Wirkstoff(e) Paracetamol
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Gr√ľnenthal Pharma AG
Suchtgift Nein
ATC Code N02AJ13
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Opioide

Zulassungsinhaber

Gr√ľnenthal Pharma AG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Paracetamol-Mepha 500 mg Filmtabletten Paracetamol Mepha Pharma AG
Amavita Flumol Grippe Paracetamol Ascorbinsäure (Vitamin C) Pheniraminhydrogenmaleat Amavita Health Care AG
Tylenol¬ģ forte Paracetamol Janssen-Cilag
Paracetamol Spirig HC¬ģ 1000 Paracetamol Spirig HealthCare AG
DAFALGAN¬ģ Kinder, Sirup Paracetamol UPSA Switzerland AG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Zaldiar wird oral verabreicht und enthält Tramadol und Paracetamol. Beide Wirkstoffe sind Schmerzmittel.

Zaldiar lindert Schmerzen. Die Schmerzen können mässig bis schwer sein und verschiedene Ursachen haben.

Zaldiar darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der √Ąrztin angewandt werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was sollte dazu beachtet werden?

Zaldiar ist ein stark wirksames Schmerzmittel, das bei l√§ngerem Gebrauch zu Gew√∂hnung und Abh√§ngigkeit f√ľhren kann. Befolgen Sie bitte genau die von Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin vorgeschriebene Dosierung und Behandlungsdauer.

Wann ist bei der Einnahme von Zaldiar Vorsicht geboten?

  • Wenn Sie eine Abh√§ngigkeit von anderen Schmerzmitteln (Opioiden) f√ľr m√∂glich halten,
  • wenn Sie an einer Bewusstseinsst√∂rung leiden (wenn Sie sich einer Ohnmacht nahe f√ľhlen),
  • bei einem Schockzustand (kalter Schweiss kann ein Anzeichen daf√ľr sein),
  • wenn Sie an Zust√§nden mit erh√∂htem Hirndruck (eventuell nach Kopfverletzungen oder Erkrankungen des Gehirns) leiden,
  • wenn Sie Schwierigkeiten beim Atmen haben,
  • wenn Sie zu Epilepsie oder zu Krampfanf√§llen neigen,
  • wenn Sie ein Leber- oder Nierenleiden haben,
  • falls Sie eine schwere Infektion haben (z.B. eine Blutvergiftung),
  • wenn Sie an einer Depression leiden und Antidepressiva einnehmen, da einige von ihnen zu Wechselwirkungen mit Tramadol f√ľhren k√∂nnen (siehe ¬ęAnwendung von Zaldiar ¬†mit anderen Arzneimitteln¬Ľ).

Sprechen Sie in diesen F√§llen vor Beginn der Einnahme mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer √Ąrztin. Patienten oder Patientinnen, die auf Arzneimittel vom Typ der sogenannten Opioide (wie z.B. Codein) empfindlich reagieren (z.B. mit epileptischen Anf√§llen), sollen Zaldiar nur mit Vorsicht anwenden.

Es sind epileptische Anf√§lle bei Patienten oder Patientinnen beschrieben worden, die Tramadol in der empfohlenen Dosis eingenommen haben. Das Risiko kann sich erh√∂hen, wenn die empfohlene maximale Tagesdosis von 300¬†mg Tramadol und 2600¬†mg Paracetamol √ľberschritten wird.

Bitte beachten Sie, dass Zaldiar zu einer seelischen und k√∂rperlichen Abh√§ngigkeit f√ľhren kann. Bei l√§ngerem Gebrauch kann die Wirkung von Zaldiar nachlassen, sodass h√∂here Arzneimengen eingenommen werden m√ľssen (Toleranz-Entwicklung). Bei Patienten oder Patientinnen, die zu Missbrauch oder Abh√§ngigkeit von Arzneimitteln neigen, ist daher eine Behandlung mit Zaldiar nur f√ľr kurze Dauer und unter strengster √§rztlicher Kontrolle durchzuf√ľhren.

Bitte teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin auch mit, wenn eines dieser Probleme w√§hrend der Anwendung von Zaldiar auftritt oder wenn diese fr√ľher einmal bei Ihnen zutrafen.

Zaldiar darf nicht zusammen mit MAO-Hemmstoffen (bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von Depressionen und der Parkinson-Erkrankung) eingenommen werden (siehe Rubrik ¬ęWann darf Zaldiar nicht eingenommen werden?¬Ľ).

Es besteht ein geringes Risiko, dass Sie ein sogenanntes Serotoninsyndrom entwickeln, das nach der Einnahme von Tramadol in Kombination mit bestimmten Antidepressiva oder Tramadol allein auftreten kann. Suchen Sie sofort einen Arzt / eine √Ąrztin auf, wenn Sie irgendwelche der Symptome dieses schwerwiegenden Syndroms bei sich bemerken (siehe Rubrik ¬ęWelche Nebenwirkungen kann Zaldiar haben?¬Ľ).

Die schmerzlindernde Wirkung von Zaldiar kann vermindert und die Wirkungsdauer verk√ľrzt werden, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die einen der folgenden Wirkstoffe enthalten:

Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird Ihnen sagen, ob und gegebenenfalls in welcher Dosierung Sie Zaldiar in diesem Fall anwenden d√ľrfen.

Das Risiko von Nebenwirkungen erhöht sich

  • wenn Sie Zaldiar und gleichzeitig Alkohol oder Arzneimittel anwenden, die ebenfalls d√§mpfend auf die Gehirnfunktion wirken. Sie k√∂nnten sich benommen oder einer Ohnmacht nahe f√ľhlen. Falls dies passiert, informieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin. Diese anderen Arzneimittel umfassen Beruhigungsmittel, Schlafmittel und bestimmte Schmerzmittel wie Morphin und Codein (auch als Hustenmittel).
  • wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Kr√§mpfe (Anf√§lle) ausl√∂sen k√∂nnen, wie z.B. bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen oder psychische Erkrankungen. Das Risiko f√ľr Krampfanf√§lle kann ansteigen, wenn Sie gleichzeitig Zaldiar einnehmen. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird Ihnen mitteilen, ob Zaldiar f√ľr Sie geeignet ist.
  • wenn Sie bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen einnehmen (wie z.B. Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer) oder stark wirksame Beruhigungsmittel. Die Wirkungen von diesen Arzneimitteln und Zaldiar k√∂nnen sich gegenseitig beeinflussen, und Sie k√∂nnen ein Serotoninsyndrom erleiden (siehe Rubrik ¬ęWelche Nebenwirkungen kann Zaldiar haben?¬Ľ).
  • wenn Sie bestimmte Blutverd√ľnnungsmittel (Arzneimittel die eine normale Blutgerinnung verhindern z.B. Marcoumar) gleichzeitig mit Zaldiar einnehmen. Die blutgerinnungshemmende Wirkung dieser Arzneimittel kann beeinflusst werden und es kann zu Blutungen kommen.
  • Bei gleichzeitiger Anwendung eines Antibiotikums mit dem Wirkstoff Flucloxacillin ist Ihr Arzt oder Ihre √Ąrztin ebenfalls zu informieren, da ein erh√∂htes Risiko f√ľr eine √úbers√§uerung des Blutes (metabolische Azidose mit vergr√∂sserter Anionenl√ľcke) besteht. Eine engmaschige √§rztliche Kontrolle wird empfohlen, um das Auftreten einer metabolischen Azidose zu erkennen.

Zaldiar enth√§lt einen Wirkstoff, der zur Gruppe der Opioide geh√∂rt. Opioide k√∂nnen schlafbezogene Atmungsst√∂rungen wie Schlafapnoe (Atempausen w√§hrend des Schlafes) ¬†und schlafbezogene Hypox√§mie (niedriger Sauerstoffgehalt im Blut) verursachen. Die Symptome k√∂nnen Atempausen w√§hrend des Schlafes, n√§chtliches Erwachen aufgrund von Kurzatmigkeit, Schwierigkeiten, den Schlaf aufrechtzuerhalten oder √ľberm√§ssige Schl√§frigkeit w√§hrend des Tages sein.

Das Risiko des Auftretens einer zentralen Schlafapnoe h√§ngt von der Opioid-Dosis ab. Wenn Sie oder eine andere Person diese Symptome beobachten , wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin. Eine Dosisreduktion kann von Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin in Betracht gezogen werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin, wenn bei Ihnen w√§hrend der Einnahme von Zaldiar eines der nachfolgenden Symptome aufgetreten ist:

Extreme M√ľdigkeit, Appetitlosigkeit, starke Bauchschmerzen, √úbelkeit, Erbrechen oder niedriger Blutdruck. Dies kann auf eine Nebenniereninsuffizienz (niedriger Cortisolspiegel) hinweisen. Wenn Sie diese Symptome haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. an Ihre √Ąrztin, damit entschieden werden kann, ob Sie ein Hormonpr√§parat einnehmen m√ľssen.

Trinken Sie während der Behandlung mit Zaldiar keinen Alkohol, da dessen Wirkung verstärkt und die Wirkung des Arzneimittels in unvorhersehbarer Weise beeinflusst werden kann. Besonders bei fehlender gleichzeitiger Nahrungsaufnahme erhöht sich die Gefahr einer Leberschädigung. Nicht alkoholische Getränke und Nahrungsmittel beeinflussen die Wirkung von Zaldiar nicht.

Wenn Sie die Behandlung mit Zaldiar unterbrechen oder vorzeitig beenden, f√ľhrt dies wahrscheinlich zu einem erneuten Auftreten der Schmerzen. M√∂chten Sie die Behandlung wegen unangenehmer Begleiterscheinungen abbrechen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder an Ihre √Ąrztin.

Im Allgemeinen wird ein Abbruch der Behandlung mit Zaldiar keine Nachwirkungen haben. Bei einigen wenigen Patienten oder Patientinnen, die Tramadol √ľber einen sehr langen Zeitraum eingenommen haben, kann es jedoch zu Nachwirkungen kommen. Sie k√∂nnten sich unruhig, √§ngstlich, nerv√∂s oder zittrig f√ľhlen. Sie k√∂nnten hyperaktiv sein, Schlafst√∂rungen oder Magen-Darm-Beschwerden haben. Sehr wenige Personen k√∂nnten Panikanf√§lle, Halluzinationen, Fehlempfindungen wie Kribbeln, Prickeln und Taubheitsgef√ľhl oder Ohrger√§usche (Tinnitus) bekommen. Weitere ungew√∂hnliche Symptome des zentralen Nervensystems, wie z.B. Verwirrung, Wahn, ver√§nderte Wahrnehmung der eigenen Person (Depersonalisation) und der Realit√§t (Derealisation) sowie Verfolgungswahn (Paranoia), sind sehr selten beobachtet worden. Wenn eine dieser Nebenwirkungen nach Abbruch der Behandlung mit Zaldiar bei Ihnen auftritt, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt bzw. an Ihre √Ąrztin.

Bei vorgeschädigter Niere oder Leber oder bei Gallenwegstörungen ist eine sorgfältige Überwachung notwendig.

Bei einer seltenen erblichen Krankheit der roten Blutk√∂rperchen, dem sogenannten ¬ęGlucose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel¬Ľ sowie beim gleichzeitigen Gebrauch von Arzneimitteln, die die Leber beeinflussen, namentlich gewisse Mittel gegen Tuberkulose und Anfallsleiden (Epilepsie) oder bei Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Zidovudin, die bei Immunschw√§che (AIDS) eingesetzt werden, soll die Einnahme nur nach Anweisung des Arztes oder der √Ąrztin erfolgen.

Einzelne Personen mit √úberempfindlichkeit auf Schmerz- oder Rheumamittel k√∂nnen auch auf Paracetamol, einen der Bestandteile von Zaldiar, √ľberempfindlich reagieren (siehe Rubrik ¬ęWelche Nebenwirkungen kann Zaldiar haben?¬Ľ).

Während einer Behandlung mit Zaldiar ist ohne ärztlichen Rat auf die gleichzeitige Einnahme jeglicher Arzneimittel die Paracetamol (auch frei verkäufliche) oder Tramadol enthalten, zu verzichten, um das Risiko einer Überdosierung zu vermeiden.

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu ¬ęnatriumfrei¬Ľ.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit, die F√§higkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen und die Fahrt√ľchtigkeit beeintr√§chtigen! Dies gilt insbesondere f√ľr die gemeinsame Anwendung mit Substanzen, welche die Psyche beeinflussen und mit Alkohol.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,
  • Allergien haben oder
  • andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder √§usserlich anwenden!

Darf Zaldiar während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels den Arzt, Apotheker bzw. die √Ąrztin, Apothekerin um Rat.

Schwangerschaft

Die sichere Anwendung von Zaldiar w√§hrend der Schwangerschaft wurde nicht gepr√ľft. Daher sollten Sie Zaldiar nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden m√∂chten, es sei denn auf ausdr√ľckliche Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer √Ąrztin. Wenn Sie w√§hrend der Behandlung mit Zaldiar schwanger werden, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt bzw. √Ąrztin, bevor Sie weitere Tabletten einnehmen.

Die wiederholte Einnahme von Zaldiar in der Schwangerschaft kann zur Gew√∂hnung des ungeborenen Kindes an Tramadol und infolgedessen nach der Geburt zu Entzugserscheinungen beim Neugeborenen f√ľhren.

Stillzeit

Paracetamol tritt in der Muttermilch auf. Auch Tramadol wird in geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden. Zaldiar sollte deshalb von stillenden Frauen nicht eingenommen werden. Bei einmaliger Gabe von Zaldiar ist eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich. Bitte fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin um Rat.

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Wie wird es angewendet?

Zaldiar darf nur von Erwachsenen und Jugendlichen √ľber 16 Jahren eingenommen werden.

Verwenden Sie Zaldiar immer genau nach Anweisung des Arztes bzw. der √Ąrztin ein. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin, bzw. Ihren Apotheker oder Ihre Apothekerin.

Die Dosierung sollte der Stärke Ihrer Schmerzen und Ihrer individuellen Empfindlichkeit angepasst werden. Grundsätzlich sollte die geringste schmerzlindernd wirkende Dosis gewählt werden.

Wenn vom Arzt oder der √Ąrztin nicht anders verordnet, betr√§gt die maximale Einzeldosis von Zaldiar 1 bis 2 Tabletten alle 4 bis 6 Stunden zur Schmerzlinderung, nach Bedarf bis zu einer H√∂chstdosis von 8 Tabletten pro Tag.

Die Filmtabletten d√ľrfen nicht geteilt oder zerkaut werden und m√ľssen unabh√§ngig von den Mahlzeiten mit ausreichend Fl√ľssigkeit eingenommen werden.

Zaldiar sollte nicht l√§nger als notwendig angewendet werden. Wenn eine l√§nger dauernde Schmerzbehandlung erforderlich erscheint, wird Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin gegebenenfalls in kurzen Abst√§nden √ľberpr√ľfen (etwa durch das Einlegen von Anwendungspausen), ob und inwieweit die Anwendung von Zaldiar weiterhin erforderlich ist.

Was tun wenn Sie zu viel Zaldiar eingenommen haben?

Wenn versehentlich eine √úberdosis von Zaldiar Tabletten eingenommen wurde, benachrichtigen Sie so rasch als m√∂glich einen Arzt oder eine √Ąrztin. √úbelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, allgemeines Krankheitsgef√ľhl k√∂nnen ein Hinweis auf eine √úberdosierung sein, treten aber erst mehrere Stunden bis einen Tag nach Einnahme auf.

Nach Einnahme erheblich zu hoher Dosen kann es zudem zu engen Pupillen, Blutdruckabfall, beschleunigtem Herzschlag, Kreislaufkollaps, Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma (tiefe Bewusstlosigkeit), epileptiformen Krampfanfällen und Verminderung der Atmung bis hin zum Atemstillstand kommen.

Eine Überdosis kann zudem eine sehr schwere Leberschädigung zur Folge haben.

√Ąndern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wann darf Zaldiar nicht eingenommen werden?

Zaldiar darf nicht eingenommen werden:

  • Bei einer bekannten √úberempfindlichkeit gegen√ľber Tramadol, anderen opioid√§hnlichen Arzneimitteln (wie z.B. Codein) und/oder Paracetamol. Eine solche √úberempfindlichkeit √§ussert sich z.B. durch Asthma, Atemnot, Kreislaufbeschwerden, Schwellungen der Haut und Schleimh√§ute oder Hautausschl√§ge (Nesselfieber).
  • Bei akuten Vergiftungen mit Alkohol, Schlafmitteln, Schmerzmitteln oder Psychopharmaka (Arzneimittel mit Wirkungen auf Stimmungslage und Gef√ľhlsleben).
  • Wenn Sie Monoaminooxidasehemmer (MAO-Hemmer: Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen oder von Parkinson-Erkrankung) einnehmen oder in den letzten 14¬†Tagen eingenommen haben.
  • Wenn Sie schwere Leber- oder Nierenprobleme haben.
  • Wenn Sie an Epilepsie leiden oder in der Vergangenheit Krampfanf√§lle hatten, oder wenn bei Ihnen ein bekanntes Risiko f√ľr Krampfanf√§lle besteht (beispielsweise Kopftrauma, Alkohol- und Drogenentzug, Entz√ľndungen des zentralen Nervensystems).
  • Bei einer erblichen Leberst√∂rung (sogenannte Meulengracht-Krankheit).
  • Als Ersatztherapie bei opioidabh√§ngigen Patienten oder Patientinnen, da es die Entzugserscheinungen nicht verhindert.
  • Bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren.

Welche Nebenwirkungen kann Zaldiar haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Zaldiar auftreten:

Sehr häufig: Schwindel, Schläfrigkeit und Übelkeit.

Häufig: Stimmungsveränderungen wie Angstzustände, Nervosität oder Euphorie, Schlafstörungen, Verwirrung, Kopfschmerzen, Zittern, Verstopfung, Erbrechen, Durchfall, Mundtrockenheit, Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen, Blähungen, Juckreiz, Schwitzen.

Gelegentlich: psychiatrische St√∂rungen (wie Depression, Erinnerungsl√ľcken (Amnesie), Entpersonalisierung, emotionale Labilit√§t, Halluzination, Albtr√§ume, Impotenz, abnormes Denken), unwillk√ľrliche Muskelkontraktionen, Empfindungsst√∂rungen wie Kribbeln/Taubsein, geistig-k√∂rperliche Erstarrung, Migr√§ne, verst√§rkte Migr√§ne, erh√∂hter Muskeltonus, Ohrensausen (Tinnitus), Sehst√∂rungen, Pupillenerweiterung, Pupillenverengung, Bluthochdruck (Hypertonie), verst√§rkte Hypertonie, Herzklopfen, schneller oder unregelm√§ssiger Herzschlag (Tachykardie, Arrhythmie), Atemnot, Schluckbeschwerden, Blutstuhl, Hautreaktionen wie Hautausschl√§ge und Nesselsucht, St√∂rungen beim Wasserlassen (Miktionsst√∂rungen, Harnverhalt), Sch√ľttelfrost, Hitzewallungen, Brustschmerzen, Muskelstarre, Gewichtsverlust, Schw√§che sowie Blutarmut (An√§mie), erh√∂hte Leberenzymwerte und Albumin im Urin.

Selten: St√∂rungen der Bewegungskoordination, Kr√§mpfe, Sprachst√∂rungen, Delirium, kurzdauernder Bewusstseinsverlust, verminderte Harnausscheidung, Drogenmissbrauch und bei pl√∂tzlich abgebrochener Anwendung Symptome einer Entzugsreaktion (wie Unruhe, √Ąngstlichkeit, Nervosit√§t, Schlafst√∂rungen, gesteigerte Aktivit√§t, Zittern und Magen-Darmbeschwerden, sehr selten auch Panikattacken, schwere Angstzust√§nde, Halluzination, Empfindungsst√∂rungen, Ohrensausen).

Unbekannte Häufigkeit: Senkung des Blutzuckerspiegels, Zentrales Schlafapnoe-Syndrom, Schluckauf.

Serotoninsyndrom, das sich in Form von Ver√§nderungen des Gem√ľtszustandes (z.B. Unruhe, Halluzinationen, Koma) und anderen Wirkungen, wie Fieber, beschleunigtem Herzschlag, instabilem Blutdruck, unwillk√ľrlichem Zucken, Muskelsteifheit, Koordinationsst√∂rungen und/oder gastrointestinalen Symptomen (z.B. √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall), manifestieren kann (siehe Rubrik ¬ęWann ist bei der Einnahme von Zaldiar Vorsicht geboten?¬Ľ).

Folgende weiteren Nebenwirkungen, von denen bekannt ist, dass sie unter Tramadol oder Paracetamol auftreten können, können nicht ausgeschlossen werden:

Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen wie Schwellungen und Ausschläge der Haut und Schleimhäute bis hin zu schweren Haut- und Schleimhautreaktionen (sehr selten), allergische Reaktionen bis hin zum Schock, Verlangsamung des Herzschlags (Bradykardie), Kollaps, Appetitveränderung, motorische Schwäche, Stimmungs-, Aktivitäts- oder Verhaltensveränderungen.

Wenn Nebenwirkungen wie z.B. Hautausschl√§ge oder allergische Reaktionen mit Atemst√∂rungen auftreten, darf das Arzneimittel nicht weiter eingenommen werden und es soll so rasch als m√∂glich der Arzt oder die √Ąrztin konsultiert werden.

F√§lle von SIADH (Syndrom einer inad√§quaten ADH-Sekretion, d.h. unangemessen hohe Aussch√ľttung von antidiuretischem Hormon (ADH)). Niedrige Natriumspiegel im Blutserum.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin informieren. Ebenso sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin informieren, wenn Nebenwirkungen st√∂rend werden, h√§ufig auftreten und/oder schwerer werden. Sollten Sie schwere, unerw√ľnschte Wirkungen empfinden, ist der Arzt oder die √Ąrztin unverz√ľglich aufzusuchen.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Wenn ein Kind versehentlich Zaldiar Tabletten verschluckt, informieren Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Beh√§lter mit ¬ęEXP¬Ľ bezeichneten Datum verwendet werden.

Zaldiar Tabletten sollen in der Originalverpackung bei Raumtemperatur (15 bis 25¬†¬įC) aufbewahrt werden.

Zaldiar darf nicht verwendet werden, wenn sich die Tabletten sichtbar verändert haben.

Falls Sie im Besitze von verfallenen Arzneimitteln sind, bringen Sie diese zur Entsorgung in die Apotheke zur√ľck.

Weitere Ausk√ľnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Diese Personen verf√ľgen √ľber die ausf√ľhrliche Fachinformation.

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Weitere Informationen

Was ist in Zaldiar enthalten?

Wirkstoffe

1 Filmtablette Zaldiar enthält 37,5 mg Tramadolhydrochlorid (Tramadol) und 325 mg Paracetamol.

Hilfsstoffe

Cellulosepulver, vorverkleisterte Stärke, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A); Maisstärke, Magnesiumstearat, Hypromellose, Titandioxid (E171), Macrogol 400, gelbes Eisenoxid (E172), Polysorbat 80 (E433), Carnabauwachs.

Zulassungsnummer

55811 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Zaldiar? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligem Bezug berechtigt.

Zaldiar Filmtabletten: Packung zu 10, 20 und 60 Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

Gr√ľnenthal Pharma AG, Glarus S√ľd.

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2022 letztmals durch die Arzneimittelbeh√∂rde (Swissmedic) gepr√ľft.

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Wirkstoff(e) Paracetamol
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Gr√ľnenthal Pharma AG
Suchtgift Nein
ATC Code N02AJ13
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden