sie Ihre Behandlung wie vorgesehen ab. Dies ist wichtig, um das bestm√∂gliche Behandlungsergebnis zu erzielen. Wenn Sie die Einnahme fr√ľher abbrechen als vereinbart, k√∂nnen sich Ihre Symptome wieder verschlimmern.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende H√§ufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Sie m√ľssen die Einnahme von Terbinafin STADA¬ģ sofort beenden, wenn w√§hrend der Behandlung mit Terbinafin STADA¬ģ folgende Beschwerden auftreten:

  • Ver√§nderungen oder Verlust des Geschmackssinns,
  • schwerwiegende Ver√§nderungen des Blutbildes oder
  • Verschlimmerung von Hautreaktionen.

Einige Nebenwirkungen sind schwerwiegend und treten selten bis sehr selten auf. Wenn Sie eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen bei sich bemerken, beenden Sie sofort die Einnahme von Terbinafin STADA¬ģ und suchen Sie umgehend √§rztliche Hilfe:

Symptome, wie z.B. nicht erkl√§rbare l√§nger anhaltende √úbelkeit, Magenprobleme, Appetitlosigkeit, ungew√∂hnliche M√ľdigkeit oder Schw√§che, oder wenn Sie bemerken, dass Ihre Haut oder das Wei√üe Ihrer Augen gelb aussieht (Gelbsucht), dass Ihr Urin ungew√∂hnlich dunkel oder Ihr Stuhl ungew√∂hnlich blass ist (m√∂gliche Anzeichen einer Leberst√∂rung).

‚ÄĘ Symptome, wie
¬† z.B. Halsschmerzen mit Fieber und Sch√ľttelfrost oder wenn Sie
¬† ungew√∂hnlichen Blutungen oder Bluterg√ľssen wahrnehmen (m√∂gliche
¬† Anzeichen f√ľr Erkrankungen, welche die Menge bestimmter Blutk√∂rperchen
‚ÄĘ beeinflussen).
S
  ymptome, wie z.B. ungewöhnlich blasser Haut, Schleimhaut oder
¬† Nagelbetten, ungew√∂hnlicher M√ľdigkeit, Schw√§che oder Atemlosigkeit bei
  Anstrengung (mögliche Anzeichen einer Erkrankung, welche die Menge der
  roten Blutkörperchen beeinflusst).
  • Symptome einer schweren allergischen Reaktion
    (Anaphylaxie/Angioödem), wie z.B.:
    • geschwollenes Gesicht, Zunge oder Rachen,
    • Schluckbeschwerden,
    • Nesselsucht und/oder Atembeschwerden.
  • Anzeichen einer serumkrankheits√§hnlichen Reaktion (Form von allergischer Reaktion), wie z.B.
    • Hautausschlag oder Nesselsucht,
    • Gelenkschmerzen und/oder Muskelschmerzen,
    • Schwellung der Gesichtshaut und/oder geschwollene Dr√ľsen,
    • Atembeschwerden/Atemnot.
  • schwere Hautreaktion, wie z.B.
    • Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse (Hautreaktion mit R√∂tung, Blasenbildung und Absch√§lung der Haut),
    • akute generalisierte exanthematische Pustulose (Bildung zahlreicher Pusteln, meist in Verbindung mit Fieber und Gelenkschmerzen),
    • Erythema exsudativum multiforme (entz√ľndliche Hautreaktion, die rote Punkte und Blasen auf der Haut hervorrufen kann),
  • Photosensitivit√§tsreaktion (√ľberm√§√üige Empfindlichkeit der Haut gegen√ľber Sonneneinstrahlung, erh√∂htes Risiko f√ľr Sonnenbrand).

  • Auftreten oder Verschlimmerung eines die Haut oder den gesamten K√∂rper betreffenden Lupus erythematodes. Dies ist eine Erkrankung des Immunsystems, das normalerweise den K√∂rper vor Krankheiten sch√ľtzt. Betroffen sind vor allem die Haut (Hautausschlag) und zum Teil auch innere Organe. M√∂gliche Folgen sind:
    • Entz√ľndung des Herzbeutels, der den Herzmuskel umh√ľllt (Perikarditis) mit Schmerzen im Brustraum, die in den R√ľcken ausstrahlen und bei vorgebeugtem Sitzen geringer, aber im Liegen st√§rker werden,
    • Entz√ľndung des Brustfells, das die Lungen umh√ľllt (Pleuritis) mit Schmerzen beim Atmen, Atemnot und/oder Husten,
    • Gelenkentz√ľndung, die schmerzhaft sein kann,
    • Muskelschmerzen.
  • Symptome, wie z.B. Hautausschlag, Fieber, Juckreiz, M√ľdigkeit, oder wenn Sie das Auftreten kleiner rot-violetter Flecken unter der Hautoberfl√§che bemerken (m√∂gliche Anzeichen einer Entz√ľndung der Blutgef√§√üe).
  • Bei starken Schmerzen im Oberbauch, die in den R√ľcken ausstrahlen (m√∂gliche Anzeichen einer Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse).
  • Bei unerkl√§rbarer Muskelschw√§che und Schmerzen oder dunklem (rot- braunem) Urin (m√∂gliche Anzeichen von Muskelabbau).

Sehr häufig:

  • Verminderter Appetit,
  • V√∂llegef√ľhl,
  • Verdauungsst√∂rungen (Dyspepsie),
  • √úbelkeit,
  • Bauchschmerzen,
  • Durchfall,
  • Hautausschlag,
  • Nesselsucht (Urtikaria),
  • Gelenkschmerzen (Arthralgien) und/oder Muskelschmerzen (Myalgien). Diese Nebenwirkungen k√∂nnen im Rahmen einer allergischen Reaktion auftreten. Sie k√∂nnen von allergischen Hautreaktionen begleitet sein.

Häufig:

Gelegentlich:

  • Verlust des Geschmackssinns,
  • St√∂rung des Geschmackssinns,
  • verminderte Geschmacksempfindung.

Selten:

  • anaphylaktische Reaktion (eine schwere allergische Reaktion), Angio√∂dem (Schwellung der Gesichtshaut und des Rachens, was zu Atembeschwerden f√ľhren kann) und serumkrankheits√§hnliche Reaktion (siehe weiter oben:
    Einige Nebenwirkungen sind schwerwiegend und treten selten bis sehr selten auf),
  • Benommenheit/Schwindel,
  • leichtes Taubheitsgef√ľhl der Haut (Hyp√§sthesie),
  • Missempfindungen (Par√§sthesien),
  • Cholestase (Gallenstauung; gest√∂rter Abfluss der Gallenfl√ľssigkeit aus der Leber; dadurch Gelbf√§rbung der Haut), eingeschr√§nkte Leberfunktion, Leberentz√ľndung (Hepatitis), Gelbf√§rbung der Haut (Ikterus) (siehe unter Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen)
  • Leberversagen, mit nachfolgender Lebertransplantation oder t√∂dlichem Ausgang. In der Mehrzahl dieser F√§lle hatten die Patienten schwerwiegende Grunderkrankungen.
  • erh√∂hte Leberenzymwerte (Laborwerte, die auf Lebersch√§den hinweisen) (siehe unter Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen).

Sehr selten:

  • Ver√§nderung der Anzahl bestimmter Blutzellen:
    • niedrige Anzahl wei√üer Blutk√∂rperchen (Neutropenie oder Agranulozytose), was zu unerkl√§rlichem Fieber oder grippe√§hnlichen Symptomen, z.B. Halsschmerzen, f√ľhren kann,
    • niedrige Anzahl an Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie), die zur Blutgerinnung ben√∂tigt werden. Eine zu geringe Zahl an Blutpl√§ttchen

kann vermehrt zu Bluterg√ľssen und Nasenbluten f√ľhren. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie bemerken, dass Sie h√§ufiger als gew√∂hnlich an Infektionen, Fieber oder Halsschmerzen leiden oder vermehrt blaue Flecke oder Blutungen haben.

  • bestimmte Hautreaktionen: die Haut- oder den gesamten K√∂rper betreffender Lupus erythematodes. Wenn Sie bereits an einer solchen Erkrankung leiden, kann sich diese verschlimmern. Photosensitivit√§t (erh√∂hte Lichtempfindlichkeit der Haut) und/oder schwere Hautreaktionen mit R√∂tung, Blasenbildung und Absch√§lung der Haut wie
    • Stevens-Johnson-Syndrom,
    • toxische epidermale Nekrolyse. (siehe weiter oben: Einige Nebenwirkungen sind schwerwiegend und treten selten bis sehr selten auf)
  • Angst,
  • Depression,
  • Verschlimmerung einer Psoriasis (Schuppenflechte; Hautkrankheit, die auch auf N√§gel und Gelenke √ľbergehen und so zu Arthritis f√ľhren kann, siehe auch unter Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen),
  • Haarausfall (Alopezie),
  • unregelm√§√üige Menstruation (wenn Ihre Monatsblutungen unregelm√§√üig auftreten), insbesondere bei Frauen, die orale Verh√ľtungsmittel (die Pille) einnehmen,
  • Zwischenblutungen (vaginale Blutung zwischen den Regelblutungen bei der Frau), insbesondere bei Frauen, die orale Verh√ľtungsmittel (die Pille) einnehmen.

Nicht bekannt:

  • geringe Anzahl roter Blutk√∂rperchen (An√§mie),
  • St√∂rungen des Geruchsverm√∂gens, auch dauerhafter Verlust des Geruchsverm√∂gens,
  • herabgesetztes H√∂rverm√∂gen (Hypoakusis), H√∂rst√∂rung, Tinnitus (Klingeln in den Ohren),
  • Entz√ľndung der Blutgef√§√üe (Vaskulitis),
  • Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreatitis),
  • Muskelabbau (Rhabdomyolyse),
  • Grippe-√§hnliche Erkrankung (z.B. M√ľdigkeit, Sch√ľttelfrost, Halsschmerzen, Gelenk- oder Muskelschmerzen), Fieber,
  • erh√∂hter Blutwert f√ľr ein Muskelenzym (Kreatinphosphokinase), Gewichtsabnahme infolge von verminderter Geschmacksempfindung.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt anzeigen:

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durchdr√ľckpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Die Blisterpackung im Umkarton aufbewahren.

Arzneimittel d√ľrfen nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

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Weitere Informationen

Was Terbinafin STADA¬ģ enth√§lt

Der Wirkstoff ist: Terbinafinhydrochlorid.

1 Tablette enthält 250 mg Terbinafin als Terbinafinhydrochlorid.

Die sonstigen Bestandteile sind

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A ) (Ph. Eur.), mikrokristalline Cellulose, Hypromellose, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich], hochdisperses Siliciumdioxid.

Wie Terbinafin STADA¬ģ aussieht und Inhalt der Packung

Weiße bis fast weiße, runde, bikonvexe Tablette mit einer Bruchkerbe auf der einen Seite und der Prägung "250" auf der anderen.

Terbinafin STADA¬ģ ist in Packungen mit 14, 15, 28, 30, 42 und 45 Tabletten erh√§ltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

STADApharm GmbH, Stadastra√üe 2‚Äď18, 61118 Bad Vilbel

Telefon: 06101 603-0, Telefax: 06101 603-259, Internet: www.stada.de

Hersteller

STADA Arzneimittel AG, Stadastra√üe 2‚Äď18, 61118 Bad Vilbel

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Dänemark:Terbinafin Stada
Deutschland:Terbinafin STADA 250 mg Tabletten
England:Terbinafine 250 mg tablets
Irland:Fungasil 250 mg Tablets
Italien:Terbinafine EG
Portugal:Terbinafina Ciclum 250 mg comprimidos
Schweden:Terbinafin Stada 250 mg tablett

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im April 2017.

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Zuletzt aktualisiert: 24.08.2022

Quelle: Terbinafin STADA 250 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Terbinafin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller STADAPHARM
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 01.03.2005
ATC Code D01B
Pharmakologische Gruppe Antimykotika zur systemischen Anwendung

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden